Die Maine Coon im Porträt: der „sanfte Riese“ unter den Katzen

Sie ist groß, intelligent, apportiert gerne und ist dazu noch sehr anhänglich – diese Eigenschaften brachten der Maine Coon schon früh den Titel „Hundkatze“ ein. Sie arbeitet auch gerne mit ihren Pfoten und fischt die Nahrung damit aus dem Napf, um sie dann vom Boden zu futtern. „Coonies“, wie ihre Fans sie liebevoll nennen, sind echte Spätzünder und erst im Alter von etwa vier Jahren ausgewachsen. Ihre „dollen fünf Minuten“ legen sie aber auch als erwachsene Katze nicht ab. Dann muss sich die Maine Coon austoben können, und es ist ratsam, ihr dafür einen stabilen, großen Kratzbaum oder Freigang zu bieten. Die Maine Coon gehört zu den größten und schwersten Hauskatzen der Welt. Deshalb muss nicht nur ihr Kratzbaum, sondern auch das Katzenklo entsprechend groß sein.

Die Maine Coon im Porträt: Herkunft und Aussehen dieser Katze

War es Kapitän Coon, der mit seiner wilden Schiffskatze für die Entstehung dieser Rasse sorgte? Oder züchtete die französische Königin, Marie Antoinette, sich die kuschelige Katze aus Freude an langhaarigen, flauschigen Tieren? Ist die Maine Coon gar die – biologisch unmögliche – Kreuzung aus Wildkatze und Waschbär? Die Herkunft der Maine Coon ist sagenumwoben. Coon leitet sich zwar vom Englischen „racoon“ für Waschbär ab, aber vermutlich hat sich diese nordamerikanische Rasse eher an die kalten und harten Bedingungen der Wälder Neuenglands angepasst und so ihr Aussehen erlangt. 1985 wurde die Katze vom US-Staat Maine zur „Staatskatze“ erklärt und wird seit längerer Zeit planmäßig gezüchtet. Maine Coons sind mittelschwere Halblanghaarkatzen mit buschigem Schwanz und kommen in fast allen Farben und Zeichnungen vor. Ein ausgewachsener Maine-Coon-Kater kann über 12 kg schwer und von der Nase bis zur Schwanzspitze 120 cm lang werden.

Die Maine Coon im Porträt: Charakter und Besonderheiten dieser Katze

Wegen ihrer Größe und ihres milden Wesens nennt man diese Katze auch „sanfter Riese“. Maine Coons sind talentierte und fleißige Jäger, die viel Bewegung brauchen. Mit ihrem langen, dichten, wetterfesten Fell trotzen sie Kälte, Wind und Regen. Eine überheizte Dachgeschosswohnung wird damit jedoch für sie unerträglich. Das lange Fell braucht jedoch auch viel Pflege, an regelmäßiges Bürsten sollte die Katze von klein auf gewöhnt werden. Dabei darf man auch die „Schneeschuhe“, ihre Haarpuschel an den Pfoten, nicht vernachlässigen. Die Maine Coon braucht Beschäftigung und Gesellschaft von Artgenossen und Menschen, und wenn ihr etwas fehlt, macht sich diese Katze mit ihrem dünnen, aber durchdringenden Stimmchen bemerkbar. Maine-Coon-Katzen gelten als sehr robust und können bis zu 20 Jahre alt werden. Aufgrund ihrer enormen Größe ist diese Katze jedoch anfällig für Gelenk- und Herzprobleme, weshalb Übergewicht unbedingt vermieden werden sollte. Eine erhöhte Krankheitsdisposition besteht für polyzystische Nierendegeneration (PKD) und hypertrophe Kardiomyopathie (HCM). Die gesündesten Maine-Coon-Rassekatzen bekommt man bei seriösen Züchtern, über die die Maine Coon Interessengemeinschaft informiert.

Steckbrief Maine Coon

  • Rasse: Maine Coon
  • Herkunft: USA
  • Schulterhöhe: bis 40 cm
  • Gewicht: Kater: 5,5–9 kg, Katzen: 4–5 kg
  • Körperbau: robust, mittelschwer, groß bis sehr groß, muskulös, lang gestreckt, breiter Brustkorb
  • Augen: groß, rund, grün, gold oder kupferfarben
  • Fell: in allen Farben zulässig, vor allem an Bauch und Hinterlauf lang und mit weicher, feiner Unterwolle, neigt kaum zum Verfilzen
  • Fellpflege: regelmäßiges Kämmen oder Bürsten, Pfotenpflege nicht vergessen
  • Typ und Charakter: sanft, ruhig, gesellig, verspielt, jagdfreudig, intelligent, anhänglich
  • Haltung: braucht viel Platz und Bewegung, verträgt keine Hitze, ein großer, stabiler Kratzbaum und eine große Katzentoilette sollten zur Verfügung stehen, aufgrund der Neigung zu Nieren-, Gelenk- und Herzproblemen nur bei seriösen Züchtern kaufen und auf das Gewicht achten
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