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Rätselhaft wie ihre großen runden Augen ist auch die Herkunft der beliebten Edelkatze mit dem langen seidigen Fell: Ob die Perserkatze wirklich aus Persien stammt, ist höchst ungewiss. Man nimmt an, dass sie aus der Verpaarung von Angorakatzen mit persischen Langhaarkatzen hervorgingen. Doch die geheimnisumwobene Vergangenheit tut der Beliebtheit ihrer Rasse keinen Abbruch – im Gegenteil: Sie macht sie noch interessanter. Einige exotische Perser konnte man bereits auf der allerersten Katzenausstellung 1871 in London bestaunen. Anfangs gab es lediglich schwarze, weiße und blaue Perser, später erst präsentierten Züchter Katzen der Rasse Perser in einer Vielzahl von Farben und Zeichnungen, darunter auch zwei- und dreifarbige Varianten.
Im Laufe der Zeit veränderte sich die Perserkatze: Ihr Fell wurde dichter und plüschiger, ihr Körper gedrungener, der Kopf breiter und die Nase immer kleiner. Vor allem in den USA waren die stupsnasigen Perser sehr begehrt, in den 70er-Jahren gab es dort regelrechte Massenzuchten. Doch dieses Schönheitsideal mit der verkürzten Nase müssen viele Katzen teuer bezahlen. Sie leiden häufig unter tränenden Augen und laufender oder verengter Nase. Deshalb kümmern sich verantwortungsvolle Züchter vor allem in Europa heute um gesunden Nachwuchs der Rasse, der wieder Nase zeigen darf.
Die Perserkatze, der perfekte Mitbewohner
Auch die inneren Werte der Perser als Langhaarkatze schätzen viele Katzenfreunde. Ihr ruhiges, anhängliches Wesen gefällt dabei ebenso wie ihre unaufdringliche, freundliche Art. Sie leistet den Menschen ihres Umfelds liebend gerne schmusige Gesellschaft – sie ist im Prinzip der perfekte Mitbewohner.
Tägliche Fellpflege ist ein Muss
Bei der Perser-Rasse ist die Masse der Haare so gewaltig, dass der Mensch mit Kamm und Bürste helfen muss, damit es nicht zu Verfilzungen kommt. Je jünger die Katze ist und je besser sie an ihr Pflegeprogramm gewöhnt wird, desto weniger Probleme gibt es bei der Perserkatze im Erwachsenenalter. Deshalb heißt es: regelmäßig pflegen, auch wenn es beim kurzen Babyfell augenscheinlich noch nicht nötig ist. Viele Züchter beginnen bereits im Alter von wenigen Tagen oder Wochen, die Katzenkinder mit einer Babybürste zu kämmen.
Das persersche Pflegeprogramm
Gebürstet wird die Perser einmal täglich, beginnend am Kopf in Richtung Schwanz. Der Schwanz selbst wird nur gebürstet, niemals gekämmt, damit die prächtigen Schwanzhaare nicht ausgerissen werden. Knoten oder Verfilzungen werden vorsichtig ausgekämmt, da es sonst zu Verletzungen kommen kann. Hier kann man auch Kämmhilfen verwenden, das sind Sprays, die pflegende Öle enthalten und das Fell geschmeidiger und leicht kämmbar machen. Am einfachsten ist es, die Knoten mit den Fingerspitzen oder einem Saumauftrenner auseinanderzuzupfen und Reste auszukämmen.
Langhaarkatzen sind auf deine Hilfe angewiesen, denn sie leiden unter ungepflegtem, verfilztem Fell. Außerdem: Tägliche 15 Minuten Wellness-Pflege festigen die Bindung zwischen dir und ihr.
Steckbrief Perser