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Meerschweinchen sind keine Einzelgänger: Ihrer Natur entspricht es, in kleinen Gruppen gesellig zusammenzuleben. Einzelhaltung bedeutet für die putzmunteren, geselligen Tiere alles andere als eine artgerechte Haltung. Aber wer passt zu wem? Wir geben dir Infos, ob du Männchen oder Weibchen, Pärchen oder Gruppe halten solltest.
Männer-WGs ohne Frauen funktionieren prima
Zwei Böckchen können ein richtig gutes Team sein. Zumindest solange kein Weibchen in der Nähe ist, um das sich die unkastrierten Männchen streiten könnten. Ohne ein weibliches Meerli werden aber vor allem zwei oder mehrere männliche Jungtiere nicht ernsthaft kämpfen, vor allem, wenn sie aus demselben Wurf sind. So eine Männer-WG funktioniert in der Regel prima.
Gemischte Gruppen sind schwierig
Schwieriger wird es, wenn du eine gemischte Gruppe halten möchtest. Die Haltung von Männchen und Weibchen in einem Käfig bedeutet nicht nur, dass es vermutlich sehr schnell Junge gibt, sondern auch, dass Ärger vorprogrammiert ist. Besser funktioniert es, wenn du nur einen Bock (kastriert, wenn du keinen Nachwuchs willst), dafür aber mehrere Weibchen hast. In freier Wildbahn besteht eine Sippe übrigens aus einem Bock und mehreren Weibchen und Jungtieren. Deshalb müssen die Böckchen logischerweise untereinander eine Rangordnung ausmachen, wenn sie gemeinsam in einer Gruppe leben. Auch Weibchen unter sich haben eine Rangordnung, die erst einmal ausgefochten werden muss. Dann aber klappt das Zusammenleben meistens gut.
Ein Pärchen verträgt sich
Wenn du nichts gegen Nachwuchs im Käfig hast, kannst du auch ein Pärchen halten. Männchen und Weibchen, das funktioniert gut. Wenn du nicht möchtest, dass deine Meerlis Junge bekommen, muss das männliche Tier bei dieser Kombination rechtzeitig kastriert worden sein. Allein halten solltest du dein Meerli wie gesagt nicht. Du brauchst dir aber auch keine Sorgen zu machen, dass mehrere Tiere dir gegenüber nicht so zutraulich werden. Bei guter Pflege und Zuwendung bauen sie einen tollen Bezug zu dir auf!
Platz ist wichtig
Wichtig ist es, dass deine Meerschweinchensippe genügend Platz hat, sonst ist Streit vorprogrammiert. Am einfachsten klappt die Integration, wenn die Tiere von klein auf aneinander gewöhnt sind und schon gemeinsam ihr Zuhause beziehen. Aber auch neue zukünftige Partner können sich gut aneinander gewöhnen. Gestalte die erste Begegnung so, dass du dabei bist. Doch dann solltest du dich dezent zurückhalten und nur bei massiven Streitereien eingreifen. Bei der Kontaktaufnahme kann es manchmal hoch hergehen – es wird gefiept und gerangelt, manchmal kann das auch nach schlimmen Kämpfen aussehen. Nach der ersten Aufregung gewöhnen sich die Meerschweinchen aneinander und bauen eine Beziehung zueinander auf. Das braucht einfach seine Zeit, die wir Menschen den Tieren auch lassen sollten.