Kaninchenverhalten richtig deuten

Was will mein Kaninchen mir sagen? So mancher Freund der putzigen Hoppler mag schon manchmal ratlos vor seinem Tier gestanden haben, wenn dieses mit dem Kinn gegen das Schlafhaus reibt oder einen tiefen Brummlaut von sich gibt. Dabei ist es gar nicht so schwer, das Verhalten von Kaninchen und Zwergkaninchen richtig zu deuten. Nimm dir einfach ein wenig Zeit, dein Tierchen genau zu beobachten – und du wirst es schon bald besser verstehen!

Kaninchen: eher weniger gesprächig

Kaninchen geben gar nicht so oft Laute von sich, sie sind eher weniger gesprächig. Dieses Erbe haben sie von den Wildkaninchen, die lieber still bleiben, um keine Feinde auf sich aufmerksam zu machen. Ab und an ertönt aber vielleicht doch ein kehliges Brummen von deinem Tier. Und was bedeutet das dann? Dein Hoppler hat schlechte Laune und ist über etwas verärgert. Vielleicht kannst du Abhilfe schaffen.

Angriffsstellung: Wenn es richtig Ärger gibt

So richtig Alarmstufe Rot herrscht dann, wenn dein Kaninchen oder Zwergkaninchen kurz und fauchend brummt und dabei in Angriffsstellung geht: aufgestellter Schwanz, Vorderkörper und Kopf in Absprunghaltung vorgestreckt. Dann bring dich schnell in Sicherheit – das Kaninchen wird nicht lange fackeln und einen Angriff starten. Dieses Verhalten, das das Kaninchen auch Artgenossen gegenüber an den Tag legt, wird dein Tier aber hoffentlich nicht dir gegenüber zeigen, sondern lieber leise mit den Zähnen mahlen. Es zeigt dir damit: Ich bin zufrieden. Achtung, wenn das Kaninchen schrill schreit – dann hat es große Angst. Ein Alarmzeichen ist auch, wenn dein Hoppler mit den Zähnen knirscht: Er leidet unter Schmerzen, und du musst sofort mit ihm zum Tierarzt.

Kopfreiben und Markieren: häufiges Verhalten beim Kaninchen

Reibt eines deiner Kaninchen öfter mal mit dem Kopf gegen Gitterstäbe oder Schlafhäuschen? Dieses Verhalten bedeutet ganz einfach, dass dein Hoppler damit seinen Artgenossen (und vielleicht auch dir) sagt: Das ist meines! Am Kinn sitzt eine Drüse, mit der das Kaninchen seinen Besitz markiert. Überhaupt spielen Duftstoffe eine sehr große Rolle der Langohren: Sie kommunizieren damit und markieren mittels Urin oder Kot ihre Reviergrenzen. Eine Sprache, die Artgenossen verstehen!

Wenn das Kaninchen Männchen macht

Sieht es nicht putzig aus, wenn dein Kaninchen Männchen macht? Es zeigt dir damit sein Interesse und seine Aufmerksamkeit. Außerdem kann es die Lage besser überblicken – und es hört, sieht und riecht alles besser. In der Natur ist dieses Verhalten überlebenswichtig, aber auch im Käfig oder beim Freilauf wird dein Kaninchen oder Zwergkaninchen immer wieder diese ererbten Verhaltensmuster an den Tag legen. Beobachte dein Tier genau – und du weißt besser, wie es ihm geht und welche Bedürfnisse es gerade hat.

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