Die Deutsche Dogge: die größte deutsche Hunderasse im Porträt

Die Deutsche Dogge ist der sanfte Riese unter den Hunden, die größte und wohl auch gutmütigste Hunderasse der Welt. Sie kommt massiv und imposant daher, stolziert mit mustergültiger Eleganz und erobert mit ihrer Freundlichkeit die Herzen im Sturm. Die Deutsche Dogge ist ein liebevoller Riese, der jedoch auch viel Bewegung und eine disziplinierte Erziehung braucht. Denn wenn bei einem stattlichen Rüden mit seinen gut 90 Kilogramm mal das Temperament durchbricht, hast du am anderen Ende der Leine keine Chance.

Die Deutsche Dogge: Herkunft und Aussehen der größten deutschen Hunderasse

Schon vor 4.000 Jahren hielten die Assyrer große, massive, kurzhaarige Kampfhunde, die wohl die Urahnen der Deutschen Dogge waren. Später brachten die Römer die vierbeinigen Stars des Circus Maximus nach England und Irland. Eindrucksvolle Kraftpakete, die, gekreuzt mit Windhund und Irischem Wolfshund, zu Eleganz und Schnelligkeit gelangten. An den Fürstenhöfen dienten sie als Statussymbol, als Wachhund und zur Hetzjagd. 1878 wurde in Berlin erstmals eine „Deutsche Dogge“ ausgestellt. Rüden dieser Rasse erreichen eine Widerristhöhe von mindestens 80 Zentimetern bei bis zu 95 Kilogramm. Trotz dieser Maße wirkt der sanfte Riese edel, stolz und elegant. Die Schnauze ist eher quadratisch, der Körperbau harmonisch, die Ohren hängen flach herab, und das kurze Fell ist dicht und glänzend.

Die Deutsche Dogge: Charakter und Verwendung der größten deutschen Hunderasse

Die Deutsche Dogge ist ein freundlicher, gutmütiger und treuer Hund. Sie braucht viel Bewegung und eine gute Erziehung. Deutsche Doggen sind temperamentvoll und lassen ihrer Energie gerne ungezügelt freien Lauf. In der Großstadt im Hochhaus sind sie fehl am Platz, auch weil sie keine Treppen steigen sollten bzw. können. Die Deutsche Dogge macht auch als Schutz- oder Wachhund einen guten Job, da sie imposant auftritt und Fremden gegenüber skeptisch ist. Dem sanften Riesen wird eine stoische Ruhe nachgesagt, die bei schlechter Zucht, falscher Haltung und mangelhafter Erziehung sowie bei zu wenig Beschäftigung und mangelnder Bindung in Aggression umschlagen kann.

Die Deutsche Dogge: Gesundheit und Pflege der größten deutschen Hunderasse

Das kurze, glatte Fell der Deutschen Dogge lässt sich leicht mit weichen Bürsten pflegen. Weich ist ein gutes Stichwort. Durch das hohe Körpergewicht braucht der sanfte Riese auch gut gepolsterte Liegeflächen. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Tierarztbesuche sind bei der Deutschen Dogge besonders wichtig. Aufgrund der Statur ist der Stoffwechsel verlangsamt und die Neigung zu Übergewicht höher. Hochwertiges Futter kann die beanspruchten Knochen unterstützen und vor Erkrankungen schützen. Da diese Rasse eine lange Zeit benötigt, bis sie ausgewachsen ist, dürfen Welpen nicht zu proteinreich ernährt werden, um ein ausgewogenes Wachstum zu unterstützen. Deutsche Doggen neigen zu Herzerkrankungen, Hüftgelenksdysplasie, Magendrehung und Knochenkrebs. Übergroße Lefzen können Ursache für Bindehautentzündungen und starkes Sabbern sein. Deutsche Doggen werden leider nur etwa 10 Jahre alt.

Steckbrief Deutsche Dogge

  • Rasse: Deutsche Dogge
  • Herkunft: Deutschland
  • Gruppe: Pinscher, Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde, doggenartige Hunde
  • Größe: Rüden ab 80 cm, Hündinnen ab 72 cm
  • Gewicht: Rüden bis 80 – 95 kg, Hündinnen 50 – 65 kg
  • Fell und Farbe: kurz, glatt und glänzend, Gelb und Gestromt, Gefleckt und Schwarz, Blau
  • Körperbau: groß, kräftig, muskulös und imposant, lange Rute, quadratische Schnauze, flache Hängeohren, starke Brust
  • Fellpflege: einfache Fellpflege mit weicher Bürste
  • Wesen und Charakter: gutmütig, verschmust, liebevoll, aufmerksam, temperamentvoll
  • Verwendung: als Begleit-, Wach- und Schutzhund
  • Gesundheit: Neigung zu Hüftgelenksdysplasie, Magendrehung, Herz-Kreislauf-Problemen, Bindehautentzündung, Knochenkrebs
  • Lebenserwartung: ca. 10 Jahre
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