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Wenn der Kater markiert – Revieransprüche und Stubenreinheit

Ein Pfützchen auf dem Boden, verräterische Flecken an den Möbeln und ein charakteristisch-unangenehmer Geruch: Ganz klar – der Kater hat sich auf männliches Gehabe besonnen und eine Markierung gesetzt. Das ist bei unkastrierten Tieren ein völlig natürliches Verhalten, kann das harmonische Zusammenleben zwischen Mensch und Tier in der Wohnung jedoch auf eine harte Probe stellen. Doch auch Katzen und Kätzchen setzen gelegentlich Urin dort ab, wo sie es nicht tun sollten. In den seltensten Fällen geschieht das, weil der Stubentiger seinen Menschen ärgern will.

Welche Funktion hat das Sprühen bei Katzen?

Wie bei den meisten Säugetieren spielt der Urin bei Samtpfoten eine wichtige Rolle bei der Kommunikation: Aus den enthaltenen Duftstoffen und Pheromonen können sie wichtige Informationen über den Artgenossen erschließen, der die Markierung hinterlassen hat. So gibt der Harn einer weiblichen Katze Aufschluss über deren Empfängnisbereitschaft; Kater nutzen den Urin zum Abstecken ihres eigenen Reviers und zur Warnung für unbefugte Konkurrenten. Dabei versprühen sie mit aufgestelltem Schwanz gezielt Flüssigkeit an geeignete Stellen – Mauern, Bäume oder eben auch den Wohnzimmerschrank. Auch unkastrierte Kätzinnen markieren gelegentlich. Beim Markieren handelt es sich um ein Phänomen, das Sie von allgemeiner Unsauberkeit unterscheiden müssen. Das demonstrative Urinieren in der Wohnung hat in der Regel andere Ursachen, aber grundsätzlich die selbe Funktion: Die Katze will Ihre Aufmerksamkeit erregen, Ihnen etwas mitteilen – oder einfach eine unmissverständliche Meinungsäußerung abgeben.

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Wie gewöhne ich meinem Kater das Markieren ab?

Wenn Kater oder Katze in der Wohnung markieren, also ganz gezielt Gegenstände ansprühen, ist das zumeist ein Zeichen für Verunsicherung. Würde die Katze sich in ihrem Revier sicher fühlen, müsste sie es nämlich nicht gegen andere Artgenossen oder Mitbewohner als solches deklarieren.

Gehen Sie der Sache auf den Grund:
  • Hat die Katze Artgenossen oder andere Haustiere als Mitbewohner, von denen sie gemobbt wird? Hat das Tier das Bedürfnis, sich sein eigenes, „sicheres“ Revier zu definieren?
  • Verschaffen sich womöglich fremde Katzen von draußen Zutritt? Muss die „einheimische“ Katze ihr Revier markieren, um ihre Ansprüche zu definieren?
  • Ist die Katze Freigänger, kann sich aber gegen die Nachbarskatzen nicht durchsetzen und markiert aus Trotz ihr eigenes Indoor-Revier?

Übrigens: Sensible Katzen können auch menschliche "Eindringlinge" als Revierrivalen betrachten. Hat das Tier es sich zur Gewohnheit gemacht, immer wieder an der selben Stelle zu markieren, versuchen Sie ihm die Stelle unattraktiv zu machen: Im Handel gibt es Fernhaltesprays, deren Geruch den Katzen nicht behagt. Sofern es sich bei Ihrem Kater nicht gerade um ein Zuchttier handelt, können Sie eine Kastration in Erwägung ziehen. Kastraten sprayen in der Regel nicht mehr. Es gibt allerdings seltene Fälle, in denen dieses erlernte Verhalten auch nach der Kastration ausgeübt wird.

Wie bekomme ich meine Katze stubenrein?

Katzen achten penibel auf ihre Toilettenhygiene. Selbst Freigängerkatzen nehmen Diskretion bei ihrem Geschäft sehr ernst und vergraben ihre Hinterlassenschaften. Dieses Verhalten geben sie von Generation zu Generation weiter: Schon kleine Kätzchen lernen von ihrer Mutter, wie man eine Katzentoilette benutzt, und verstehen auch in einer neuen Umgebung innerhalb kürzester Zeit, wo ihre Toilette ist und was damit zu tun ist. Wenn ein neues Kätzchen in Ihren Haushalt kommt, das erst noch lernen muss, wie es sein eigenes Katzenklo benutzt, benötigen Sie etwas Geduld: Setzen Sie den kleinen Tiger direkt nach dem Fressen oder Schlafen in die Katzentoilette und entfernen Sie die Hinterlassenschaften dort in der ersten Zeit nicht unmittelbar: So hat das Kätzchen die Möglichkeit, den Geruch und den dafür bestimmten Ort zu verknüpfen. Wenn das Kätzchen hingegen an „verbotenen“ Stellen in der Wohnung uriniert, muss der Duft an diesen Stellen sofort beseitigt werden, damit erst gar keine Verwechslungen aufkommen. Reinigungsalkohol oder Raumspray verdecken die Geruchssignale. Keinesfalls sollten Sie mit dem Tier schimpfen oder es bestrafen. Eine ältere, erfahrene Katze wird, gelungene Sozialisation vorausgesetzt, sehr schnell wissen, wie eine Katzentoilette zu benutzen ist. Verwenden Sie in der Anfangszeit am besten die vom Vorgängerhaushalt bekannte Katzenstreu.

Könnte die Unsauberkeit krankhaft sein?

Wenn Bächlein und Flecken relativ plötzlich und vermehrt auftreten und die Katze zuvor vorbildlich stubenrein war, liegt der Verdacht auf eine Erkrankung der Harnblase, der Niere oder eine Inkontinenz nahe. Die Katze schafft es nicht mehr rechtzeitig, das Katzenklo aufzusuchen und erleichtert sich an Ort und Stelle. In solchen Fällen sollte der Tierarzt das Tier begutachten. Sind organische Ursachen ausgeschlossen, hat spontane Unsauberkeit oft psychische Gründe.

Es könnte folgende Gründe geben:
  • Stress im Tagesablauf, zum Beispiel Lärm, Handwerker, Besuch

  • Eifersucht, Forderung nach Aufmerksamkeit; häufig im Zusammenhang mit neuen Partnern oder Babys

  • Trauer und Verlust durch Tod oder Abwesenheit von Bezugspersonen oder Tieren

  • Ortsveränderung, zum Beispiel bei Umzug oder Aufenthalt in einer Tierpension

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Manchmal ist der Grund für die Unsauberkeit schlicht der Protest der Katze gegen Lebensumstände, die sie nicht hinnehmen will und die Ihnen als Halter unklar sind.

Folgende Umstände können Unsauberkeit auslösen:
  • Falsche Platzierung der Toilette, zum Beispiel zu nahe beim Futternapf
  • Ablehnung der Katzenstreu-Marke
  • Ungeliebte Düfte wie ein neues Waschmittel
  • Veränderungen im Wohnungs-Revier, etwa neue Möbel
  • Entzug von Freigang oder Aussperren aus Räumen
  • Benachteiligung, ungerechte Behandlung

Gelingt es Ihnen, den Auslöser zu ermitteln, erledigt sich oft auch das Unsauberkeitsproblem.

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