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Andere Länder – andere Sitten: Was Sie bei Reisen mit Hund beachten müssen

 

Mit dem geliebten Vierbeiner in Urlaub zu fahren wird immer beliebter. Allerdings müssen bei Reisen ins Ausland die jeweils gültigen Hundegesetze beachtet werden, denn sie gelten auch für Durchreisende und Touristen. Zudem sollten Sie sich genau informieren, wie und wohin Ihr Hund Sie am Urlaubsziel begleiten darf. Wollen Sie ihn gerne mit an den Strand nehmen? Planen Sie ausgiebige Wanderungen? Oder genießen Sie es, wenn Ihr Vierbeiner Sie beim Restaurantbesuch begleitet? Diese Wünsche sind in vielen Ländern nicht ohne weiteres umsetzbar und dann sollten Sie genau überlegen. Am Ende muss Ihr Vierbeiner seinen Urlaub in der Unterkunft verbringen und Sie sind deswegen vom schlechten Gewissen geplagt.

 
Grundsätzliches innerhalb der EU
 
Wer mit seinem Hund innerhalb der EU verreist, muss die „Verordnung 998/2003“ beachten. Diese besagt, dass Heimtiere eindeutig identifizierbar und deshalb mit einem Microchip (nach ISO-Norm 11784 oder 11785) gekennzeichnet sein müssen. Der Chip ist sei 4. Juli 2011 für Hunde, Katzen und Frettchen Pflicht. Ausgenommen sind Tiere, die vor diesem Datum bereits mit einer Tätowierung gekennzeichnet wurden. Der Halter muss außerdem den Heimtierausweis seines Lieblings mitführen. Dieser wird von einem Tierarzt ausgestellt und muss unter anderem eine gültige Tollwutimpfung (beziehungsweise eine Auffrischungsimpfung) bescheinigen.
 
Achtung: Welpen müssen bei der Erstimpfung mindestens drei Monate alt sein, und die Impfung wird erst dann als gültig bezeichnet, wenn sie mindestens 21 Tage zurückliegt. Nur Wiederholungsimpfungen sind unmittelbar gültig.

Zusätzlich zu dieser Verordnung gelten länderspezifische Vorschriften, die wir Ihnen im Folgenden für die Fressnapf-Länder vorstellen.

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Frankreich

 
In Frankreich dürfen Hunde grundsätzlich überall hin, allerdings müssen individuelle Einschränkungen beachtet werden. So können Geschäftsinhaber die Mitnahme der Tiere in ihre Gebäude untersagen. Außerdem entscheidet jede Stadt/Gemeinde selbst darüber, ob die Tiere an den Strand oder in den Park dürfen. Generell sind Hunde an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Einrichtungen an der Leine zu führen. Bestimmte Hunderassen sind bei den Franzosen allerdings unerwünscht: Für Tiere der ersten Kategorie gilt ein absolutes Einreiseverbot, die unerlaubte Mitnahme wird als Straftat bewertet. Somit müssen alle Hunde draußen bleiben, die nach ihren Merkmalen zu Pitbulls (unter anderem Staffordshire Terrier, American Staffordshire), Boerbulls (unter anderem Mastiff) und Tosa zugeordnet werden können und keine offizielle FCI-Ahnentafel haben. Das Verbot gilt auch für Mischlinge dieser Rassen. Besitzt der Hund einen offiziellen Stammbaum, wird er zur zweiten Kategorie der Kampfhunde gezählt und darf nach Frankreich mitgenommen werden. Ein großes Vergnügen ist der Aufenthalt mit so einem Hund aber trotzdem nicht, denn für ihn gilt grundsätzlich Leinen- und Maulkorbpflicht. Außerdem darf das Tier nur von Volljährigen ausgeführt werden und ist in Verkehrsmitteln und öffentliche Einrichtungen unerwünscht. Wichtig zu wissen: Auch Rottweiler werden in Frankreich zur zweiten Kampfhundkategorie gezählt.
 
