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Scharfsichtig und hellhörig: der Wellensittich

In freier Wildbahn ist es für Wellensittiche überlebenswichtig, mit ihren Sinnen die Umwelt genau wahrzunehmen. Sehen, Hören, Tasten, Schmecken, Riechen – welche dieser fünf Sinne setzen die kleinen, bunten Frohnaturen besonders ein, um Feinde rechtzeitig zu erkennen und ihr geselliges Leben nach ihren Bedürfnissen gestalten zu können?

Augen zum Neidischwerden

Das wichtigste Sinnesorgan der Wellensittiche ist zweifelsfrei das Auge. Wellensittiche können sehr gut sehen. Ihre Augen liegen seitlich, wodurch ihr Blickfeld deutlich größer ist als bei uns Menschen. Sogar rückwärtige Bewegungen können registriert und damit auch von hinten kommende Feinde frühzeitig erkannt werden. Ähnlich wie ein Zoomobjektiv können Wellensittichaugen Gegenstände sowohl im Nah- als auch im Fernbereich scharf stellen. Die munteren kleinen Kerle haben gleichsam ein extremes Zeitlupenauge und können so jede Bewegung des Feindes erkennen. Wellensittiche können mit beiden Augen kombiniert, aber auch mit jedem Auge unabhängig sehen.

Das Wellensittichauge verarbeitet fast 150 Bilder pro Sekunde, das menschliche Auge nur ungefähr 15 bis 20. So kann dein gefiederter Freund auch im Flug Dinge erkennen. Mit Neonlicht hat der Wellensittich große Probleme, es hat einen Flackereffekt, den dein Auge nicht registriert, der Wellensittich aber kommt sich wie unter einer Lichtorgel vor. Mit einem Vorschaltgerät kann man das Flackern ausschalten.

Anders als wir Menschen können Wellensittiche außer blauem, rotem und grünem Licht auch noch ultraviolettes Licht wahrnehmen. Mithilfe von UV-Licht kann der Vogel beispielsweise bei Früchten den Reifegrad besser beurteilen, und manche Schimmelpilze besitzen im UV-Bereich andere Farben und fallen so besser auf. Das wichtige UV-Licht wird durch Fensterglas aus dem normalen Sonnenlicht herausgefiltert. Vögel, die nur in der Wohnung gehalten werden, benötigen somit eine Spezialbeleuchtung (Tageslichtröhre, UV-Vogellampe o.Ä.), die das komplette Spektrum des Sonnenlichts wiedergibt.

Differenziertes Hören

Wellensittiche hören auch sehr gut, dies ist extrem wichtig, denn Gesänge und Rufe sind lebenswichtig für sie. Der Hörbereich (etwa 40 bis 14.000 Hertz) ist etwas niedriger als der des Menschen. Bestimmte Tonfolgen, wie etwa ein Kreischen, können deine kleinen Freunde allerdings deutlich differenzierter wahrnehmen als du selbst.

Vibrationssinn schützt vor Feinden

Ein stark ausgeprägter Tastsinn, eine Art Vibrationssinn, warnt Wellensittiche durch Sinneszellen an den Füßen vor Gefahr und lässt sie flüchten. Dem Weibchen nützen sie, denn sie spüren die Bewegung ihrer Brut, und auch bei der Nahrungssuche am Boden bemerken sie durch Vibrationen ihre Feinde. Wegen dieses empfindlichen Warnsystems solltest du deinen kleinen Spaßvogel unbedingt selbst vor schwachen Erschütterungen bewahren. Der sofort einsetzende Fluchtreflex kann in einem Käfig zu schweren Verletzungen führen.

Wellensittiche erkennen geschmackliche Unterschiede, jedoch nicht so differenziert wie wir Menschen. So lieben Wellensittiche alles, was salzig ist, aber auch Süßes wird gerne genommen. Du solltest grundsätzlich vermeiden, dass sie vom Tisch mitessen. Der Geruchsinn der bunten Vögel ist eher schwach ausgeprägt.