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Natürlich hat jeder Katzenhalter die allerschönste Katze von allen. Egal, ob reinrassig, Mix oder zugelaufener Streuner: Die eigene Katze ist immer die schönste. Und beim Tierarzt wird der Hauskatze oft bescheinigt, sie sei eine Europäisch Kurzhaar (EKH), also eine Rassekatze. Sind also alle Hauskatzen EKH?
Geschichte und Herkunft der Hauskatze
Schon die alten Ägypter wussten, was sie an ihren Katzen hatten. Der Beweis dafür ist die Katzengöttin Bastet. Sie war der Dank an die Katzen dafür, dass sie die Kornkammern mäusefrei hielten.
Mit Seefahrern gelangte der Mäusejäger aus der Wüste in die ganze Welt. Im Gepäck der Römer reiste die Hauskatze über die Alpen als Mäusefänger der Armee. Die anpassungsfähigen Tiere verbreiteten sich schnell. Problemlos verarbeiteten sie den Wechsel von der Wüste Nordafrikas in die Wälder des viel kälteren Europas.
Um das Jahr 1000 gab es schließlich überall in Europa Katzen. Wissenschaftler nehmen an, dass sich die importierten Katzen mit den einheimischen Wildkatzen mischten. Im Mittelalter jedoch wandelte sich das Bild der Katze zum Symbol des Bösen. Vom Begleiter der Hexen zum beliebtesten Haustier im 20. Jahrhundert war es ein langer, harter Weg für die oft missverstandene Katze.
Jedes Tier ein Unikat
Jede Hauskatze ist ein Unikat, nicht nur im Aussehen, sondern auch im Charakter. Fast jede denkbare Fellfarbe, jedes Muster zeichnet die meist kurzhaarigen Allerweltsmiezen aus. In einem Wurf können Babys in allen möglichen Farben auftauchen. Hauskatzen sind allesamt kleine Überraschungspakete auf Samtpfoten. Dass jede Mieze ein Original in Farbe, Zeichnung und Charakter ist, genau diese Individualität war Katzenzüchtern jedoch ein Dorn im Auge.
Die EKH: die Hauskatze
Deshalb schufen Züchter aus der Hauskatze eine Rassekatze, die Europäisch Kurzhaar, kurz EKH, auch Keltisch Kurzhaar genannt. Ihr Ursprung geht wahrscheinlich auf die afrikanische Falbkatze zurück. Die EKH, erst seit 1982 eine eigene Rasse, wirkt kompakter, knuffiger und hat einen rundlicheren Kopf als die Hauskatze. Sie ist nach Umfragen weniger scheu und kinderfreundlicher. Dafür beschreiben Besitzer einer Hauskatze ihr Tier als ausgeglichener und weniger kapriziös als eine Edelkatze von Rang und Rasse. Die Hauskatze ist dabei ein extrem anpassungsfähiger Überlebenskünstler, muss sie sich doch mit Artgenossen und Hunden auf der Straße ebenso arrangieren wie mit anderen Haustieren in der Wohnung. Durch Kreuzungen mit Perserkatzen ist der katzentypische Freiheitsdrang bei der Hauskatze weniger stark ausgeprägt. Dennoch braucht sie ihr eigenes Revier, in dem sie toben kann und das selbstbewusst vor anderen verteidigt wird.
Besitzer einer Europäisch Kurzhaar schätzen nicht nur ihre faszinierende Fellzeichnung, sondern auch ihre hohe Lebenserwartung und Robustheit. Mit einem kräftigen Körperbau und der breiten Brust ist sie eine gestandene Katze. Die runden Pfoten, das große Gesicht, die mittellange Nase und die mittelgroßen abgerundeten Ohren geben der Katze etwas Gutmütiges. Die nötige Eleganz darf wie bei keiner Katze fehlen – dazu tragen bei dieser Rasse die ausgeprägten Wangen bei.
Steckbrief EKH