Italien
 
Nach Italien können Besitzer von „Kampfschmusern“ ohne Probleme einreisen, die bis 2009 geltende Kampfhundverordnung wurde abgeschafft. Nur bei Tieren, die tatsächlich durch aggressives Verhalten auffallen, muss mit Sanktionen gerechnet werden. Kleine und mittelgroße Hunde müssen an Orten mit Publikumsverkehr an die Leine, große Hunde müssen zumindest in öffentlichen Verkehrsmitteln außerdem noch einen Maulkorb tragen. Tabu sind für die Tiere Krankenhäuser sowie Küchen und hygienisch sensible Orte. Bevor Sie Ihren Hund mitnehmen, sollten Sie allerdings in der jeweiligen Ortschaft nach den dortigen Regeln fragen. Denn Städten und Gemeinden dürfen individuelle Einschränkungen aussprechen. Vielerorts ist während der Sommermonate die Mitnahme der Hunde an den Strand verboten.
 
Polen
 
In Polen wird vor allem auf die Einhaltung der EU-Verordnung geachtet. Gesetzlichen Vorschriften, die die Mitnahme der Vierbeiner in Restaurants, Einkaufscenter und ähnliche Einrichtungen untersagen, gibt es nicht. Es wird aber nicht gerne gesehen, und die meisten Ladeninhaber verbieten es. In öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen Hunde (kostenpflichtig) mitfahren, müssen allerdings an die Leine und einen Maulkorb tragen. An öffentlichen Plätzen sollte der Hund ebenfalls an die Leine. An den meisten Stränden ist die Mitnahme der Vierbeiner erlaubt, allerdings dürfen sie meist nicht frei herumlaufen. Auch hier gilt: Fragen Sie im Zweifelsfall vor Ort nach den geltenden Regeln.

Ungarn
 
In Ungarn besteht auf öffentlich zugänglichen Plätzen Leinenzwang, in öffentlichen Verkehrsmitteln auch Maulkorbpflicht für Hunde. In Bus und Bahn dürfen sie kostenpflichtig mitfahren. Wer seinen Hund in ein Lokal mitnehmen möchte, sollte erst den Inhaber um Erlaubnis fragen. Die meisten tolerieren Hunde der Touristen zumindest auf der Terrasse und im Biergarten. In Geschäften sind Hunde grundsätzlich verboten. Ausnahme: die Fressnapf-Filialen. Ein Badeurlaub mit Hund ist zumindest in den besonders gut besuchten Touristenregionen kaum möglich, da vielerorts (zum Beispiel am Balaton/Plattensee, Velence-See und Tisza-tó/Theiss-See) die Hunde nicht in den See dürfen. Als gefährlich eingestufte Hunderassen (darunter Bullterrier, Pitbull, Amerikanischer Staffordshire, Staffordshire-Bullterrier, Bullmastif, Tosa-Inu, Argentinische Dogge, Bordeaux-Dogge, Fila Brasiliero und Bandog) sowie deren Mischlinge dürfen nicht nach Ungarn mitgenommen werden.
 
Schweiz
 
In der Schweiz dürfen Hunde frei herumlaufen, außer, es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Vierbeiner an der Leine zu führen ist. Das ist in der Regel in Restaurants, öffentlichen Verkehrsmitteln, Stadtzentren, entlang von Hauptstraßen und Fahrradwegen sowie in Naturschutzgebieten der Fall. In öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen Hunde in der Schweiz kostenpflichtig mitfahren – sofern sie sich benehmen und die anderen Fahrgäste nicht belästigen. Die Einfuhr von Hunden mit kupierten Ohren oder Ruten ist nur für Kurzaufenthalte (Ferien) erlaubt. Für Hunde der Rassetypenliste II, deren Halterin oder Halter keinen Wohnsitz in Zürich hat, gilt im öffentlich zugänglichen Raum ein Leinen- und Maulkorbzwang.

