Der Dackel – kleiner, flinker Hund im Rasseporträt

Wenn der Dackel „dackelt“, dann stolziert er erhobenen Hauptes mit seinen kurzen Beinchen und geradem Rücken durch die Welt. Seinem legendären Dackelblick kann keiner widerstehen, und so mancher ist deshalb schon auf den kleinen Hund reingefallen, der es faustdick hinter den Schlappohren hat. Selbstüberschätzung und Eigensinnigkeit zeichnen zwar sein Rasseporträt aus, aber man kann ihm einfach nie böse sein. Der Teckel, wie ihn der Jäger nennt, braucht aber unbedingt eine sehr konsequente Erziehung.

Perfekter Hund für den Bau: Herkunft und Aussehen des Dackels

Der Dackel gehört zur Gruppe der Dachshunde und ist eine Rasse aus Deutschland. Gezüchtet wurde er für die Fuchs- oder Dachsjagd, bei der ihm seine kurzen Beine zum Stöbern im Bau sehr dienlich sind. Durch seine lange, standhafte Rute ist er im hohen Gras gut sichtbar, und seine großen Ohren schützen sein Gehör wie ein Deckel, wenn er in Erdlöchern stöbert. Das Fell des Dachshundes ist einfarbig, mehrfarbig oder gestromt und kommt als Kurz-, Lang- oder Rauhaar vor. Als Frettchenersatz wurden auch besonders kleine, maximal 3,5 kg schwere Kaninchenteckel gezüchtet. Bei Teckeln wird die Größe nicht als Widerristhöhe angegeben, die für alle drei Arten und alle Farbschläge zwischen 17 und 27 cm liegt, sondern als Brustumfang. Kaninchenteckel dürfen bis 30 cm, Zwergteckel bis 35 cm, und Normalteckel müssen mehr als 35 cm Brustumfang haben. Dackel werden im Schnitt 15 Jahre alt und wiegen je nach Größe 3 bis 9 kg.

Hund mit starkem Ego: Charakter und Talente des Dackels

Wer sich ohne Scheu mit einem Fuchs anlegt, braucht schon eine große Portion Selbstbewusstsein. Für den Job als Stöberer sind Sturheit, Trotz und Beharrlichkeit ebenfalls wertvolle Eigenschaften im Rasseporträt der Dachshunde. Auch ihre Respektlosigkeit vor größeren Artgenossen passt als Wesenszug zu ihrer Jagdtradition. Teckel sind zwar klein, haben dafür aber eine „große Klappe“, kläffen gerne und zeigen sich mitunter recht angriffslustig. In Kombination mit ihrem natürlichen Misstrauen sind das gute Eigenschaften für einen Wachhund. Mit einer konsequenten Erziehung ist der Dackel ein zuverlässiger Jagdgebrauchshund oder treuer Begleiter. Schleppleine und Geschirr erleichtern den Unterricht mit dem umtriebigen Stöberer.

Kein Hund für große Sprünge: Gesundheit und Pflege des Dackels

Das Dackelfell muss regelmäßig gekämmt und gebürstet werden, je nach Fellstruktur mit weichen oder harten Borsten. Wegen seiner Vorliebe für Bauten und Unterholz sollte man ihn nach jedem Ausflug nach Zecken absuchen. Eine Zeckenzange, Fellkamm und Bürste gehören daher in jedes Dackel-Pflegeset. Aufgrund seines Körperbaus leidet der kleine Kerl besonders, wenn er zu dick wird, und sollte auf Figur gehalten werden. Große oder hohe Sprünge sollte man beim Dackel vermeiden, da diese seinem empfindlichen Knochenbau schaden. Dachshunde neigen zur sogenannten Dackellähmung, einem Bandscheibenvorfall, der zu unerträglichen Schmerzen für das Tier führen kann. Für den Agility-Sport ist der Teckel damit zwar nicht geeignet, aber Fährtensuche ist eine wunderbare Beschäftigung für ihn.

Steckbrief Dackel

  • Rasse: Dachshund/Dackel/Teckel
  • Herkunft: Deutschland
  • Gruppe: Dachshunde
  • Fell: Lang-, Kurz- oder Rauhaar, einfarbig, mehrfarbig oder gestromt
  • Größe: 17 – 27 cm
  • Gewicht: 3 – 9 Kg
  • Lebenserwartung: ca. 15 Jahre
  • Eigenschaften: eigensinnig, selbstbewusst, furchtlos, misstrauisch, wachsam
  • Verwendung: Jagdgebrauchshund, Begleithund
  • Gesundheit: Anlage zur Dackellähmung, Diabetes, Übergewicht
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