Berger Blanc Suisse: Der Weiße Schäferhund im Rasseporträt

Berger Blanc Suisse: Der Weiße Schäferhund im Rasseporträt

Der Weiße Schäferhund ist nicht nur wegen seiner Farbe eine helle Freude. Er hat einen freundlichen Charakter, lernt schnell und ist wissbegierig. In seiner Heimat setzt man ihn als Lawinensuchhund ein, denn auch seine Nase ist hervorragend. Der Berger Blanc Suisse hält sein Rudel gerne zusammen, und die Bindung zu seinen Menschen ist schon nahezu magnetisch. Trotz des weißen Fells ist diese Rasse pflegeleicht. Gute Erziehung, sinnvolle Beschäftigung und viel Bewegung machen den Weißen Schäferhund zu einem großartigen Begleit- und Gebrauchshund.

Herkunft und Aussehen des Weißen Schäferhunds

Der Berger Blanc Suisse ist muskulös, kräftig, mit mäßig langem Rücken und leicht abfallender Kruppe. Er hat markante Stehohren, eine lang gestreckte Schnauze und weißes Stock- oder Langstockhaar mit Unterwolle. Rüden werden bei bis zu 40 kg Gewicht 60 bis 66 cm groß. Für Hirten waren diese Hunde ein Segen, da sie in der Dunkelheit gut von Wölfen zu unterscheiden waren. Ende des 19. Jahrhunderts begann in Deutschland die Zucht der hellen Herdenhüter. Ab 1933 galt das Weiß jedoch als Fehlfarbe und Garant für Gendefekte. In den USA und Kanada blieb man der Rasse treu, sodass in den 70er-Jahren endlich die Weißen Schäferhunde zurück nach Europa kamen und die Zucht in der Schweiz aufgenommen wurde. Die endgültige Anerkennung des Berger Blanc Suisse erfolgte erst im Juli 2011 durch die FCI.

Wesen und Charakter: freundlicher Begleithund und Arbeitstier

Der Weiße Schäferhund ist ein ausgeglichener, selbstsicherer und nervenstarker Vierbeiner. Er ist weder ängstlich noch aggressiv, begegnet Fremden jedoch zunächst mit gebührender Zurückhaltung. Seine Intelligenz und Lernfreudigkeit machen ihn zum perfekten Partner für fast alle Hundesportarten. Und auch als Gebrauchshund leistet er gute Arbeit. Er wird als Rettungshund, Blindenführhund, Wach- oder Schutzhund eingesetzt. Der Weiße Schäferhund ist sehr vielseitig, aber als Sofakissen völlig ungeeignet. Er braucht viel Bewegung, sinnvolle Beschäftigung, und das alles am liebsten im Team mit seinen Menschen.

Pflege und Gesundheit: weniger aufwendig, als man denkt

Das weiße Fell des Berger Blanc Suisse ist trotz der reichlichen Unterwolle relativ pflegeleicht. Wenn es regelmäßig gebürstet wird, bleibt es gut in Schuss, und nur während des Fellwechsels ist tägliches Auskämmen angesagt. Ansonsten kommt diese strahlende Fellnase mit der üblichen Pflege großer Hunderassen aus. Augen, Ohren und Gebiss brauchen dabei besonders viel Aufmerksamkeit, da sie anfällig für Entzündungen sind. Ähnlich wie sein dunkler Verwandter aus Deutschland sind die Gelenke des Weißen Schäferhunds durch schnelles Wachstum, Gewicht und Größe stark beansprucht. Hüft- oder Ellbogendysplasien (HD, ED) können auch bei dieser Rasse auftreten. Seriöse Züchter geben über eine mögliche Veranlagung Auskunft, bzw. sie setzen Tiere mit dieser Veranlagung nicht zur Zucht ein.

Steckbrief  Weißer Schäferhund

  • Rasse: Berger Blanc Suisse (Weißer Schäferhund)
  • Herkunft: Schweiz
  • Gruppe: Hütehunde und Treibhunde
  • Größe: Rüde 60−66 cm, Hündin 55−61 cm
  • Gewicht: Rüde 30−40 kg, Hündin 25−35 kg
  • Fell und Farbe: weißes Stock- oder Langstockhaar mit kräftiger Unterwolle
  • Besondere Kennzeichen: weißes Fell, Stehohren, mittelgroß, muskulös, gestreckt, leicht abfallende Kruppe, Statur des Deutschen Schäferhunds
  • Fellpflege: kaum aufwendig trotz der hellen Farbe, regelmäßiges Bürsten, im Fellwechsel täglich
  • Wesen und Charakter: bei sinnvoller Beschäftigung und artgerechter Haltung ausgeglichen, nervenstark, selbstsicher, unbefangen und gutmütig
  • Verwendung: Begleit- und Gebrauchshund
  • Gesundheit: Neigung zu Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie (HD, ED), Ohrenentzündungen sowie Hornhautentzündungen des Auges
  • Lebenserwartung: 10−14 Jahre