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Ungiftige Pflanzen für Katzen – alles, was du wissen musst!

04.03.2026 - Lesedauer: 6 Minuten

Getigerte Katze schnuppert an einer Pflanze auf dem Balkon.

Sattes Grün, bunte Blüten und ein herrlicher Duft – Pflanzen im Raum sind optisch ein Hingucker, gleichzeitig sorgen sie für ein angenehmes Klima. Kein Wunder, dass selbst Katzen diese lieben und gerne an ihren Blättern knabbern. Doch Vorsicht: Einige Grünlinge enthalten Giftstoffe, die schädlich für dein Tier sind. In diesem Ratgeber haben wir zusammengefasst, welche ungiftigen Pflanzen für Katzen geeignet sind, worauf Halter beim Kauf von Zimmerpflanzen achten sollten und wie du die Pflanzen vor deiner Samtpfote schützen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Katzen knabbern häufig aus Langeweile, Spieltrieb oder Neugier an Pflanzen, daher solltest du in einem Haushalt mit Katzen nur ungiftige Zimmerpflanzen aufstellen.
  • Neben speziellen Pflanzen für Katzen wie beispielsweise Katzengras gibt es auch viele Zimmerpflanzen, die ungiftig sind. Dazu gehören unter anderem Geldbäume, Bananenpflanzen und Schusterpalmen.
  • Kommt es zu einer Vergiftung bei Katzen, zeigt sich dies durch Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Zittern bis hin zum Herz-Kreislauf-Kollaps.
  • Auch das Platzieren der Pflanzen auf hohen Regalen und Möbeln ist nur ein dürftiger Schutz, idealerweise sollten gar nicht erst giftige Pflanzen gekauft werden.

Warum knabbern Katzen an Pflanzen?

Jeder Katzenhalter weiß, wie gerne Katzen an Pflanzen knabbern. Dabei spielt es für das Tier keine Rolle, ob die Gewächse auf der Fensterbank, in Hängeampeln oder auf dem Balkon platziert sind – keine Zimmerpflanze ist vor Stubentigern sicher, außer wahrscheinlich Kakteen.

Doch warum knabbern Katzen an Pflanzen? Dafür gibt es verschiedene Gründe! Das Kauen an Pflanzen ist ein instinktives, natürliches Bedürfnis. Oftmals steckt hinter dem Verlangen nur der Spieltrieb oder die Langeweile. Katzen sind neugierig und erkunden gern ihre Umgebung, da kommt eine frische Zimmerpflanze genau richtig.

Es gibt aber auch andere Ursachen, warum Katzen an Zimmerpflanzen knabbern:

Gras oder Pflanzen zu fressen ist auch ein natürlicher Instinkt, wenn sie Magenschmerzen durch Haarbälle oder Ähnliches haben. Durch das Fressen lässt sich oft das Herauswürgen der Knäule herbeiführen. Dieses Verhalten ist nicht ungewöhnlich, stellt jedoch in mittelschweren bis schweren Fällen keine Lösung dar, sondern bedarf medizinischer Hilfe.

Tipp: Ballaststoffhaltiges Katzenfutter!

Um deine Katze ausreichend mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, solltest du ihr das richtige Futter geben. Ein bedarfsdeckendes Alleinfuttermittel für Katzen sorgt für einen gesunden Magen-Darm-Trakt bei deiner Katze und somit für ein geringeres Verlangen nach Zimmerpflanzen. Weiterhin gibt es spezielles Futter für Katzen, das die Haarballenbildung im Magen reduziert und somit vielleicht auch die Vorliebe für das Knabbern an Pflanzen minimiert.

Welche Pflanzen lieben Katzen?

Tatsächlich gibt es Pflanzen, die bei vielen Katzen besonders begehrt sind: Futterpflanzen für Katzen sind spezielle Gewächse, die die Magenreinigung und Darmtätigkeit unterstützen. Die Pflanzen sind unbedenklich und eignen sich daher optimal als Ergänzung zum Katzenfutter.

Beliebte Futterpflanzen für Katzen sind unter anderem:

  • Katzengras, dieses sollte jedoch nur unter Aufsicht gefressen werden, da die langen Halme im Rachen der Katze zu Husten, Niesen oder sogar Entzündungen führen können.
  • Baldrian
  • Katzenminze, welche bei Katzen einen rauschähnlichen Zustand auslösen kann. Dies äußert sich beispielsweise, indem sich das Tier an der Pflanze reibt oder auf dem Boden wälzt.
  • Weizen- und Hafergras
  • Ringelblumen
  • Petersilie

Welche Futterpflanze die beste für Katzen ist, hängt von der Vorliebe des Tieres ab. Die Geschmäcker sind unterschiedlich, sodass du am besten Verschiedenes ausprobierst. Achte beim Kauf von Futterpflanzen unbedingt auf das Saatgut und die Herkunft der Samen. So gibt es beispielsweise spezielle Samen für Katzengras, deren Gräser weniger scharf und kantig sind als herkömmliche Pflanzengräser, um nicht die Schleimhäute im Maul oder die Lefzen zu verletzen. Weiterhin sollte das Saatgut ausschließlich in Bio-Erde gepflanzt und ausgesät sein, um der Gefahr von giftig enthaltenen Pflanzenschutzmitteln vorzubeugen.

Welche Zimmerpflanzen sind ungiftig für Katzen?

Neben speziellen Futterpflanzen gibt es auch Zimmerpflanzen, die ungefährlich für Katzen sind. Aber auch bei generell ungiftigen Gewächsen gilt: Jedes Tier reagiert anders auf verzehrte Anteile. Die gefressene Menge, Alter, Gesundheitszustand sowie Gewicht und Größe können die Wirkung beeinflussen.

