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Du warst dabei, als er in der Wurfkiste die Augen geöffnet hat, hast sein erstes Geschäft auf der Wiese mit ihm gefeiert, kennst seine Lieblingsleckerli, und du hast geweint, als der Tierarzt ihm die Scherbe aus der Pfote ziehen musste. Klar, dass du euch eine lange und gesunde gemeinsame Zukunft wünschst. Hunde werden im Durchschnitt 10 bis 16 Jahre alt, das hängt von ihrer Rasse, ihrer Größe, ihrer Haltung und Gesunderhaltung ab. Grundsätzlich sagt man, dass kleine Rassen, Mischlinge, kastrierte Hunde, Hunde in ländlichen Umgebungen und schlanke Fellnasen die höhere Lebenserwartung haben. Vor allem aber werden die Hunde besonders alt, die für ihr gesundes Leben nicht nur tolles Futter, Bewegung und Beschäftigung bekommen, sondern auch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt und zu Hause.
So bleibt dein Hund gesund: regelmäßiger Vorsorge-Check für zu Hause
Zum Impfen musst du zwar regelmäßig zum Tierarzt, aber zwischen diesen Terminen kannst du selbst den Heim-Check machen, sodass du Veränderungen schnell erkennst und darauf reagieren kannst. Gewicht, Fell und Fressverhalten, Kot, Geruch und Aktivität sind immer Maßstäbe für das Wohlbefinden deiner Fellnase. Am besten machst du parallel zur Fellpflege diese monatliche Vorsorgeuntersuchung. Dazu gehören das Wiegen, die Kontrolle von Fell, Haut, Ohren, Augen, Zähnen und Atem. Das Innere der Ohren sollte zartrosa, geruchsfrei und sauber sein, das Augenweiß klar, der innere Augenwinkel sauber, und die Pupillen sollten normal groß und lichtempfindlich sein. Beim Druck auf das rosa Zahnfleisch sollte nur für einen kurzen Moment ein weißer Fingerabdruck entstehen. Zahnstein, weicher und verfärbter Belag oder übel riechender Atem sind Alarmzeichen. Schließlich solltest du deinen Hund überall – auch rund um den Kopf – untersuchen und nach auffälligen Beulen, Krusten, Schnittwunden, Fremdkörpern oder kahlen Stellen abtasten.
Ab wann und wie oft sollte ein Hund zur Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt?
Ein Welpe muss ab der 8. Woche sowieso zur Grundimmunisierung, wobei dein Tierarzt den Hund auch gleich gründlich untersuchen wird. Aber auch danach sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig und geben dir Sicherheit. Besonders krankheitsanfällig werden Hunde im „Seniorenalter“, das bei sehr großen Rassen ab dem 7. und bei kleineren Hunden ab dem 9. Lebensjahr beginnt. Schon ein bis zwei Jahre vorher solltest du mit dem Hund regelmäßig zum Gesundheitscheck gehen. Herzerkrankungen, orthopädische Probleme oder Stoffwechselstörungen können im Vorsorge-Check erkannt und früh behandelt werden. Eine rassetypische Hüftgelenkdysplasie kann der Tierarzt schon ab dem 12. bis 18. Monat durch eine HD-Untersuchung (Röntgen) erkennen und frühzeitig eine Therapie einleiten. Auch die Patellaluxation, eine Fehlstellung des Knies bei kleinen Rassen, kann bei Früherkennung gut behandelt werden. Am besten verbindest du den regelmäßigen Impftermin mit der Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt, um Krankheiten zu vermeiden und vorzubeugen.
Wichtiger Hinweis
Die Ratgeber-Inhalte können einen Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen. Diese Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden. Bei Erkrankungen von Tieren und Verwendung von Medikamenten sollte ein Tierarzt konsultiert werden.