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Das Schlafbedürfnis einer Katze hängt von ihrem Alter, ihrem Gesundheitszustand, ihrer sexuellen Stimmungslage, ihrem Mageninhalt, dem Terminplan ihrer Mitbewohner und auch vom Wetter ab. Trübe Tage werden von den Samtpfoten gerne verschlafen, alte und besonders junge Katzen schlafen mehr als andere, ein knurrender Magen ist der beste Wecker, und wer soll in den Schlaf finden, wenn draußen gerade zur Fortpflanzung gerufen wird? Die Katze ist in ihrem Schlafrhythmus sehr anpassungsfähig und wird sich hüten, die kostbare Spielzeit mit ihrem Besitzer ständig zu verpennen. Lieber nutzt sie die Zeit seiner Abwesenheit für ein ungestörtes Nickerchen. Katzen widmen zwei Drittel ihres Tages dem Schlaf. Das tun sie auf ganz besondere Weise und vor allen Dingen aus gutem Grund.
Das Schlafbedürfnis: Träume sind für Katzen die beste Energiequelle
Katzen sind Jäger, und das ist ein sehr anstrengender Job, der viel Energie kostet. Auf Beute lauern, dabei mögliche Feinde im Auge behalten, stets fluchtbereit, das Revier im Blick und dabei immer im Startblock für die Jagd nach dem flinken Mäuschen. Davon und von all den anderen Reizen und Erlebnissen muss sich die Katze im Schlaf erholen. Sie schläft rund 15 von 24 möglichen Stunden täglich, und dabei verarbeitet ihr Gehirn sämtliche Abenteuer, um offen für neue zu sein. Auch ein voller Magen tobt nicht gern, weshalb sich die Stubentiger gerne für ein Verdauungsschläfchen zurückziehen. Katzen schlafen nicht, weil es nichts im Fernsehen gibt, sondern jeder Schlaf ist für die Schnurrnasen eine wichtige Phase der Regeneration, die man möglichst nicht stören sollte. Man verpasst sonst womöglich das Schönste an ihren Träumen, und das ist das Erwachen der Mieze mit einem satten Gähnen, planmäßigen Dehnungsübungen und hingebungsvoller Fellpflege.
Die Schlafphasen: Beobachte mal das Verhalten deiner Katze im Schlaf
Ihre Pfötchen scheinen zu tanzen, die ganze Katze zuckt, die Tasthaare flirren, sie murmelt regelrecht und unter dem Lid scheint sich der Augapfel zu kugeln vor lauter Lachen. Das ist die Tiefschlafphase der Katze, der Schlaf mit den schnellen Augenbewegungen oder auch Rapid-Eye-Movement, kurz REM. Die Muskeln sind entspannt, und bis auf das Gehirn arbeitet der Körper im Stand-by-Modus. Dieser tiefe Schlaf dauert nur sechs bis acht Minuten, und Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Katze so wie der Mensch in diesem Tiefschlaf träumt. Eingeläutet werden die süßen Träume der Katze vom langsamen Schlaf, der etwa eine halbe Stunde dauert und dem Tiefschlaf vorausgeht. Die Mieze bewegt sich zwar nicht, aber ihre Muskeln sind während des leichten Schlafs weiterhin angespannt, und sie nimmt ihre Umgebung teilweise wahr. Aus dieser Schlafphase kann sie sehr leicht erwachen und ist sofort Herr der Lage. Beide Schlafphasen wechseln sich immer wieder ab, bis der Hunger oder dein Wecker die Katze aus dem Traumland holt.