Heilige Birma: die leichtführige Schöne

Es war einmal eine weiße Tempelkatze namens Sinh. Diese leistete dem im Sterben liegenden Hohepriester Mun-Ha Gesellschaft. Als die Pfoten der Katze den Priester berührten, blieben diese weiß, die gelben Augen jedoch verwandelten sich in ein leuchtendes Blau, Kopf, Schwanz und Beine wurden braun, und der Rücken leuchtete golden. Alle anderen Tempelkatzen wurden daraufhin ebenfalls goldbraun: Dies war die Geburtsstunde der Heiligen Birma.

Die Entstehung der Heiligen Birma

Dies ist natürlich nur eine Legende um die Entstehung der Birman, wie die Heilige Birma auch genannt wird – es ist einer von vielen Mythen, der sich um die zauberhaft schöne Halblanghaarkatze rankt, die mit ihrem sanften Wesen den Weg in so viele Menschenherzen gefunden hat und noch immer findet. Tatsächlich geht die Heilige Birma, die bereits 1925 als Rasse anerkannt wurde, zurück auf eine Kreuzung zwischen Perser- und Siamkatzen. Um den Genpool zu erweitern, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, wurden weitere Rassen mit einbezogen. So konnte die Zuchtbasis vergrößert werden.

Der Charakter der Birman

Birmans wollen gefallen. Das gilt nicht nur allgemein für die bezaubernde Optik der Rassekatze, sondern auch im Besonderen für ihr Wesen. Heilige Birma-Katzen tun gern das, was ihrem Menschen gefällt. Sie gelten als leicht zu erziehen, brav und sanftmütig. Kinderlieb, intelligent und verträglich mit Artgenossen sind weitere Attribute, die der Heiligen Birma zuzuordnen sind. Dabei sind Birmans trotz ihrer Ausgeglichenheit alles andere als langweilig: Sie sind mit Vorliebe immer dort mit dabei, wo sich was rührt, und sie spielen für ihr Leben gern. Besonders mit Spielzeug wie Fellmäusen oder auch mit einfachen Papierkügelchen kannst du sie schnell aus der Reserve locken.

So sieht die Heilige Birma aus

Birma-Katzen gibt es in den Farben Cream-Point, Red-Point, Lilac-Point und in dem ursprünglichen Schlag Seal-Point. Die Augen sind tiefblau und beinahe rund, der Kopf ist breit und rundlich, aber nicht perserähnlich, die Hinterhand kräftig, die Pfotenform rund und die Nase mittelgroß. Auffällig sind auch die weit auseinanderstehenden Ohren, die eine abgerundete Spitze aufweisen. Alle Farbschläge tragen weiße Pfoten, auch „Handschuhe“ genannt. Deine Birma-Katze solltest du regelmäßig bürsten, auch dann, wenn das Fell nicht zum Verfilzen neigt. Besonders die dichte Halskrause braucht intensive Pflege. Dann bleibt deine Heilige Birma auch weiterhin die sanfte Schöne.

Steckbrief Birma-Katze

  • Rasse: Birma-Katze
  • Herkunft: Frankreich
  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Kater ca. 4,5 bis 6 kg, Katze ca. 3 kg
  • Körperbau: kräftige Hinterhand, Kopf bildet stumpfes Dreieck
  • Augen: leuchtendes Blau
  • Fell und Farbe: langes bis halblanghaariges Fell, seidig, wenig Unterwolle, in allen Point-Farben anerkannt
  • Fellpflege: regelmäßig bürsten
  • Besondere Kennzeichen: weiße Pfoten, auch „Handschuhe“ genannt
  • Typ und Charakter: sanftmütig, leicht zu erziehen, kinderlieb, verspielt, anhänglich
  • Haltung: für Wohnungshaltung geeignet, schätzt Artgenossen
  • Lebenserwartung: bis 20 Jahre
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