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Wie viel Fleisch braucht gute Hunde- oder Katzennahrung?

Ein hoher Fleischanteil allein ist kein Qualitätsmerkmal für Hunde- oder Katzennahrung. Was zählt, ist vielmehr der richtige Nährstoffmix und die Verdaulichkeit des Futters.

Hunde- oder Katzenbesitzern liegen Gesundheit und Wohlergehen ihres Vierbeiners besonders am Herzen. Daher möchten sie natürlich die richtige Tiernahrung kaufen, um ihr Haustier bestmöglich zu versorgen. Viele Hunde- und Katzenbesitzer achten deshalb beim Kauf von Feucht- oder Trockennahrung auf den Fleischanteil, der auf der Verpackung angegeben ist. Denn ein möglichst großer Fleischanteil gilt häufig als das entscheidende Qualitätsmerkmal. Was auf den ersten Blick so klar und einfach scheint, ist auf den zweiten Blick deutlich komplizierter.

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Denn Hunde und Katzen benötigen Nährstoffe (wie Aminosäuren und Vitamine), nicht bestimmte Zutaten (wie z.B. Fleisch). Wesentlich aussagekräftiger als das Werben mit einem bestimmten Fleischanteil oder einer Fleischsorte, ist daher die Angabe der im Futter enthaltenen Nährstoffmengen. Hunde und Katzen brauchen je nach Alter, Größe, Rasse, Aktivität und Lebensweise ein bestimmtes  Nährstoffprofil in ihrer Nahrung. „Das bedeutet, eine Katze oder ein Hund hat einen bestimmten Bedarf an Proteinen, Mineralstoffen oder Vitaminen – und nicht einen Bedarf an Fleisch“, erläutert die Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik, Dr. Claudia Rade. Für jeden Nährstoff gibt es verschiedene Lieferanten – mal tierische, mal pflanzliche. Diese lassen sich unterschiedlich kombinieren, um das ideale Nährstoffprofil einer Nahrung möglichst genau zu treffen.

Fleisch ist ein hochwertiger Inhaltsstoff für Hunde- und Katzennahrung, aber die Angabe einer bestimmten Fleischmenge allein ist kein Garant für ein qualitativ hochwertiges Futter. Wichtig ist hingegen, dass die benötigten Nährstoffe in der richtigen Menge und Kombination in der Nahrung enthalten sind. Muskelfleisch zum Beispiel ist eine sehr gute Eiweißquelle. Es deckt jedoch nicht den gesamten Ernährungsbedarf von Hunden und Katzen und eignet sich somit nicht als alleiniges Futter. Der Bedarf eines Hundes oder einer Katze wird am besten durch einen Mix verschiedener Zutaten – tierisch und pflanzlich – gedeckt. Pflanzliche Inhaltsstoffe können dabei ebenso hochwertige Nährstofflieferanten sein. 

Eine reine Fleischfütterung würde sogar mehr schaden als nutzen, weil die Ausgewogenheit fehlt: Von manchen Nährstoffen bekommen die Tiere zu viel, von anderen aber zu wenig. Zwar sind Katzen Fleischfresser, auch Karnivoren genannt, und Hunde stammen vom fleischfressenden Wolf ab. Aber: Selbst Wildkatzen und Wölfe fressen nicht nur Fleisch, sondern das ganze Beutetier – mit Haut und Haaren, Blut, Knochen, Organen und Mageninhalt. 

Vegetarische Ernährung für Hund und Katze?

Auch wenn Fleisch pur als Alleinfutter nicht empfehlenswert ist, bietet es Haushunden und -katzen lebenswichtige Nährstoffe, darunter hochwertige Proteine, Fette und Mineralstoffe. Vitamine sind vor allem in Innereien wie Leber enthalten. Gerade Katzen brauchen bestimmte Nährstoffe, die nur im Fleisch vorkommen. Beispiele dafür sind Arachidonsäure, die Aminosäuren Arginin und Taurin und die Vitamine A und B3. Eine rein vegetarische Ernährung der Katze ist daher nicht artgerecht und kann sogar lebensgefährlich für sie sein.

Anders als Katzen sind Hunde keine strikten Fleischfresser. Die Domestizierung und die Anpassung an das Nahrungsangebot des Menschen haben „den besten Freund des Menschen“ im Laufe der Jahrtausende zu einem „fleischorientierten“ Allesfresser gemacht. Bei vegetarischer oder veganer Ernährung von Hunden stellt sich zum einen die Frage nach der bedarfsgerechten Versorgung der Tiere. Zum anderen steht der Verdacht nahe, dass diese Ernährungsformen eher die Wünsche des Tierbesitzer als eine gesunde und artgerechte Ernährung von Hunden widerspiegelt. Der Deutsche Tierschutzbund spricht sich klar gegen eine rein vegane oder vegetarische Ernährung von tragenden und laktierenden Hündinnen sowie Welpen aus. Für die vegetarische Ernährung gesunder, erwachsener Hunde wird die wissenschaftliche Rationsüberprüfung durch einen auf Ernährung spezialisierten Tierarzt dringend empfohlen.

Eine vollwertige Ernährung von Hund und Katze verlangt einiges an Wissen über den Nährstoffbedarf des Vierbeiners. Wer auf der sicheren Seite sein will, greift zu einer ausgewogenen und hochwertigen Fertignahrung, die als „Alleinfutter“ ausgewiesen ist. So gekennzeichnete Produkte liefern alles, was Hund und Katze benötigen. Dabei braucht man sich um die Qualität des verarbeiteten Fleischs nicht zu sorgen: Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Fleisch für Heimtiernahrung ausschließlich von Tieren stammen darf, die für den menschlichen Verzehr gezüchtet und geschlachtet wurden. Für die Tiernahrung werden allerdings zum Teil tierische Zutaten verwendet, die menschliche Konsumenten nicht essen wollen – meist aus kulturellen Gründen – die sich aber sehr gut als hochwertige Zutat für Tiernahrung verwenden lassen.

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Worauf muss ich bei der Auswahl eines guten Hunde- oder Katzenfutters achten:
  • Die Nährstoffzusammensetzung muss den Bedarf des Heimtieres decken. 

  • Bei der Auswahl der Nahrung zählen nicht Fleischanteil und -sorte, sondern die Zusammensetzung. Sie sollte den Bedarf an z.B. Proteinen, Vitaminen, Mineralien und essenziellen Fettsäuren vollständig decken.

  • Der Nährstoffbedarf eines Hundes oder einer Katze wird am besten durch einen Mix verschiedener tierischer und pflanzlicher Zutaten im Futter gedeckt.

  • Die Wahl der Nahrung sollte Alter, Rasse, Gesundheitszustand und Lebensweise des Tieres entsprechen. Zum Beispiel brauchen Welpen andere Nahrung als ältere Tiere, körperlich aktive Tiere anderes Futter als Artgenossen, die sich hauptsächlich im Haus aufhalten. 

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