Als ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen werden die folgenden Arten geführt:

  • Ananaspflanze (Ananas comosus)
  • Bananenpflanzen (Musa)
  • Bromelien (Bromeliaceae)
  • Bergpalmen (Chamaedorea)
  • Calathea (Korbmarante)
  • Dahlie (Dahlia)
  • Echeveria
  • Fittonia
  • Geldbaum (Crassula Ovata)
  • Glückskastanie (Pachira)
  • Goldfruchtpalme (Areca, Dypsis lutescens)
  • Guzmania
  • Kentia-Palme (Howea forsteriana)
  • Kokospalmen (Cocos Nucifera)
  • Leuchterblume (Ceropegia)
  • Nephrolepis
  • Nestfarn (Asplenium nidus)
  • Schusterpalmen (Aspidistra Elatior)
  • Weihnachtskaktus (Schlumbergera)
  • Yucca-Palme
  • Ziersparge (Asparagus densiflorus)
  • Zwergpfeffer (Peperomia Obtusifolia)

Ab wann sind Zimmerpflanzen giftig für Katzen?

Fakt ist: Die Menge macht das Gift! Doch wie findest du heraus, ab wann es gefährlich wird?

Folgende Kriterien haben Einfluss darauf, ob eine Zimmerpflanze giftig ist:

  • Die Menge der gefressenen Pflanzenanteile
  • Der Giftgehalt in der Zimmerpflanze
  • Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei der Saat
  • Die Verwendung von zusätzlichen Dekorationen wie Glitzer, Kunstschnee oder anderen künstlichen Bestandteilen
  • Die Größe und das Gewicht der Katze
  • Das Alter und der Gesundheitszustand des Tieres

Natürlich kannst du im Vorfeld nicht wissen, wie viel deine Katze von der Pflanze gefressen hat. Aber du kannst dich vor dem Kauf einer Zimmerpflanze über enthaltene Giftstoffe und verwendete Pflanzenschutzmittel informieren und dich fachkundig im Geschäft beraten lassen. Weiterhin solltest du auf Pflanzen mit Dekorationselementen verzichten, damit deine Katze erst gar nicht in Versuchung gerät.

Tipp: Allergien von Katzen berücksichtigen!

Bedenke bei der Anschaffung von Pflanzen auch den gesundheitlichen Zustand deiner Katze. So könnte eine ungiftige Zimmerpflanze aufgrund einer bestehenden Allergie gegen bestimmte Gräser dennoch schädlich für deine Samtpfote sein.

Sind Grünlilien giftig für Katzen?

Grundsätzlich gehört die Grünlilie (Chlorophytum comosum) zu den ungiftigen Hängepflanzen für Katzen. Sie ist jedoch nicht gut verträglich und eine größere Menge an Grünlilien kann Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen verursachen. Auch hier macht die eingenommene Dosis den entscheidenden Unterschied, weswegen die Pflanze besser gar nicht gekauft werden sollte.

Zudem gibt es weitere giftige Pflanzen, die nicht in einen Haushalt mit Katzen gehören, da sie schädliche Stoffe enthalten, die deinen tierischen Mitbewohnern gesundheitlich schaden können. Die Verträglichkeit und das Auftreten von Beschwerden können sich bei jeder Katze unterscheiden, sodass eine Pauschalisierung auf alle Tiere nicht möglich ist. Bist du unsicher, welche Pflanzen giftig sein können, lass dich in einer Tierarztpraxis beraten. Bevor die Katze einzieht, können dir auch die Tierärztinnen und Tierärzte bei Dr. Fressnapf passende Pflanzen empfehlen.

Info: Was tun, wenn meine Katze eine giftige Pflanze gefressen hat?

Wenn du glaubst, dass eine Vergiftung durch eine Pflanze bei deiner Katze vorliegt, solltest du nicht lange warten, sondern sofort den Tierarzt aufsuchen. Um eine sichere Diagnose zu erhalten, ist es wichtig, dass du auf alle Vergiftungssymptome bei deiner Katze achtest und weißt, welche Zimmerpflanzen du in deinem Zuhause hast.

Wie kann ich meine Zimmerpflanzen vor Katzen schützen?

Zugegeben: Eine angeknabberte Palme oder ein angefressener Geldbaum sehen nicht schön aus. Um deine Zimmerpflanzen vor deiner Katze zu schützen, solltest du den richtigen Standort wählen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um deine Katze zumindest teilweise von den Gewächsen fernzuhalten:

  • Verwende Glasglocken oder Pflanzenkäfige.
  • Nutze Blumen- und Hängeampeln.
  • Stelle die Pflanzen in verschlossene Räume, die für die Katze tabu sind.
  • Sorge für ausreichend Beschäftigung der Katze.

Fazit: Zimmerpflanzen bei Katzen richtig aussuchen und aufstellen

In einer Wohnung mit sattgrünen Pflanzen und farbigen Blüten fühlen sich nicht nur Menschen wohl, sondern auch Katzen lieben Zimmerpflanzen. Allerdings geht die Liebe oftmals so weit, dass es zum Anknabbern kommt. Deswegen sollten Katzenhalter wissen, welche Gewächse giftig für die Tiere sind und nur ungiftige Arten in ihrem Zuhause aufstellen. Es ist schwierig, Katzen von Zimmerpflanzen fernzuhalten – vor allem, wenn Spieltrieb und Langeweile groß sind. Achte daher darauf, dass deine Katze immer ausreichend beschäftigt ist, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommt, auf den Zimmerpflanzen zu kauen.

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