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Krankheiten beim Kaninchen: Frühes Erkennen ist Trumpf

Ein agiles, putzmunteres Kaninchen mit glänzenden Augen und schimmerndem Fell ist eine wahre Freude. Damit dein Hoppler gesund und munter bleibt, solltest du dir jeden Tag ein wenig Zeit nehmen und einen kleinen Gesundheits-Check durchführen. So können Kaninchenkrankheiten eher erkannt und in den Griff bekommen werden – und dein Tier bleibt länger fit und gesund. Frühes Erkennen ist Trumpf, lautet hier die Devise.

Kaninchenverhalten richtig „lesen“ lernen

Kaninchenkrankheiten können meist eher festgestellt werden, wenn du ein genaues Auge auf deine Tiere hast. Wenn du Futter gibst, beobachte das Verhalten deiner Lieblinge: Kommen sie freudig angehoppelt? Schmeckt es ihnen, fressen sie wie immer und machen einen munteren Eindruck? Achtung ist geboten, wenn dir einer deiner Hoppler lethargisch vorkommt oder nicht einmal auf Leckerchen Appetit hat. Auch, wenn er sich krümmt oder lahmt, musst du sofort zum Tierarzt. Auch ein Gewichtsverlust ist ein Alarmzeichen. Achte vor allem bei älteren Langohren genau auf das äußere Erscheinungsbild. Um sicherzugehen, dass dein Tierchen nicht abgenommen hat, solltest du es alle acht Tage wiegen.

Durchfall beim Kaninchen: eine ernste Angelegenheit

Ist das Fell glänzend und gepflegt? Prima, das ist ein gutes Zeichen. Ein struppiges sowie glanzloses Haarkleid und kahle oder verkrustete Stellen beim Kaninchen deuten auf Pilze oder Hautparasiten hin. Es kann aber auch eine Stoffwechselstörung dahinterstecken. Prüfe täglich, ob dein Kaninchen einen sauberen Po hat. Ist dieser feucht und verklebt, hat das Tier Durchfall. Dieser ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da Verdauungsstörungen beim Kaninchen stets eine ernste Angelegenheit sind. Gehe unbedingt zum Tierarzt und lass dein Kaninchen untersuchen. Tritt Durchfall häufiger auf, muss mittels Kotuntersuchung geklärt werden, ob Kokzidien oder Würmer die Auslöser sind. Achte daher immer auf die Hinterlassenschaften im Käfig – die Köttel sollten immer gleich groß, trocken und rundlich sein.

Die Sache mit den Beißerchen

Ganz wichtig für Kaninchen sind gesunde Zähne. Mache regelmäßig den Check, indem du die Lippen deines Tieres sachte auseinanderziehst und die Vorderzähne anschaust: Sie müssen beim Kaninchen gerade sein, ohne Schrägabrieb und nicht aneinander vorbeiwachsen. Ist dies nicht der Fall, muss das Langohr sofort in Behandlung, weil es sonst sehr schnell nicht mehr fressen kann. Auch, wenn dein Liebling stärker als sonst sabbert, könnte ein Zahnproblem dahinterstecken.

Augen sollen glänzend sein

Achte stets auch auf die Augen. Verklebte, trübe Augen beim Kaninchen zeigen eine Erkrankung an. Sind sie klar und glänzend, ist alles okay. Ein trockenes Näschen, das darauf hindeutet, dass das Tier keinen Schnupfen hat, und saubere Ohren sind ein gutes Zeichen. Durch den täglichen Check weißt du besser, wie es deinem Tierchen geht – und Kaninchenkrankheiten können so im Optimalfall vermieden werden.

Wichtiger Hinweis

Die Ratgeber-Inhalte können einen Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen. Diese Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden. Bei Erkrankungen von Tieren und Verwendung von Medikamenten sollte ein Tierarzt konsultiert werden.