Erstellt am: 07.12.11 12:00
Gestern habe ich eine sehr schwere Entscheidung treffen müssen, die ich immer wieder in Frage stelle, obwohl ich eigentlich weiß, dass ich meiner lieben Katze Maggy geholfen habe. Seit Sonntag lag sie nur noch auf dem Fußboden und hat so gut wie nichts mehr gesagt. Auch fressen wollte oder konnte sie nicht mehr. Abends bin ich dann mit Maggy zum tierärztlichen Notdienst gefahren. Der Tierarzt meinte, dass sie sehr schlecht aussehen würde, hat ihr Blut abgenommen und ein Röntgenbild erstellt, auf dem man erkennen konnte, dass ihr Darm verstopft war. Diese Verstopfung löst sich zu Hause wieder. Die Blutergebnisse zeigten, dass sie wohl Leukose und/oder FIP hat, ihre Leber versagt hat. Das war wie ein Schlag für mich, da ich davon ausgegangen bin, dass sie vielleicht eine Magen- Darminfektion hat. Der Tierarzt wollte sie sofort erlösen. Das konnte ich aber nicht. Ich wollte sie nicht aufgeben,darum nahm ich sie wieder mit nach Hause, zumal die Ergebnisse vom großen Blutbild erst am Dienstag eintreffen sollten. Diese wollte ich noch abwarten. Es ging ihr vor Sonntag noch gut. Sie hat normal gefressen und geredet, manchmal gespielt. Sie war anhänglich, wie immer. Aufgefallen ist mir, dass sie ein bisschen abgenommen hat. Dahinter habe ich aber nichts schlimmes vermutet, weil sie sich ganz normal verhalten hat. Da sie 10 war, habe ich manches auf die Alterserscheinungen geschoben. Das war ein großer Fehler! Ich mache mir solche Vorwürfe! Am Dienstag war ich dann mit ihr bei einer anderen Tierärztin, um mir nochmal eine zweite Meinung einzuholen. Sie sagte, dass Maggy in keinem guten Zustand ist, meine Entscheidung aber verstehen könnte. Maggy bekam Schmerzmittel und Infusionen. Gestern, nachdem Maggy sich zu Hause immer mehr zurückgezogen und sich leise gequält hat, bin ich nochmal mit ihr hin. Dort wurde mir dann gesagt, dass ich die Blutwerte nicht mehr abwarten soll. Ich kann euch nicht beschreiben, wie schmerzhaft diese Entscheidung war, zumal ich zwischdurch das Gefühl hatte, dass Maggy sich wieder aufrappeln möchte. Aber dann doch wieder abgebaut hat. Sie konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Ich habe sie ein letztes mal streicheln können und ihr gesagt, dass ich sie liebe. Ein paar Stunden später habe ich sie mit ihrer Decke, ihrem Lieblingsspielzeug,einem Foto von mir, dass sie beschützen soll und noch ein paar anderen persönlichen Gegenständen beerdigt. Sie fehlt mir so sehr! Bei jedem Geräusch in der Wohnung denke ich, dass sie es ist. Ich sehe ihre Katzenhaare, ihre Plätze, auf denen sie so gerne gelegen hat... das macht mich so traurig! Das ging alles so schnell! Weiß jemand, wie ich mit diesem Verlust und Schuldgefühlen umgehen kann? Ich habe noch nie so um jemanden getrauert! Sie war halt mein hübsches Mädchen!