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Kleintiere vergesellschaften

Ist der Käfigfreund gestorben, so soll ein neuer Artgenosse für das Kaninchen oder Meerschweinchen her. So gelingt das Zusammenführen der neuen Partner.

Es ist immer traurig, wenn ein Haustier stirbt – doch wenn bei paarweise gehaltenen Kaninchen oder Meerschweinchen ein Partner geht, fehlt auch der Freund und dringend benötigte Sozialpartner. Das bedeutet: Ein neuer muss her! Doch wie klappt die Vergesellschaftung mit einem fremden Artgenossen? Auch wenn es für Meerschweinchen und Kaninchen kein Tinder oder Parship gibt, die Partnersuche im Internet ist vielversprechend. Auf den Seiten von Tierheimen findet man eine große Auswahl Kleintiere jeden Alters und Geschlechts. Praktisch: Tierheimmitarbeiter kennen die Persönlichkeiten und Vorlieben ihrer Schützlinge bereits. Denn nicht jeder Deckel passt auf jeden Topf. Weitere Vorteile: In der Regel sind die Tiere kastriert, und auf jeden Fall sind sie parasitenfrei.

Wer passt zusammen?

Wenn Sie privat eine Vermittlung organisieren, vereinbaren Sie unbedingt einen Gesundheitscheck beim Tierarzt, bevor Sie die Tiere zusammenbringen. Wer passt aber nun zu wem? Die größte Aussicht auf Harmonie besteht bei Kaninchen in der Regel, wenn Sie zwei männliche Kaninchen zusammen halten – jedoch nur, wenn es sich um zwei kastrierte Rammler handelt. Auch ein Weibchen und ein kastrierter Rammler kommen in der Regel gut miteinander aus. Natürlich ist die Harmonie auch eine Charakterfrage. Wenn Ihr Kaninchen eher dominant ist, achten Sie darauf, kein zweites dominantes Tier dazuzugesellen. Sonst stehen die Zeichen auf Streit. 

Meerschweinchen am besten paarweise halten

Große Altersunterschiede überfordern in der Regel den Senior. Bei den Meerschweinchen hat ein Böckchen in der Natur gewöhnlich einen Harem. Tiermediziner empfehlen daher die Haltung eines Kastraten mit mehreren Weibchen. Die Verbindung zweier Böckchen kann sich als wahres Pulverfass herausstellen, und wenn Sie bei Kaninchen Weibchen zusammen halten, zicken diese untereinander gern. Wenn Sie Meerschweinchen paarweise halten, ist daher auch der Geschlechtermix die aussichtsreichste Variante. Auch hier ist es von Vorteil, wenn die Tiere etwa gleichaltrig sind.

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Nager & Kleintiere richtig halten

Die meisten Nager bevorzugen große Gruppen. Der wegen seines seidenweichen Fells beliebte Chinchilla lebt in Gruppen von bis zu hundert Tieren. Die kluge und soziale Ratte fühlt sich im generationenübergreifenden Großfamilienverbund wohl. Auch der aus Chile kommende Degu, der ein Experte für Tunnelbau ist, lebt am liebsten im turbulenten Familienverband.

Hamster sind die einzigen Nager, die Sie einzeln halten sollten. Die nachtaktiven Einzelgänger sind in freier Wildbahn Fluchttiere, deren Überleben von einer gesunden Portion Misstrauen gegenüber Unbekanntem abhängt. Für Kinder ist der eingefleischte Single daher nicht gut geeignet.

Die richtigen Vorbereitungen treffen

Gestalten Sie einen neutralen Raum. Wählen Sie eine Stelle im Garten oder in der Wohnung, die Ihr Alttier nicht als sein Revier ansieht. Beide Tiere sollten sich nicht eingeengt fühlen. Daher benötigen sie einen Raum mit einer Größe von einem bis zwei Quadratmetern pro Tier. So können sie sich aus dem Weg gehen. In einem Auslauf halten Sie zusätzliche Gitter bereit, damit Sie die Tiere bei Bedarf voneinander trennen und sie sich durch die Gitter beobachten können, bis der Stress sich legt. Bauen Sie eine Versteckmöglichkeit pro Tier, etwa aus Pappkartons mit zwei Ausgängen (Fluchtweg), damit jedes Tier sich zurückziehen kann. Bereiten Sie zwei Futter- und zwei Trinkplätze vor.

Die erste Begegnung

Erschrecken Sie nicht, wenn es bei der ersten Begegnung heiß hergeht. Die Rangordnung muss geklärt werden. Die Tiere zeigen nun Imponiergehabe. Eingreifen müssen Sie, wenn die Rangelei in eine echte Beißerei übergeht. Dann trennen Sie die Tiere und greifen auf Ihr bereitstehendes Gitter zurück. Wenn die Tiere sich durch die Gitter beobachten, fressen und zur Ruhe gekommen sind, können Sie einen erneuten Anlauf starten. Kaninchen spritzen zur Klärung der Rangfolge übrigens gern mit Harn. Hier ist es von Vorteil, wenn Sie einen Garten haben oder Ihre Böden und Ihre Einrichtung dementsprechend schützen. Wichtig ist auch, dass Sie sich nicht stressen lassen, wenn die Vergesellschaftung nicht sofort klappt. Ihr Stresspegel überträgt sich auf die Tiere. Wenn die Rangeleien länger anhalten, gibt es einen Trick: Sorgen Sie für ein gemeinsames Abenteuer, indem Sie beide in eine Transportbox setzen, und machen Sie eine Spazierfahrt im Auto. Diese ungewohnte Erfahrung kann den Zusammenhalt fördern und teambildend wirken. Wichtig: Besorgen Sie sich am besten jemanden, der statt Ihrer das Auto fährt, damit Sie eingreifen und die Tiere notfalls trennen können. 

So erkennen Sie, dass die Zusammenführung geklappt hat: Ihre Tiere fressen gemeinsam, putzen sich gegenseitig und wirken entspannt. Bis es so weit ist, vergehen vermutlich vier bis zehn Tage. Bevor Sie die WG-Genossen nun in den gemeinsamen Käfig setzen, reinigen Sie das neue Zuhause gründlich, damit der Geruch Ihres Alttieres nicht dominiert.

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