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So erkennen Sie Flöhe und Milben bei Ihrem Hund - und handeln richtig!

 

Flöhe und Grasmilben beißen, kratzen, jucken, saugen und können Allergien auslösen. Durch das Zerbeißen von Flöhen kann sich der Hund mit Bandwürmern infizieren und dann den Menschen anstecken. Die rund drei Millimeter winzigen Blutsauger haben eine enorme Sprungkraft und vermehren sich rasant: Bis zu 20 Eier legen Flöhe am Tag. Sitzen nur zehn Flöhe auf Ihrem Hund, haben es sich vielleicht schon rund 200 weitere Flöhe pro Tag in Teppichen, Hundekörbchen, Polstern und Textilien gemütlich gemacht. Dort können sie sechs Monate ohne Blutmahlzeit überleben. Die Grasmilbe überträgt zwar keine Krankheiten, ist aber unangenehm für Ihren Hund und Sie. Sie sucht sich versteckte, warme, dünne Hautpartien aus und sorgt für lästigen Juckreiz. Es ist daher wichtig, einem Floh- oder Grasmilbenbefall vorzubeugen sowie im akuten Fall schnell und gezielt zu handeln. 

 

Fakten und Informationen rund um das Thema "Flöhe" für Sie zusammenfasst: 

Dem großen Krabbeln auf der Spur: Flöhe und Grasmilben beim Hund erkennen

 

Nicht immer ist es einfach, einen Floh- oder Grasmilbenbefall festzustellen. Nicht jeder Hund mit Flöhen bzw. Grasmilben kratzt sich auch intensiv. Bei geringem Befall kann es sein, dass er die ungebetenen Quälgeister gar nicht bemerkt. Um herauszufinden, ob Ihr Hund Flöhe hat, hilft Ihnen der Test mit Flohkamm und feuchtem hellen Tuch. Dazu kämmen Sie das Fell an mehreren Stellen, am besten entgegen der Wuchsrichtung, und klopfen anschließend den Kamm auf dem Tuch aus. Wenn Sie nun den Inhalt des Flohkamms im feuchten Tuch zerreiben, würde sich bei einem Flohbefall der Kot der Flöhe rostbraun färben. 

 

Die Larven der Grasmilbe sind zwar nur etwa 0,3 Millimeter groß, fallen aber durch ihren orangeroten Körper direkt ins Auge. Wenn Sie Ihren Hund über einem weißen Tuch bürsten, entgehen sie Ihnen sicher nicht. Grasmilben treten frühestens ab März auf und sitzen – wie ihr Name es bereits verrät – gern im Gras. Legen Sie im Sommer ein helles Tuch auf die Wiese, versammeln sich dort schnell die Grasmilben für ein Sonnenbad.

 

Vorhang zu im Flohzirkus: So entfernen Sie Flöhen und Grasmilben bei Ihrem Hund effektiv

 

Ein Flohhalsband beugt einem Flohbefall vor, hilft aber nicht im akuten Fall. Sobald ein schwacher Befall auf dem Tier sichtbar ist, ist bereits ein massiver Umgebungsbefall vorhanden. Nur ein geringer Teil der Flöhe sitzt zum Blutsaugen auf dem Tier. Um den Befall wirksam zu bekämpfen, reicht es nicht, diesen nur mit einem Spot-on-Präparat am Tier zu behandeln, da die Gefahr besteht, dass die Flöhe dann auf den Menschen ausweichen. Hier ist ein hochwirksames Präparat vom Tierarzt die einzige Lösung. Bei Flohbefall ist immer ein Besuch beim Tierarzt ratsam, um dort wirksame Mittel gegen die Parasiten zu erhalten. 

Wichtig ist in jedem Fall auch, dass Sie die Flöhe aus Ihrem Zuhause verbannen. Dabei hilft nur, alle Decken bzw. Körbchen (soweit möglich) zu waschen, ordentlich staubzusaugen, feucht zu wischen und alle Stellen, an denen sich Ihr Hund gerne aufhält, anschließend mit einem wirksamen Umgebungsspray zu behandeln. Nach der Flohkur ist eine Wurmkur unabdingbar, da die kleinen Blutsauger Bandwürmer übertragen können. Auch gegen Grasmilben hat der Tierarzt wirksame Mittel zum Einreiben oder Shampoos, mit denen Sie Ihren Hund beim Baden einschäumen. 

Alle anderen Haustiere müssen natürlich auch ihrer Art entsprechend von Parasiten befreit werden. Es gibt für jedes Tier das passende Präparat. Am besten ist eine regelmäßige Prophylaxe, dann bleiben Ihnen die Flöhe erspart.

 

Fakten und Informationen rund um das Thema "Grasmilben" für Sie zusammenfasst: 

Checkliste Flöhe

 

Erkennen: 

  • schwarzer Flohkot
  • Juckreiz, gereizte/entzündete Haut
  • Flohkamm auf feuchtem Tuch ausklopfen, bei Flohbefall zeigen sich rostbraune Tupfen 

Behandeln: 

  • Schwacher Befall: Spot-on-Präparat, Flohhalsband, Wurmkur, Spray für den Haushalt
  • Starker Befall: Präparat vom Tierarzt (auch für alle anderen Haustiere), Wurmkur, Spray für den Haushalt

Vorbeugen: 

  • Flohhalsband oder Spot-on-Präparate
  • achtsame Fellpflege 

 

Checkliste Grasmilben

 

Erkennen: 

  • Juckreiz, gereizte Haut (vor allem in den Pfotenzwischenräumen und Ohren sowie an Gelenken und verdeckten Körperstellen), Haarausfall
  • Hund zum Bürsten auf ein weißes Tuch stellen; zeigen sich orangerote Pünktchen, handelt es sich um Milben 

Behandeln: 

  • Schwacher Befall : Präparate zum Einreiben oder Shampoos aus dem Fachhandel oder vom Tierarzt
  • Starker Befall: Präparate zum Einreiben oder Einnehmen vom Tierarzt 

Vorbeugen: 

  • Rasen im eigenen Garten kurz halten, häufig mähen 
  • öffentliche Wiesen und Äcker in der Erntezeit meiden 
  • Hygiene im Haus verstärken, häufig staubsaugen, Wohntextilien reinigen 
  • älteren oder geschwächten Hunde vorbeugende Medikamente vom Tierarzt verabreichen