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Heu kann man Meerschweinchen gar nicht genug zur Verfügung stellen. Sie lieben es als Vorspeise, Snack, Hauptspeise, Nachtisch und Betthupferl. Wie aber servierst du deinen Meerlis ihre Lieblingsspeise? Ganz einfach: Vor allem frisch soll es sein, schön grün und angenehm duftend. Eines ist wichtig bei der Meerschweinchenhaltung: Heu ohne giftige Pflanzen. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du es in deinem Fressnapf-Markt erwirbst – weil es dann mit Sicherheit nichts enthält, was deinen Lieblingen schaden könnte.
Meerschweinchen und ihr Speiseplan
Schon zum Frühstück naschen die Meerlis gern die knackigen Halme – am besten nur mit frischem Wasser, Grünfutter kurz danach. Denn sonst lassen sie das Heu links liegen und konzentrieren sich nur auf das zartere Grünfutter. Sie sollen möglichst viel kauen und Speichel produzieren, um ihre Zähne genügend abzunutzen und die Verdauung zu regeln. Deshalb ist Heu so wichtig.
Immer genügend Heu als Vorrat
Am besten bietest du ein bis zwei Heuraufen an, die immer gut gefüllt sind. Manche Tiere bevorzugen zusätzlich einen Heuhaufen mit etwas Stroh im Käfig: Meerschweinchen brauchen den ganzen Tag etwas zu knabbern, damit sich ihre ständig wachsenden Zähne abnutzen. Was fressen Meerschweinchen sonst noch? Beliebt als Beschäftigungstherapie sind auch wöchentlich frische Zweige von ungespritzten Obst- und Haselnussbäumen. Hartes Brot hat zu viele Kohlehydrate und ist daher kein geeignetes Nagematerial. Blätter und Zweige aus der Natur müssen sauber sein und möglichst nicht an Straßenrändern gepflückt sein.
Meerschweinchen sollen viel kauen
Mehrere Mahlzeiten sollte das Meerschweinchen am Tag bekommen. In der Natur ist es auch den ganzen Tag auf Futtersuche unterwegs. Nach dem Frühstück aus Heu und Wasser gibt’s Grünfutter. An das Gemüse und Obst muss das Tier gewöhnt sein, es sollte stets gewaschen und nur zimmerwarm serviert werden. Auf dem Speiseplan stehen unter anderem verschiedene Gemüsesorten, Salate, Kräuter, Löwenzahn, Möhrenkraut, Apfel und Brennnesseln – wichtig ist es, immer eine bunte Mischung anzubieten, um eine einseitige Nährstoffversorgung zu vermeiden. Als Faustregel kann man sagen: Pro Tier sollte man zweimal täglich eine gute Handvoll abwechslungsreiche Frischkost verfüttern.
Und abends wieder Heu
Abends servierst du nochmals Grünfutter, etwas Körnerfutter (maximal einen Teelöffel pro Tier) und wieder Heu. Frisches, nicht zu kaltes Wasser sollte dem Meerschweinchen immer zugänglich sein, in einem Napf, der täglich ohne Spülmittel ausgewaschen werden sollte, oder in einer speziellen Trinkflasche. Grundsätzlich ist es wichtig, dass man neue Futtersorten vorsichtig in kleinen Mengen und über mehrere Tage in den täglichen Speiseplan einbaut. Niemals sollte man bei Meerschweinchen plötzlich das Futter umstellen, dies kann zu starken Verdauungsstörungen führen. Auf keinen Fall Kohl verfüttern, er kann Blähungen verursachen.