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Damit sich kleine Stubentiger ungestört entwickeln können, sollten zweibeinige Katzeneltern den wichtigsten Kinderkrankheiten ihrer Schützlinge frühzeitig zu Leibe rücken.
Warum ist eine Wurmkur jetzt schon notwendig? Ganz einfach: Bereits in den ersten Lebenstagen infizieren sich Katzenwelpen mit Spulwürmern. Das infizierte Muttertier überträgt die Wurmlarven mit der Milch auf ihre Jungen. Über die Speiseröhre gelangen die Larven in den Welpendarm. Dort werden sie geschlechtsreif und produzieren Wurmeier, die mit dem Katzenkot ausgeschieden werden. Hakenwürmer sind ebenfalls häufig bei Jungkatzen anzutreffen. Ihre Eier werden von infizierten Tieren mit dem Kot ausgeschieden. In der Außenwelt entwickeln sie sich zu Larven, die sich durch die Haut in den Körper ihres Wirtes bohren. Werden die Kitten nicht frühzeitig gegen diese Parasiten behandelt, verkümmern die Jungkatzen, bekommen den typischen aufgetriebenen „Wurmbauch“, ein struppiges Fell und wässrigen bis blutigen Durchfall. Bei ausgewachsenen Katzen kommt es dagegen nur selten zu klinischen Erscheinungen.
Wurmkur als Schutz für Mensch und Katzen
Der Infektionsgefahr für Tier und Mensch kann durch ein tierärztlich kontrolliertes Entwurmungsprogramm vorgebeugt werden. Es sollte bereits die trächtige Katze auf Wurmbefall untersucht und gegebenenfalls eine Wurmkur verabreicht werden. Da im Gewebe abgekapselte Wurmlarven durch die Behandlung nicht erreicht werden können, müssen Welpen und Mutterkatze etwa 14 Tage nach der Geburt erneut mit der Wurmkur in regelmäßigen Abständen bis zur Wurmfreiheit behandelt werden. Im Gegensatz zu früher, wo man auf Tabletten oder Wurmpaste angewiesen war, ist es heute wesentlich einfacher, Katzen zu entwurmen. Mithilfe von Spot-On-Präparaten können auch Laien diese notwendige Behandlung durchführen.
Wurmfreie Kätzchen verfügen über ein unbelastetes Immunsystem – und damit über die Voraussetzung dafür, ihnen im Alter von etwa acht Wochen die Erstimpfung gegen Infektionskrankheiten wie Katzenseuche, Katzenschnupfen zu verabreichen. Etwa vier Wochen später sollte die Folgeimpfung stattfinden, dann kann eventuell auch die Impfung gegen Tollwut und Leukose erfolgen. Der Tierarzt kann dich genau beraten, welche Impfungen für dein Kätzchen sinnvoll sind.
Andere Parasiten
Neben Würmern kann auch vielen anderen Parasiten wie Flöhen, Milben, Ohrmilben oder Zecken heute mit Spot-On-Mitteln vorgebeugt werden. „Spot-On“, also das Auftragen des Wirkstoffs auf die Haut, ist viel wirksamer als Wirkstoffhalsbänder. Denn ein Halsband birgt trotz der vorgeschriebenen Sollbruchstelle immer die Gefahr der Verletzung. Zudem bekommt der Besitzer beim Streicheln seines Tieres nichts vom Wirkstoff ab. Häufig stört auch der Eigengeruch der Wirkstoffhalsbänder die empfindliche Nase des Kätzchens und des Besitzers.
Trotz aller Vorsorge sollte dein Kätzchen besonders in der ersten Zeit und im Erwachsenenalter mindestens einmal im Jahr gründlich vom Tierarzt durchgecheckt werden. Er kann schnell erkennen, ob ein Parasitenbefall oder eine andere Erkrankung vorliegt und kennt die optimale Behandlungsmethode.
Wichtiger Hinweis
Die Ratgeber-Inhalte können einen Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen. Diese Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden. Bei Erkrankungen von Tieren und Verwendung von Medikamenten sollte ein Tierarzt konsultiert werden.
