Katzen von Flöhen, Zecken und Würmern befreien

Zur Erkennung von Flohbefall deiner Katze gibt es einen einfachen Test. Durchkämme das Fell kräftig mit einem Flohkamm. Leere den Kamm auf weißes Küchenpapier aus. Findest du darauf kleine schwarzrote Krümel, ist das ein erster Hinweis. Wenn du nun ein paar Tropfen Wasser darauf gibst, dann das Tuch reibst und daraufhin orangebraune Flecken entstehen, handelt es sich um Flohkot.

Flöhe – was tun?

Hat sich deine Katze Flöhe eingefangen, müssen nicht nur die Flöhe auf dem Tier vernichtet werden, sondern auch die Brut. Denn nur der kleinste Teil der Flohgroßfamilie lebt auf dem Tier, der Rest in seiner Umgebung, also in deiner Wohnung,. Zur Vernichtung der Eier und Larven gibt es spezielle Umgebungssprays. Zur äußerlichen Anwendung eignen sich Sprays und sogenannte Spot-On-Präparate sowie Flohhalsbänder, die die ausgewachsenen Flöhe im Fell abtöten. Darüber hinaus gibt es Tabletten, Lösungen zum Eingeben und Injektionen, die verhindern, dass sich die Flöhe weiter vermehren. Dein Tierarzt kann dir hier weiterhelfen.

Milben – schlimmer als jeder Ohrenkneifer

Schüttelt Katze den Kopf oder kratzt sich immer wieder am Ohr, liegt das häufig an Ohrmilben, die vom Tierarzt behandelt werden müssen. Die normale Ohrenpflege kannst du selbst vornehmen, du solltest aber immer nur die äußere Ohrmuschel mit einem Wattebausch oder speziellen Tüchern reinigen. Bewährt hat sich der Beaphar Sensitiv Ohrenreiniger. Vorsicht, der Gehörgang der Katze ist sehr empfindlich. Für die Pflege des Gehörgangs dürfen daher nur spezielle Ohrreiniger verwendet werden. Wenn du deine Katzen regelmäßig bürstest, solltest du bei der Gelegenheit auch einen Blick in die Ohren werfen. Findest du dabei krümeligen, schwarzen Belag, besteht der Verdacht auf Ohrmilben.

Achtung, Zecken

Zecken sind hauptsächlich für Freigängerkatzen ein Problem. Mit ihnen ist nicht zu spaßen: Dass sie Borreliose auf Mensch und Tier übertragen können, ist bekannt. Und in den letzten Jahren ist auch die Zahl der Infektionen mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gestiegen. Glücklicherweise sind Katzen nach aktuellem Wissensstand wenig empfänglich für Borreliose und auch FSME. Du solltest deinen Freilauftiger bei jeder Rückkehr nach Zecken absuchen und diese mit einer speziellen Zeckenzange entfernen. Noch besser ist natürlich Vorbeugung. Das funktioniert am einfachsten mit Spot-On-Präparaten vom Tierarzt.

Da ist der Wurm drin?

Eine regelmäßige Wurmkur ist vor allem für Freigänger wichtig. Aber wusstest du, dass Bandwürmer durch Flöhe übertragen werden? So sind auch Wohnungskatzen nicht vor einer Infektion durch Würmer gefeit, eine Wurmkur hilft im Falle verirrter Flöhe und Würmer auch ihnen. Neben dem Bandwurm befallen auch Spulwürmer Katzen. Hakenwürmer sind ebenfalls häufig bei Jungkatzen anzutreffen. Ohne Wurmkur verkümmern die jungen Katzen, bekommen den typischen aufgetriebenen Wurmbauch, ein struppiges Fell und Durchfall. Doch nicht nur Katzen sind durch Wurmbefall gefährdet, sondern genauso du als Katzenhalter. Noch ein guter Grund für die regelmäßige Wurmkur!

Wichtiger Hinweis

Die Ratgeber-Inhalte können einen Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen. Diese Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden. Bei Erkrankungen von Tieren und Verwendung von Medikamenten sollte ein Tierarzt konsultiert werden.

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