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Die englischen Straßentiger sind Nachfahren der „Pionierkatzen“, die wahrscheinlich mit den Römern nach Britannien gelangten. Einer ihrer größten Fans, der Katzenliebhaber Harrison Weir, soll vor rund 130 Jahren die Idee gehabt haben, die „Karriere“ englischer Straßentiger zu Rassekatzen zu fördern. Auf der ersten Katzenausstellung im Londoner Kristallpalast im Jahre 1871 konnte man bereits einige dieser Prachtexemplare der Gattung Britisch Kurzhaar, kurz BKH, in mehreren Farben bewundern.
Wen du nicht schlagen kannst, mit dem verbünde dich
Mit diesen Schönheiten wurden gezielt weiter Katzen gezüchtet, immer mit den gesündesten und attraktivsten Tieren. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts kannte man die britische Samtpfote als beliebte Rassekatze auf vielen Ausstellungen. Doch auch andere Katzen machten damals Furore: Die kuschelige Perser faszinierte Katzenfreunde mit ihrem Babygesicht, den runden Formen und dem weichen, langen Fell. Durch eine Einkreuzung der Perser versprachen sich die Züchter eine stämmige Plüschversion ihrer Kurzhaarkatze. Die Verpaarung der beiden beliebten Rassen gelang: Die Züchter erhielten durch wiederholtes Einkreuzen der langhaarigen Perser, später kamen auch Kartäuser dazu, kompakte, kräftige Katzen mit runden Formen, breitem Schädel und einem ungewöhnlich dichten, abstehenden Fell.
BKH – Bilderbuchkatzen von außen und innen
Die neue Rasse BKH kam bei Katzenfreunden sehr gut an, das vornehme Blau gehört dabei zu den beliebtesten Farben. Ihre kindlich-runden Formen und das dicke Plüschfell wecken Mutterinstinkte und den Wunsch, sie ständig zu knuddeln. Kein Wunder, dass man diese Katzen sehr häufig in der Werbung als Bilderbuchkatze sieht. Besonders die blauen, aber auch der Tabby-Farbschlag sind hier sehr beliebt. Durch die Einkreuzung der sanftmütigen Perserkatze hat sich auch der Charakter der ehemals umtriebigen Hauskatze geändert. Vom unternehmungslustigen, freiheitsliebenden Straßentiger verwandelte sich die Britisch Kurzhaar in eine ruhige, zufriedene Wohnungskatze, die sich auf dem Sofa ebenso wohlfühlt wie draußen.
Teddyfell – aber pflegeleicht
Man unterscheidet 50 verschiedene Farbvarianten. Kenner haben bei den Katzen sogar unterschiedliche Charaktereigenschaften je nach Fellfarbe entdeckt. Als verschmust gelten cremefarbene Britisch Kurzhaar, Silvershaded Tabby sollen besonders sensibel und Bicolors eher temperamentvoll sein. Blaue geben sich eher distanziert, während rote sehr anhänglich sein sollen. Doch es kommt natürlich auch auf den Menschen an. Er muss sich die Zuneigung und Freundschaft einer Samtpfote erst mal verdienen. Und auch wenn es nicht so aussieht: Trotz des dichten, abstehenden Teddypelzes gehört die Britisch Kurzhaar zu den pflegeleichten Katzenrassen.
Steckbrief Britisch Kurzhaar