Sanfter, gutmütiger und fröhlicher Jagdhund – der Beagle im Rasseporträt

Der Beagle besticht durch seine fast grenzenlose Gutmütigkeit und Fröhlichkeit. Seit dem wohl bekanntesten Beagle „Snoopy“ gehört er zu den beliebtesten Hunderassen. Die Fröhlichkeit und Ausgeglichenheit seines Charakters tragen bei dem britischen Schweißhund zur Beliebtheit besonders bei Kindern bei. Doch der waschechte Jagdhund kann auch anders! Sobald er eine vielversprechende Fährte aufgenommen hat, weiß der liebenswerte Sturkopf genau, wo es langgeht.

Ein vornehmer Engländer: Geschichte des Beagle

Der Beagle gehört zu den kleinsten und ältesten Laufhunden, deren Geschichte bis in die Antike zurückreicht. Besonders beliebt war er am englischen Königshof Heinrichs VIII. Dort wurde er in einer Meute von bis zu 60 Hunden gehalten und besonders gern bei der Treib- und Schleppjagd verwendet. Der Beagle wurde bevorzugt, weil er bisweilen so klein war, dass er hervorragend in die Jagdtasche hineinpasste. Heutzutage wird diese Hunderasse größer gezüchtet, aber ab und an soll durchaus noch ein „Taschenwurf“ vorkommen. Da der Beagle als sogenannte Bracke über eine extrem gute Nase verfügt, wird er heute auch oft als Spürhund eingesetzt.

Treue, verfressene Hundeseele – der Charakter des Beagle

Der Beagle ist ein liebenswerter und intelligenter Hund. Aufgrund seiner ausgeglichenen und stets gut gelaunten Seele fühlt er sich als Rudeltier in großen Gruppen am wohlsten. Denn eines mag er nämlich überhaupt nicht: allein zu sein. Der Beagle zeigt keine Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit. Diese Sanftmütigkeit macht ihn gerade bei Kindern sehr beliebt, da er überhaupt nicht nachtragend ist. Als Wachhund ist er aufgrund seiner fröhlichen Freundlichkeit, die er auch gegenüber Fremden zeigt, völlig ungeeignet. Der Beagle ist seinem Herrchen und Frauchen treu ergeben. Doch seine Treue ist gepaart mit einer energiereichen und ausdauernden Natur. Er liebt Spaziergänge, besonders wenn er dabei eine spannende Fährte aufgenommen hat. Diese wird er nicht so schnell wieder aufgeben und kann dabei zum richtigen Dickkopf werden. Hin und wieder wird also seine Jagdleidenschaft bestimmen, wo es langgehen soll. Des Beagles Motto ist: „Wenn ich es nicht fresse, frisst es jemand anderes“, weshalb seine Futterrationen in der Regel sehr schnell aufgefressen sind. Sein grenzenloser Hunger kann dazu führen, dass ein nicht gut bewachtes Stück Grillfleisch auf „mysteriöse“ Art und Weise vom Teller verschwindet.

Pflege und Gesundheit – der Beagle braucht nicht viel

Das kurze, wetterfeste Fell lässt sich leicht pflegen. Nur ab und zu sollte es gebürstet werden. Seine niedlichen Schlappohren neigen zu Entzündungen und sollten daher öfter kontrolliert werden. Seine Krallen laufen sich in der Regel von allein ab. Sollte der Beagle einmal gebadet werden müssen, genügt es, ihn mit einem handelsüblichen Hundeshampoo zu waschen und anschließend mit einem Handtuch gründlich trocken zu rubbeln.

Steckbrief Beagle

  • Rasse: Beagle
  • Herkunft: Großbritannien
  • Klassifikation: Laufhunde, Schweißhunde
  • Größe: 33 – 40 cm
  • Gewicht: 10 – 18 kg
  • Fell und Farbe: dicht, kurz und wasserbeständig; das Fell kann dreifarbig (Schwarz-Weiß-Braun) oder zweifarbig (Braun-Weiß, Rot-Weiß und Zitronengelb-Weiß) sein
  • Besondere Kennzeichen: weiße Schwanzspitze
  • Fellpflege: pflegeleichtes Fell, nur ab und zu bürsten, kurzes Abbrausen unter der Dusche mit anschließendem Trockenrubbeln ausreichend
  • Wesen und Charakter: freundlich, gutmütig
  • Lebenserwartung: 12 – 14 Jahre
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