So entwickeln Kinder und Hunde eine wunderbare Freundschaft

Fast jedes Kind wünscht sich einen Hund, einen süßen, kuscheligen Fellfratz zum Spielen. Und es ist erwiesen, dass Hunde Kinder glücklicher, gesünder und seelisch stabiler machen. Mit einem Hund in der Familie üben sich die Kleinen schon früh in Fürsorge, Verantwortung, Rücksicht und Respekt. Die wichtigste Aufgabe haben dabei die Eltern! Sie müssen die Bedürfnisse und Besonderheiten des Vierbeiners kennen und erklären, damit Kind und Hund eine vertrauensvolle Freundschaft aufbauen können.

Kinder und Hunde: Körpersprache und Umgangsformen lernen

Weder Kind noch Hund möchten lieblos oder wie lebloses Spielzeug behandelt werden. Im Gegensatz zum Kind kann der Vierbeiner aber nicht sagen „Lass das!“. Jeder Hund reagiert anders auf Stress oder Bedrohung. Im besten Fall mit Rückzug, im schlimmsten Fall mit den Zähnen, in jedem Fall kündigt er seine Reaktion mit klaren Signalen an. Die Körpersprache der Hunde ist daher der wichtigste Indikator für das Kind. Es sollte die Rute als Stimmungsbarometer lesen lernen und wissen, dass ein Hund sich bedroht fühlt, wenn man ihn anstarrt oder von oben an seinen Kopf greift. Das Kind sollte respektieren, dass Augen, Nase, Ohren und Schwanz seine Heiligtümer sind, keine Haltegriffe, kein Spielzeug! Wenn es jetzt noch lernt, dass ein fressender oder schlafender Hund nicht gestört werden darf, steht der Freundschaft nichts mehr im Weg.

Kinder und Hunde: Fürsorge und Verantwortung stärken die Freundschaft

Ein Hund braucht Futter, Wasser, Bewegung, Beschäftigung, Pflege und viel Ruhe. Die Verantwortung dafür kann ein Kind zwar nicht allein tragen, aber es kann bei allem mithelfen. Es kann den Vierbeiner bürsten, die Näpfe säubern und füllen, bei Suchspielen die Fundsache verstecken, Bällchen werfen und vieles mehr, was die Freundschaft stärkt. Es sollte aber immer ein Erwachsener dabei sein, um Fragen zu beantworten, Hilfestellung zu geben und im Ernstfall eingreifen zu können. Kinder sollten nie allein mit dem Hund Gassi gehen. Selbst kleine Vierbeiner können enorme Kräfte entwickeln, und bei einer Begegnung mit aggressiven Artgenossen wäre das Kind nicht nur überfordert, sondern auch gefährdet.

Kinder und Hunde: auf Sicherheit und Gesundheit achten

Wenn Kinder und Hunde toben, kann es manchmal ruppig werden. Für kleine Kratzer solltest du immer Desinfektionsmittel im Haus haben. Lass dein Kind ruhig unter deiner Aufsicht mit dem Hund spielen oder schmusen. Achte aber darauf, dass Kinderhände und Hundezähne sich nicht zu nahe kommen und dass der Hund dem Kind nicht das Gesicht leckt. Auch das Händewaschen danach schont die Abwehrkräfte. Um das Kind zusätzlich zu schützen, sollte der beste Freund regelmäßig entwurmt werden. Noch ein paar Tipps zum Thema Sicherheit: Wenn euer Hund mal mit einem anderen kämpft, mischt euch nie ein! Das kann gefährlich werden. Erklär deinem Kind auch, dass man fremde Hunde nur mit Erlaubnis der Besitzer anfassen darf und dass man beängstigend wirkende Hunde nicht durch Weglaufen loswird, sondern durch Ignorieren und Stehenbleiben.

Checkliste: 10 Regeln, damit Kind und Hund dicke Freunde werden

  • Auf die Körpersprache des Hundes achten
  • Dem Hund nicht in die Augen starren
  • Den Hund nicht beim Fressen stören und kein Futter wegnehmen
  • Den Hund nicht im Körbchen oder beim Ruhen stören
  • Bedrohung des Hundes durch große Gegenstände, Lärm oder ruppiges Anfassen vermeiden
  • Wenn ein Hund an dir zerrt oder dir Angst macht, dreh dich von ihm weg und bleib ruhig stehen
  • Nie ohne Aufsicht mit dem Tier Gassi gehen, spielen oder kuscheln
  • Fremde Hunde nur mit Erlaubnis der Besitzer anfassen
  • Bei raufenden Hunden nie eingreifen
  • Nach dem Spielen mit dem Hund und vor allem vor dem Essen die Hände waschen
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