Der Rottweiler: die deutsche Hunderasse im Porträt

Kräftig, imposant, aber auf keinen Fall behäbig sollte ein Rottweiler daherkommen. Diese deutsche Hunderasse gehört zu den ältesten Treib- und Hütehunden. Durch sein eindrucksvolles Auftreten, seinen Beschützerinstinkt und seine Lernwilligkeit wird er gerne als Polizeihund, Wachhund oder Schutzhund eingesetzt.

Der Rottweiler: Herkunft und Aussehen dieser deutschen Hunderasse

Es waren wohl die Römer, die sich die Vorfahren des Rottweilers hielten. Die Legionen nutzten sie als Wächter ihrer lebenden Fleischreserven. Auf ihrer Reise soll die Armee Station auf dem Viehmarkt in Rottweil gemacht haben. Dort war die Nachfrage nach Hütehunden groß, weil man gekauftes Vieh sicher von A nach B bringen wollte. Viehhändler und Metzger sorgten somit für die Zucht eines mutigen und imposanten Beschützers. 1907 entstand der erste Deutsche Rottweiler-Klub zur Pflege der Rasse. Ein Rottweiler sollte kompakt und schwer sein, ohne dabei klobig zu wirken. Sein Rücken ist gerade, stark und stabil, die Ohren hängen eng am Kopf anliegend herab. Ein Stummelschwanz kann angeboren sein (das Kupieren ist verboten). Das kurze, dichte Doppelfell ist vorwiegend schwarz mit rotbraunen Abzeichen. Rüden werden bis zu 68 Zentimeter groß und bis zu 50 Kilogramm schwer.

Der Rottweiler: Charakter und Verwendung dieser deutschen Hunderasse

Laut Rassestandard soll der Rottweiler ein freundliches, anhängliches Wesen haben. Der selbstsichere, aufmerksame Gebrauchshund gilt bei guter Führung als gelehrig, aufmerksam und arbeitsfreudig. Sein Hang zum Hüten und Beschützen kann aber unangenehm ausufern, wenn er keine Unterordnung lernt und sein eigener Herr sein darf. Bei minderwertiger Zucht, schlechter Haltung, fehlender Erziehung bzw. Beschäftigung oder bei mangelnder Bindung kann der Rottweiler sogar aggressiv werden. Aufgrund seiner eindrucksvollen Erscheinung und seinem Talent als Hüte- und Treibhund wird der Rottweiler im Polizeidienst, als Schutz- und Wachhund und als energischer Hütehund für hartnäckiges Vieh eingesetzt.

Der Rottweiler: Pflege und Gesundheit dieser deutschen Hunderasse

Das kurze, glatte Fell der Rottweiler ist ausgesprochen pflegeleicht und kommt mit regelmäßigem Bürsten aus. Die Hündinnen neigen jedoch vor der Läufigkeit zu starkem Haarausfall, während die Rüden eher saisonal bedingt ihr Fell verlieren. Rottweiler sollten in Maßen fressen, da sie zu Übergewicht neigen. Bei gesunder Ernährung und reichlich Bewegung werden sie im Schnitt bis zu 12 Jahre alt. Bei dieser Rasse kommt es bei schlechter Veranlagung zu Hüftgelenks- oder Ellenbogendysplasie, Lähmungen oder Herzproblemen. Ein guter Züchter minimiert das Risiko durch die Auswahl gesunder Zuchttiere.

Steckbrief Rottweiler

  • Rasse: Rottweiler
  • Herkunft: Deutschland (Rottweil)
  • Gruppe: Pinscher, Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde, doggenartige Hunde
  • Größe: Rüden 61 – 68 cm, Hündinnen 56 – 63 cm
  • Gewicht: Rüden ca. 50 kg, Hündinnen ca. 42 kg
  • Fell und Farbe: festes, kurzes und dichtes Doppelfell (Rottweiler, die Hitze gewohnt sind, entwickeln kaum Unterwolle, Hündinnen haaren stark vor der Läufigkeit), immer Black&Tan, also vorwiegend schwarzes Fell mit rotbraunen Abzeichen im Gesicht, auf der Brust, an Beinen und Rutenansatz
  • Körperbau: kompakt, stabil, kräftig, dabei nicht plump oder behäbig, feiste Rute (kann von Geburt an Stummel sein), mittelgroße, anliegende Ohren
  • Fellpflege: regelmäßiges Bürsten ausreichend
  • Wesen und Charakter: freundlich, gelehrig, gehorsam, selbstbewusst, mutig, ausdauernd
  • Verwendung: Gebrauchshund im Dienst der Polizei, Wachhund, Schutzhund, Hütehund, als Begleithund bei guter Führung, intensivem Training und Auslastung (nicht für Anfänger geeignet!)
  • Gesundheit: Rassetypisch bei genetisch vorbelasteten Tieren sind Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie, Lähmungen oder Herzprobleme.
  • Lebenserwartung: 10 – 12 Jahre
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