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Meerschweinchen-Käfig einrichten, aber richtig: die wichtigsten Tipps

Meerschweinchen gehören zu den beliebtesten Kleintieren. Damit sich Ihre Tiere bei Ihnen rundum wohlfühlen, sollten Sie einiges beachten. Das gilt auch für die Einrichtung des Meerschweinchen-Käfigs. Der wichtigste Aspekt dabei: Je mehr Platz pro Meerschweinchen vorhanden ist, umso besser.

Die TVT (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.) empfiehlt ein Gehege von mindestens sechs Quadratmetern für fünf bis zehn Meerschweinchen. Die Maschengröße sollte maximal zwei Quadratzentimeter aufweisen und stabil verarbeitet sein.

So richten Sie den Meerschweinchen-Käfig ein

Separate Unterschlüpfe und Verstecke sind besonders wichtig für das Wohlergehen der Tiere. So wie sich der Mensch manchmal von seinesgleichen zurückzieht, möchten auch Meerschweinchen ab und zu ihre Ruhe haben. Stellen Sie jedem Tier sein eigenes Häuschen mit jeweils zwei Eingängen zur Verfügung. Ist nicht genug Platz, genügt auch eine Röhre als zweiter Rückzugsort.

Tipp: Bauen Sie eine zweite Ebene in den Käfig ein, indem Sie ein dünnes Brett auf halber Höhe einfügen und eine Stiege zum Käfigboden daran befestigen. Auch dies gibt den Tieren Gelegenheit, sich aus dem Weg zu gehen. Behausungen sollten aus unbehandeltem Holz bestehen, da Meerschweinchen alles anknabbern, was ihnen vor die Zähne kommt. Ist das Haus aus Plastik, können winzige Plastikteile in den Meerschweinchenmagen gelangen und zu Beschwerden führen. Häufig kann es auch zu Verletzungen im Mund-, Rachen- und Schlundbereich kommen.

Denken Sie an eine artgerechte Ernährung , wenn Sie den Meerschweinchen-Käfig einrichten und bauen Sie unbedingt eine Heuraufe ein. Heu ist die wichtigste Nahrung für Ihre Tiere – füttern Sie es täglich mehrmals frisch. Die Raufe muss so hoch hängen, dass das Heu nicht mit dem Boden in Berührung kommt. Dies verhindert den Kontakt mit den Hinterlassenschaften des Meerschweinchens in der Einstreu. Ganz wichtig: Die Stäbe der Heuraufe dürfen nicht so weit versetzt sein, dass das Meerschweinchen den Kopf hindurchstecken kann – und möglicherweise stecken bleibt.

Stellen Sie dazu einen kleinen Napf aus glasiertem Ton auf, in den Sie regelmäßig andere Meerschweinchen-Nahrung wie Gemüse, Obststücken und Pellets legen. Einen zweiten Napf füllen Sie mit Trinkwasser, das Sie mehrmals täglich wechseln. Achten Sie darauf, dass sogenannte Nippeltränken, die seitlich am Käfig hängen, in der geeigneten Höhe angebracht sind – oft ist das viel tiefer, als man denkt.

Die richtige Einstreu für Meerschweinchen

Den Boden des Käfigs legen Sie mit Einstreu aus. Bei uns sind verschiedene Sorten für Meerschweinchen erhältlich. Der Klassiker für Kleintiere sind Holzspäne, die aber für Meerschweinchen komplett ungeeignet sind. Sehr empfehlenswert ist ein Einstreusystem mit Unter- und Oberstreu sowie Wohlfühlschicht. Zusätzlich zu dem sehr saugstarkem Leinenstroh können Sie Strohpellets oder Weichholzgranulat als Unterstreu (nicht als Oberstreu wegen der empfindlichen Pfoten) und Hanfeinstreu oder weiches Stroh als Oberstreu verwenden. Weichholzgranulat ist wegen der Pfoten nicht als Oberstreu zu empfehlen.

