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Katzenwelpen haben zunächst spitze kleine Milchzähne, die sie beim Spielen gerne an Geschwistern oder auch an uns testen. Besonders in der Zeit des Zahnwechsels vom dritten bis zum sechsten Lebensmonat ist nichts vor den spitzen Beißerchen sicher. Gesunde Kaumaterialien können das Kätzchen während des unangenehmen Zahnwechsels unterstützen. Erwachsene Katzen verfügen über 30 Zähne, als Scherengebiss angeordnet, perfekt zum Ergreifen, Festhalten, Töten und Verzehren der Beute geeignet. Schon jetzt ist eine regelmäßige Kontrolle des Gebisses wichtig, damit keine Zahnprobleme entstehen. Wichtig ist die richtige Zahnpflege vom Welpenalter an.
Mit Zahnstein fängt’s an
Rund 75% aller Samtpfoten haben dennoch Probleme mit Zähnen oder Zahnfleisch. Zuallererst ist es Zahnstein, der zu Mundgeruch, Zahnfleischentzündung oder rückbildung führt. Speisereste setzen sich am Zahn ab – Plaque entsteht und mit ihr ein idealer Nährboden für Keime. Mineralien im Speichel der Katze verhärten Plaque zu Zahnstein, das Zahnfleisch entzündet sich in der Folge. Die Entzündung schwächt den Zahnhalteapparat und lässt das Zahnfleisch zurückgehen: Der Zahn verliert seinen festen Sitz und damit seine optimale Funktion. Auch ist bei Katzen eine spezielle Form der Karies bekannt, die sogenannte FORL.
Zahnfleischentzündung schadet nicht nur der Zahngesundheit
Neben bei der autoimmun bedingten oder durch bestimmte Viren hervorgerufenen Zahnfleischentzündung sind es aber am häufigsten Plaque und Bakterien, die eine Zahnfleischentzündung hervorrufen. Die wanderlustigen Bakterien beschränken sich dabei nicht immer auf Mund und Zähne, sie gefährden also nicht nur die Zahngesundheit: Sie können sich über den Blutkreislauf im gesamten Körper verbreiten und massive Probleme verursachen, bis hin zu Entzündungen in Herz, Leber und Nieren. Wenn du also bei deiner Fellnase starken Mundgeruch, vermehrten oder blutigen Speichel oder braune, feste Zahnbeläge entdeckst, oder bemerkst, dass sie nicht frisst, oder Trockenfutter plötzlich verweigert, hilft nur der Gang zum Tierarzt. Hier werden die Beläge bei einer professionellen Zahnreinigung unter Narkose entfernt, um die Zahngesundheit zu erhalten und weitere Zahnprobleme zu verhindern.
Trockenfutter und Zähneputzen zur Zahnpflege bei Katzen
Trockenfutter kann Zahnbelag deutlich besser vorbeugen als Feuchtfutter. Da die knusprigen Brocken der Trockennahrung von der Katze zerknackt werden, findet eine mechanische Reinigung der Zähne statt. Abgelagerte Plaque wird vom Gebiss abgerieben. Hinzu kommt ein Massageeffekt des Zahnfleischs: Durchblutung und Elastizität des Zahnfleischs werden so optimal unterstützt. Das Argument „sie frisst ja immer gut“ ist noch kein Beweis für gute Zahngesundheit, da Katzen sehr tapfer sein können. Umgekehrt ist das Verweigern von festem Trockenfutter aber meist ein Zeichen dafür, dass Mieze bereits Schmerzen hat. Die wohl beste Möglichkeit, die Zähne von Katzen wirkungsvoll vor Zahnstein zu schützen ist das tägliche Zähneputzen mit der Zahnbürste und speziell hergestellter Zahnpasta mit Hühnchengeschmack. Leider lassen sich diese Zahnpflege die wenigsten Stubentiger gefallen. Daher ist eine Alternative die Gabe von Trockenfutter, hier stehen auch spezielle Zahnpflege-Trockenfutter zur Verfügung, um Zahnstein vorzubeugen. Durch die Gabe von Trockenfutter unterstützt du auch den Aufbau eines starken Gebisses deiner Katze, da die Kaumuskulatur sich mit Trockennahrung besser entwickelt als mit Nassfutter.
Wichtiger Hinweis
Die Ratgeber-Inhalte können einen Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen. Diese Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden. Bei Erkrankungen von Tieren und Verwendung von Medikamenten sollte ein Tierarzt konsultiert werden.