Ausdrucksvolle Körpersprache: Kommunikation der Katze

Viele Menschen möchten liebend gern wissen, was ihre Katze ihnen eigentlich mitteilen möchte, wenn sie bestimmte Geräusche macht. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass die Katze mit Menschen anders „spricht“ als mit Artgenossen. Augenkontakt mit dem Katzenblick, und die Körpersprache der Katze sind reine Kommunikation.

Plaudern, schnurren, fauchen – die Töne der Katze

In die Kategorie „Plaudertöne“ fällt ein genüssliches Gurren ebenso wie ein behagliches Schnurren. Sie bedeuten, die Katze fühlt sich wohl. Katzenbabys schnurren, wenn sie trinken, Katzenmütter, wenn sie ihre Babys säugen und putzen. Jungtiere fordern erwachsene Katzen und Menschen schnurrend zum Spielen auf. Befreundete Katzen schnurren, wenn sie sich begegnen, überlegene Tiere, wenn sie sich unterlegenen nähern. In einigen wenigen Situationen, zum Beispiel beim Tierarzt, wird sie allerdings auch aus Hilflosigkeit schnurren, um sich selbst zu beruhigen. Die Katze benutzt das Schnurren also auch als Selbsttherapie, als Technik gegen Angst, Stress und Schmerzen. Außerdem geht man davon aus, dass das Vibrieren beim Schnurren die Heilung fördert.

Mit Ruflauten fordert deine Katze etwas. Das kann zum Beispiel heißen: „Mach die Tür auf!“ oder „Wo bleibt mein Futter?“. Zu den Erregungslauten zählt ein energisches „Krrr!“ (wenn sie Angst hat) oder ein Fauchen „Ch-Ch-Krrr!“ (wenn sie kämpft, mit gekrauster Nase) bis zu einem schrillen Kreischen. Mit einem Knurren werden Gegner gewarnt.

Die Körpersprache – die Körperhaltung und ihre Bedeutung

Mit hoch aufgerichtetem Schwanz und erhobenem Kopf kommt die Mieze zur Begrüßung auf dich zu. Wenn sie die Augen zudrückt und mit dem Kopf an deinen Beinen oder deinem Kopf reibt, sagt sie dir, dass sie schmusen möchte. Beim Reiben markiert sie dich gleichzeitig mit Duftsstoffen aus ihren Gesichtsdrüsen seitlich an den Wangen. Diesen für uns Menschen nicht wahrnehmbaren Geruch liebt jede Katze, er entspannt sie. Daher markiert sie alle geliebten Zweibeiner und vertraute Gegenstände mit ihren Gesichtpheromonen.

Sind Miezes Ohrmuscheln nach vorn gestellt, ist sie aufmerksam oder gespannt. Nach hinten gedrehte Ohrmuscheln hingegen weisen in Kombination mit breit gefächerten Schnurrhaaren und kleinen Pupillen auf einen drohenden Angriff hin. Sind die Ohren gar nach hinten eingeknickt und seitlich herabgezogen, die Schnurrhaare angelegt und die Augen zu Schlitzen verengt, ist dies ein Zeichen für Abwehrbereitschaft, Angst oder Fluchtbereitschaft.

Ein hin- und herpeitschender Schwanz verrät immer äußerste Erregung. Ein plötzlich hochpeitschender Schwanz hingegen geht direkt einem Angriff voraus. Sträuben sich Miezes Haare am ganzen Körper, zeigt sie damit Angst. Stellen sich nur die Rücken- und Schwanzhaare auf, bedeutet das Angriffsbereitschaft.

Ist ihr Gegenüber zu aufdringlich, wird deine Katze ihren Kopf heben und sich gleichzeitig nach hinten bewegen. Mit halb geschlossenen Augen und leicht zur Seite gedrehten Ohren zeigt Mieze, dass sie genießt. Gespitzte Ohren und weit geöffnete Augen sind eine Spielaufforderung.

Sag’s mit den Augen

Nicht allein mit ihrer Körpersprache, auch mit ihrem Blick teilt deine Katze dir vieles mit. So verraten verengte Pupillen Spannung, erhöhtes Interesse oder auch eine aggressive Drohung. Erweiterte Pupillen weisen auf Überraschung, Angst und Abwehrbereitschaft der Katze hin.

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