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Physiotherapie für Hunde: So läuft eine Behandlung ab

Aus der Humanmedizin längst nicht mehr wegzudenken, klingt Tierphysiotherapie noch immer etwas exotisch. Doch fest steht: Ist die Beweglichkeit des Bewegungsapparats gestört, profitieren Tiere im selben Maße von den fachkundigen Händen eines Physiotherapeuten.

Die Patienten einer Tierphysiotherapiepraxis

Vier Patientengruppen sind Stammgäste in der Tierphysiotherapiepraxis: Haustiere nach bestimmten Operationen; solche mit einer Störung im Bewegungsapparat, die konservativ behandelt (also nicht operiert) wird; Senioren mit Altersbeschwerden und Vierbeiner, die Muskulatur aufbauen oder Gewicht verlieren sollen. 

In den Top Ten der Operationen am Hund rangiert der Kreuzbandriss weit vorne auf Platz vier. Nach einer Kreuzbandoperation arbeiten Physiotherapeuten daran, dass die Tiere wieder ein physiologisches Gangbild entwickeln und am operierten Bein nicht dauerhaft Muskulatur verlieren. Das ist wichtig, weil sonst Folgeerkrankungen durch Fehlhaltungen drohen. 

Wenn ein Kreuzbandriss nicht operiert werden kann – etwa weil der Hund zu alt ist oder ein anderes Narkoserisiko trägt – ordnet der Tierarzt eine temporäre Ruhigstellung an und sorgt für Schmerzlinderung. Eine Physiotherapie im Anschluss stellt die Beweglichkeit und Muskulatur des Tieres wieder her. So können Operationen vermieden werden. 

Kommen unsere Haustiere in die Jahre, zwickt und zwackt es wie bei uns. Bei Erkrankungen wie Arthrose oder Spondylose kann die Physiotherapie neue Lebensqualität schenken und in vielen Fällen die Schmerzmedikation reduzieren. Verspannungen werden gelöst und Gelenke gelockert – dann macht die Gassirunde wieder Spaß. 

Tieren mit dauerhaften Handicaps – also solchen, die Rollwagen oder Orthesen tragen – helfen Tierphysios bei der Eingewöhnung. Für sportlich geführte Hunde erstellen sie einen Trainingsplan, der Dehnübungen und Schonzeiten berücksichtigt. Und zu guter Letzt: Viele unserer geliebten Fellnasen haben zu viel Speck auf den Rippen, im Unterwasserlaufband der Physiotherapiepraxis können sie ihn gelenkschonend verlieren.

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Der Physiotherapeut

Tierphysiotherapeut ist bisher weder ein gesetzlich geregelter Ausbildungsberuf noch ein geschützter Titel. Seriöse Therapeuten erkennen Sie daran, dass sie Ihnen ihre Methoden genau erklären. Oft ist es der Tierarzt, der nach einem Kreuzbandriss oder Bandscheibenvorfall eine Physiotherapie empfiehlt. Ein guter Therapeut arbeitet gern mit Ihrem Tierarzt zusammen und erfragt im Vorfeld dessen Diagnose.

Der Ablauf einer Physiotherapie für Hunde

Beim ersten Termin nimmt der Physiotherapeut Ihren Liebling genau unter die Lupe. Untersucht werden Gelenke und Muskeln, die Körperhaltung, das Gangbild und neurologische Reaktionen. Auch die Krankengeschichte wird ausführlich besprochen. Aus den gesammelten Befunddaten wird ein Therapieplan erstellt, der in der Regel zehn bis zwölf Behandlungen mit je 30 bis 60 Minuten umfasst.  

Die aktive Mitarbeit Ihres Hundes ist unerlässlich, daher geschieht nichts, was unangenehm oder beängstigend sein könnte. Die meisten Tiere genießen es, im Mittelpunkt zu stehen. Aber auch Sie als Halter werden aktiv eingebunden: mit Hausaufgaben und Tipps für den Alltag. Falls Sie eine Tierkrankenversicherung haben, erkundigen Sie sich – oft werden die Behandlungskosten übernommen.

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Die Methoden der Physiotherapie für Hunde

Die Art der Behandlung hängt immer von der Erkrankung ab. Zum Einsatz kommen manuelle Therapien wie Massagen, passives Bewegen und Dehnungen. Auf Wackelbrettern und Wobble-Kissen wird die Tiefenmuskulatur trainiert, mit Cavaletti-Stangen und Slalom das Gangbild geschult und am Stepper werden die Hinterbeine gekräftigt. Mit der entsprechenden Leckerli-Motivation finden viele Hunde schnell Gefallen daran. Sehr effektiv ist das Unterwasserlaufband. Ihr Hund läuft hier in meist hüfthohem Wasser, wobei Geschwindigkeit, Steigung und Gefälle verändert werden, um verschiedene Trainingssituationen zu simulieren. Durch den Auftrieb werden die Gelenke entlastet, und 

das Anlaufen gegen den Wasserwiderstand macht dieses Training sehr effektiv. Auch Methoden wie Magnetfeldtherapie, Lasertherapie, Elektrotherapie, Akupunktur oder therapeutischer Ultraschall können zum Einsatz kommen.

Physiotherapie bei Katzen
  • Die zweitgrößte Patientengruppe nach Hunden sind Katzen. Das Unterwasserlaufband ist nicht unbedingt ihre Lieblingsdisziplin, aber sonst kommen dieselben Methoden zum Einsatz. Häufig werden durch das Kippfenstersyndrom verursachte Lähmungen behandelt. Hoher Schnurr-Faktor: Viele Katzen haben eine ausgeprägte Schwäche für die Magnetfeldtherapie.
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