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Der Coton de Tuléar ist ein flauschiger Hund mit großen Kulleraugen. Dieser kleine weiße Wattebausch wird auch Baumwollhund genannt und steckt voller schöner Gegensätze. Er ist verschmuster Schoßhund und wendiger Athlet, genügsamer Lehrling und eigenwilliges Trotzköpfchen. Der Coton de Tuléar gehört zu den leicht erziehbaren Rassen und ist auch für Anfänger geeignet. Dabei darf man seine Ansprüche aber nicht unterschätzen. Dieser Hund zeigt gerne, was in ihm steckt, und braucht sowohl seine Showbühne als auch seine Schmusestunden. Er liebt sinnvolle Beschäftigung, ist daher z.B. für Hundesport wie Agility oder Dog-Dancing gut geeignet. Coton de Tuléars sind gesellige Familienhunde und tolle Begleiter für Singles oder Senioren, bleiben aber nicht gerne alleine. Ein Baumwollhund vom guten Züchter kostet etwa 1.000 Euro.
Weißer Schatz aus Madagaskar: Aussehen und Herkunft des Coton de Tuléar
Tuléar, eine Hafenstadt im Süden Madagaskars, gilt als Heimat des Coton de Tuléar, dessen Name übersetzt „Baumwolle aus Tuléar“ bedeutet. Französische Adelige, Verwaltungsbeamte und Soldaten, die sich in der Kolonialzeit dort aufhielten, erklärten den kleinen, robusten Hund zum „königlichen“ Hund und untersagten Normalbürgern den Besitz dieser Rasse. Erst 1970 wurde ein Rassestandard für den Coton de Tuléar formuliert, der bis dahin in Europa so gut wie unbekannt war. Der Coton de Tuléar ist kein kleiner, leichter Gesellschafts- und Begleithund mit langem, weißem, weichem und leicht gewelltem Fell ohne Unterwolle. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Widerristhöhe bis etwa 30 cm und ein Gewicht von 4 bis 8 kg. Auffällig sind die großen, lebhaften Kulleraugen dieser Hunde, unauffällig dagegen sind die hängenden Ohren, da sie im baumwollartigen Fell fast untergehen. Der Coton de Tuléar wird im Durchschnitt 15 Jahre alt.
Pflege und Gesundheit: Der Coton de Tuléar will täglich gebürstet werden
Seine Fellfarbe ist weiß, aber wenig graue oder falbenfarbene Haare sind erlaubt, solange der Haupteindruck „weiß“ erhalten bleibt. Sein langes Fell hat zwar keine Unterwolle, trotzdem sollte der Coton de Tuléar täglich mit Kamm und Bürste gepflegt werden, damit sein gewelltes Langhaar nicht verfilzt. Auch die Haare zwischen den Pfotenballen sollte man bei diesem Hund wöchentlich unter die Lupe nehmen und kurz halten. Der Coton de Tuléar ist zwar kein großer Freund von Kälte, kommt aber auch mit niedrigen Temperaturen und schlechtem Wetter sehr gut klar. Empfindlich ist er hingegen bei Hitze und sucht sich dann lieber ein schattiges Plätzchen. Da der Baumwollhund kein Modehund und immer noch relativ selten ist, ist er nie Opfer minderwertiger Massenzucht geworden. Er gilt als sehr robust und weist keine rassetypischen, genetisch bedingten Krankheiten auf.
Steckbrief Coton de Tuléar