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Meerschweinchen-Krankheiten: Erkrankungen vorbeugen und Symptome erkennen

Meerschweinchen sind gesellige und faszinierende Tiere, die bei entsprechender Beachtung und Beschäftigung eine innige Beziehung zu ihren Menschen aufbauen. Wer seine Meerschweinchen liebt, möchte natürlich, dass es ihnen gut geht und sie gesund und munter bleiben. Sie selbst können viel für die Gesundheit Ihrer Meerschweinchen tun: mit ausreichender Hygiene, einer artgerechten Unterbringung, Behandlung und Ernährung. Doch auch bei der besten Pflege können sich Meerschweinchen verletzen oder krank werden. Wichtig ist in diesem Fall, dass Sie die Erkrankung schnell bemerken und das kranke Tier im Zweifelsfall sofort einem Tierarzt vorstellen.

Als aufmerksamer Halter fällt Ihnen ein krankes Meerscheinchen vermutlich bald durch ein verändertes Verhalten oder sichtbare Krankheitssymptome auf.

Wie erkennen Sie Meerschweinchen-Krankheiten?

Genau wie wir Menschen und andere Tiere können Meerschweinchen Schnupfen und weitere Atemwegserkrankungen bekommen. Diese erkennen Sie daran, dass Ihr Tier niest, tränende Augen oder eine flache Atmung hat oder nicht frisst. Normalerweise müssen Sie Ihre Meerschweinchen nicht impfen. Es gibt aber bestimmte Impfungen wie die gegen Kaninchenschnupfen, die bei gefährdeten Tieren durchaus sinnvoll sein können. Denn aktuell gibt es in Deutschland keinen Impfstoff, der für Meerschweinchen zugelassen ist. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach eventuell für Ihre Tiere empfehlenswerte Impfungen. Sofern ein Meerschweinchen Durchfall hat, sehen Sie dies an seinen Ausscheidungen oder an klebrigen Kotresten im Fell.

Schmerzen aller Art können dazu führen, dass die Tiere sich auffallend zurückziehen oder apathisch werden. Bei Rangordnungskämpfen sind Verletzungen möglich, was Abszesse zur Folge haben kann, die sich in der Regel leicht ertasten lassen. Durch das stete Nachwachsen der Zähne können Verletzungen im Mundbereich auftreten, sofern die Zähne nicht genug Abrieb haben. Beobachten Sie Ihre Tiere immer aufmerksam, tasten Sie das Fell ab und achten Sie auf mögliche Krankheitsanzeichen.

Häufig auftretende Meerschweinchen-Krankheiten

Folgende Erkrankungen können beim Meerschweinchen auftreten:
  • Abszesse durch Verletzungen oder bei Operationsnarben, die im Fell zu ertasten sind.
  • Verletzungen und Abszesse durch zu geringen Abrieb der Zähne , die dadurch länger werden und Entzündungen in der Mundhöhle hervorrufen. Rohfaserreiches Futter und genügend Frischfutter hält die Zähne der Tiere gesund und führt zu ausreichend Abrieb beim Kauen der Nahrung. Auch Zahnfehlstellungen können Verletzungen hervorrufen, die dazu führen, dass die Meerschweinchen nur weiches Futter zu sich nehmen, sehr langsam fressen, an Gewicht verlieren oder das Futter ganz verweigern.
  • Tumore der Milchdrüse, der Schilddrüse oder der Gebärmutter, die durch eine Verdickung an den jeweiligen Stellen tastbar oder sichtbar sind. Ein symmetrischer Haarausfall deutet ebenfalls häufig auf einen Tumor/Störung einer Drüse mit Hormonfunktion hin.
  • Eierstockzysten bei Weibchen sind eine sehr häufige Krankheit bei nicht kastrierten Tieren. Typische Anzeichen sind eine Umfangsvermehrung im Bauchbereich und ein symmetrischer Haarausfall (wegen hormoneller Störung).
  • Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, die bei so kleinen Tieren unbehandelt schnell eine Lungenentzündung zur Folge haben können. Achten Sie darauf, dass Sie das Gehege der Tiere nicht der Zugluft aussetzen. Auch Stress, Vitaminmangel, Rauch oder eine feuchte Einstreu können Ursachen für Atemwegserkrankungen bei Meerschweinchen sein.
  • Augenentzündungen: Entzündungen können durch Verletzungen der Hornhaut, des Auges oder des Augenlids entstehen. Mögliche Ursachen hierfür sind Rangordnungskämpfe, spitze Einrichtungsgegenstände, Stroh oder Streu, die aufgespießt das Auge verletzen können. Geschwollene Augenlider, tränende Augen, Rötungen der Bindehaut oder verklebte Augen weisen meist auf eine virale oder bakterielle Infektion des Auges hin. Meerschweinchen sind zudem sehr zugempfindlich. Daher ist dies auch die häufigste Ursache einer Bindehautentzündung.
  • Auf einen Abszess, Zahnproblem oder Tumor deuten hervorstehende oder angeschwollene Augen hin.
  • Blasen- und Nierenerkrankungen, die sich durch ein vermehrtes Urinieren, eine gekrümmte Haltung und Schmerzenslaute beim Urinieren, blutigen oder schlecht riechenden Urin und häufiges Ablecken des Anogenitalbereichs äußern. Häufige Erkrankungen in diesem Bereich sind Blasen- oder Nierenentzündungen sowie Blasensteine.
  • Erkrankungen im Bereich des Fells durch Parasiten wie Milben, Pilze oder Haarlinge, die sich durch Fellverlust, starken Juckreiz, entzündete Haut, Schuppen, Krusten oder Verfilzungen erkennen lassen.
  • Magen-Darm-Erkrankungen wie Verstopfung oder Durchfall durch Störungen des Magen-Darm-Trakts. Durchfall macht sich durch breiigen oder flüssigen Kot bemerkbar, bei einer Verstopfung setzen die Tiere nur wenig oder gar keinen Kot ab. Krankheiten des Magen-Darm-Trakts können durch eine falsche Ernährung, eine Futterumstellung, aber auch durch Virusinfektionen, Bakterien, Parasiten oder Zahnprobleme hervorgerufen werden. Bei Erkrankungen in diesem Bereich ist der Bauch meist aufgetrieben und gebläht und die Tiere verweigern das Futter.

Meerschweinchen-Krankheiten vermeiden

Wie sich an den verschiedenen Meerschweinchen-Krankheiten zeigt, sind Sie als Halter stets gefordert, Ihre Nager gemäß ihren artspezifischen Bedürfnissen zu ernähren und zu pflegen. Beobachten Sie Ihre Tiere immer genau und scheuen Sie sich nicht, bei Auffälligkeiten gleich zum Tierarzt zu gehen. Bitte achten Sie bei der Aufstellung des Geheges auf einen durchzugsfreien Ort und denken Sie daran, die Tiere beim Auslauf im Freien nie der direkten Sonne auszusetzen, denn eine Überhitzung kann bei Meerschweinchen zu einem gefährlichen Hitzeschlag führen, der sofort in tierärztliche Behandlung gehört! Wenn Sie sich an diese Tipps halten, tun sie viel für die Gesundheit Ihrer Meerschweinchen und bieten ihnen ein möglichst sicheres Leben. Die possierlichen Tiere werden es Ihnen mit ihrem aufgeweckten Verhalten und einer engen Bindung zu Ihnen danken.

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