Stellen Sie sicher, dass die obere Schicht bei wildem Hin- und Herrennen und Toben nicht so verschoben werden kann, dass die Tiere dann auf hartem Bodengrund laufen müssen. Verteilen Sie die Meerschweinchen-Einstreu etwa fünf Zentimeter dick im ganzen Käfig oder Gehege. Die Einstreu in den „Pipi-Ecken“ wechseln Sie täglich, die restliche Einstreu ein- bis zweimal pro Woche – oder nach Bedarf, je nach Gruppengröße- und Zusammensetzung

Tipps zum Zeitvertreib

Denken Sie bei der Einrichtung des Meerschweinchen-Käfigs daran, dass die Nager abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten brauchen. Da sich Meerschweinchen gerne verstecken, stellen Sie ihnen Röhren und Brücken zur Verfügung. Diese sollten aus Holz sein, damit die Meerlis sie anknabbern können. Kaufen Sie Holzröhren- und Brücken am besten nur im Handel (z. B. bequem in unserem Onlineshop) oder informieren Sie sich vor einem Eigenbau unbedingt über geeignete Holzsorten. Dazu gehört Obstbaumholz, etwa von Apfelbäumen. Eichenzweige können in kleineren Mengen gegeben werden. Bei häufiger Gabe kann es zu Durchfall, Koliken und/oder Appetitlosigkeit führen. Kastanienzweige besser nicht anbieten: Die Früchte und Zweige sind für Meerschweinchen unverträglich. Die meisten Tiere lieben Röhren aus Heu, die sie nach und nach zerlegen und verspeisen.

Apropos speisen: Verwandeln Sie die Futtersuche ruhig ab und zu in ein Spiel, indem Sie Futter in verschiedenen Käfigteilen verstecken oder Heu in einen Futterball stecken. Diesen befestigen Sie oben an einem Gitterstab des Käfigs, sodass er stark schwankt. Das Meerschweinchen muss sich einiges einfallen lassen, um den Ball festzuhalten und an seine Leckereien zu kommen. Natürlich beobachten Meerlis auch gerne das Geschehen um sie herum. Bestens geeignet dafür sind kuschelige Hängematten. Hängen Sie diese nicht zu hoch auf, damit sich die Meerschweinchen bei einem Sturz nicht verletzen. Im Winter ziehen sie sich in warme Höhlen aus weichem, plüschigem Stoff zurück. Dort können sich aber die Krallen verhängen und verletzen. Besser eignen sich Stroh und Heu. Denn dann sind die Tiere damit beschäftigt, die Höhle bzw. den Rückzugsort schön weich und warm einzurichten

Ein größeres Meerschweinchen-Gehege einrichten

Wenn mehr als zwei Meerschweinchen bei Ihnen leben oder Sie Ihren Tieren einfach eine Freude machen möchten, sollten Sie den Nagern ein weitläufiges Meerschweinchen-Gehege einrichten. Dabei gelten die gleichen Grundlagen, die Sie auch beachten, wenn Sie einen Meerschweinchen-Käfig einrichten. Allerdings haben Sie nun noch Platz für weitere Häuschen, Verstecke und mehr. Am besten legen Sie drei bis vier Ebenen an, damit sich jedes Tier auf eine eigene Ebene zurückziehen kann. Achten Sie darauf, dass die Meerschweinchen nicht aus den oberen Etagen tief bis zum Gehegeboden stürzen und sich schwer verletzen können.

Wollen Sie ein Meerschweinchen-Gehege zur Außenhaltung im Garten anlegen, muss es rundum vor Feinden wie Katzen, Füchsen und Greifvögeln geschützt sein. Denken Sie daran, dass Sie den schützenden Draht mindestens 10 bis 20 Zentimeter tief in den Boden eingraben, damit er nicht von ungebetenen Gästen untertunnelt wird. Die Schutzhütte muss gut gegen Kälte isoliert sein, ohne Frischluftzufuhr zu verhindern. Legen Sie sie dick mit wärmendem Stroh und Heu aus. Eine Überwinterung im Außengehege ist nur empfehlenswert, wenn Sie mindestens drei, besser vier bis fünf Meerschweinchen halten, die sich gegenseitig ausreichend Wärme spenden.

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