Irland
 
Wer seinen Hund mit nach Irland nehmen will, muss ihn kurz vor der Einreise gegen Bandwürmer behandeln und dies im Heimtierausweis eintragen lassen. Als gefährlich eingestufte Hunderassen wie Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Pitbull und Tosa sind in Irland inzwischen verboten. Als gefährlich eingestufte Tiere müssen grundsätzlich an der kurzen Leine und an öffentlichen Plätzen sogar mit Maulkorb geführt werden. Verstöße werden mit hohen Bußgeldern geahndet. In den meisten Parks herrscht für alle Hunde Leinenzwang. In öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen die Tiere nur in Transportboxen mitreisen.
 
Belgien
 
In Belgien besteht für Hunde allgemeine Leinenpflicht, Ausnahmen gelten nur für speziell gekennzeichnete Zonen. Die Mitnahme der Hunde in Restaurants oder Geschäfte ist verboten – außer ein Schild an der Tür weist darauf hin, dass Hunde willkommen sind. Des Weiteren wird erwartet, dass Hundehalter immer einen Kotbeutel mit sich führen, um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner wegzuräumen.
 
Dänemark
 
Seit 1. Juli 2010 sind Haltung, Zucht und Einfuhr von folgenden 13 Hunderassen und deren Mischlingen in Dänemark verboten: Pitbull-Terrier, Tosa Inu, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Amerikanische Bulldogge, Boerboel, Kangal, Zentralasiatischer Ovtcharka, Kaukasischer Ovtcharka, Südrussischer Ovtcharka, Tornjak und Sarplaninac – außer, die Hunde wurden vor dem 17. März 2010 angeschafft. Dies gilt jedoch nicht für Pitbull Terrier und Tosa Inu, die überhaupt nicht nach Dänemark eingeführt werden dürfen. Bei Bissverletzungen von Mensch und anderen Hunden gelten in Dänemark sehr strenge Gesetze, die zum 1. Juli 2014 etwas gelockert wurden. Hundebesitzer, deren Tier gebissen hat, können das Hinzuziehen eines Sachverständigen verlangen. Zudem wurde gesetzlich eine neue und präzise Definition einer Bissverletzung mit auftretenden psychischen Schäden verfasst. An den Stränden gilt vom 1. April bis 30. September und in den Wäldern ganzjährig Leinenpflicht. In Restaurants oder anderen Speiselokalen (also auch an Autobahnraststätten) herrscht aus hygienischen Gründen absolutes Hundeverbot. Nur Blindenhunde dürfen ihr Herrchen oder Frauchen begleiten.
 
Österreich
 
Die neun Bundesländer (Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Niederösterreich, Burgenland, Vorarlberg, Tirol und Wien) verfolgen bei der Hundepolitik jeweils einen eigenen Kurs. Zusätzlich stellen Städte und Gemeinden eigene Regeln hinsichtlich der Leinen- und Maulkorbpflicht auf. Das kann zu durchaus skurrilen Ergebnissen führen, beispielsweise wenn der Halter mit seinem Hund während einer längeren Wanderung mehrere Gemeindegrenzen passiert und seinem Hund deshalb mehrfach am Tag Leine oder Maulkorb anlegen und ablegen muss. Denn es wird erwartet, dass er alle Regelungen jeder einzelnen Gemeinde auf seinem Weg kennt und natürlich auch befolgt. Sicher ist nur: In Bus und Bahn gelten Maulkorb- und Leinenzwang immer.

Individuelle Informationen einholen
 
Bitte beachten Sie: Da die Vorgaben vor Ort stark variieren können, übernehmen wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben. Bitte holen Sie vor Ihrer Reise auf jeden Fall selbst eine verbindliche Auskunft zur geltenden Gesetzeslage vor Ort bei der zuständigen Behörde oder Botschaft ein.

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