Umzug ohne Katzenjammer – stressfrei mit der Katze ins neue Zuhause

Die Katze ist per se keine Freundin von Veränderungen – schon gar nicht von so bahnbrechenden wie einem Umzug. Sensibel, wie sie ist, kann die Samtpfote bereits ein umgestellter Sessel gehörig irritieren – wie ist es dann erst mit einer Umsiedlung in eine ganz neue Umgebung? Ein paar Tricks helfen, deine Mieze mit so wenig Stress wie möglich an euer neues Zuhause zu gewöhnen.

Sensibel und umsichtig schon beim Packen

Die Vorbereitungen eines behutsamen Transfers beginnen schon Wochen vor dem Umzugstermin – und ganz praktisch: Wenn in Kisten und Kartons verstaut wird, was nicht mehr ständig gebraucht wird, sind Katzen gern dabei und beobachten das Geschehen aufmerksam. Offene Schränke und Kisten ziehen sie dabei magisch an. Da heißt es, höllisch aufzupassen, die Fellnase nicht versehentlich mit einzupacken oder einzusperren! Wachsende Kistenberge und sich auflösende Einrichtungen in der Wohnung finden die Stubentiger zwar oft spannend, manche Katze aber macht dieser Trubel jedoch unsicher und nervös. Da ist liebevolle Zuwendung und Beruhigung gefragt!

Sanfter Umzug: erst ausquartieren, dann eingewöhnen

Ideal ist es, die Katze in der besonders turbulenten Phase des Packens bei Freunden oder Verwandten unterzubringen, die sie schon kennt. Es bietet sich an, deine Katze auch erst dann zu holen, wenn der größte Auspacktrubel im neuen Heim vorbei ist. Ist dies nicht möglich, solltest du am Umzugstag dafür sorgen, dass deine Katze vom Umzug so wenig wie möglich mitbekommt. Am besten ist sie beim Umzug in einem Raum aufgehoben, aus dem nichts mehr abgebaut und ausgeräumt werden muss. Ideal hierfür ist das Badezimmer. Hier sollte sie ihr Lieblingskörbchen vorfinden, dazu ein wenig Futter, Wasser und natürlich ihre Toilette.

Gewohntes in der neuen Umgebung bieten

Den Umzug selbst sollte deine Katze mit dir zusammen erleben, denn das gibt ihr Sicherheit. In der neuen Wohnung angekommen, ist sie wieder zunächst im Badezimmer samt vertrauten Gegenständen am besten aufgehoben. Bitte nutze einen Umzug nicht dazu, deiner Samtpfote ein neues Körbchen, neue Decken, Näpfe und eine neue Toilette zu gönnen. Das verunsichert sie zusätzlich. Besser ist es, wenn sie in der Eingewöhnung altbekannte Dinge vorfindet.

Angekommen: Katze auf Erkundungstour

Deine Katze muss in der neuen Umgebung erst alle Gerüche und Geräusche kennenlernen, um sich wirklich zu Hause zu fühlen. Gib ihr dafür ein wenig Zeit. Freigänger sollten zunächst zwei Wochen im Haus gehalten werden. Die ersten Außenerkundungen macht ihr vielleicht sogar gemeinsam? Wenn sie es duldet, kannst du Mieze am Katzengeschirr führen und mit ihr nach dem Umzug gefahrlos ihr neues Revier erkunden. Geht sie nach einer Weile allein nach draußen, sollte sie anfangs immer nur bei der Heimkehr gefüttert werden. In der ersten Zeit empfiehlt sich auch ein dehnbares Halsband mit Adressanhänger, falls sie den Weg doch einmal nicht zurückfindet. Wenn du mehr als eine Katze hast, musst du mit wesentlich weniger Anlaufschwierigkeiten rechnen, denn fast immer erobern sie ihr neues Zuhause im Team schneller.

Checkliste für den Umzug

  • Bei tätowierten und gechipten Katzen Adressänderung an das Tierregister melden (www.tasso.net oder www.tierregistrierung.de )
  • In Miezes „alten“ Raum gehören: Wasser- und Futternäpfe, Katzenklo mit frischem Katzenstreu, Transportkorb, Schlafkorb mit Lieblingskissen, Kratzbaum
  • Im neuen Zuhause Wasser- und Futternäpfe, Kratzbaum, Spielzeug und Schlafkorb mit Lieblingskissen bereitstellen
  • Die Katze vor dem Umzug allmählich an den Transportkorb gewöhnen.
    Jeden Umzugskarton checken, bevor er geschlossen wird. Katzen verstecken sich gern darin
  • Am Umzugstag nichts oder nur sehr wenig füttern, denn Stress schlägt Katzen auf den Magen
  • Auch im großen Trubel beim Umzug immer wieder Streichelpausen einlegen.
    In den ersten Tagen nach dem Umzug sollte die Fellnase so wenig wie möglich allein sein

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