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Lauern, jagen und verstecken: Spiele für Katzen

Katzen ruhen einen großen Teil des Tages, aber wenn sie wach sind, wollen sie Action. In der Natur verbringen sie ihre wachen Stunden mit Herumstreifen und Lauern, unterbrochen von schnellen Sprints, Beutefang, Kletterpartien und manchmal auch Raufereien mit Artgenossen. Für Wohnungskatzen sind die Möglichkeiten hierzu eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, dass Ihre Katze mindestens einen Artgenossen hat und einen Menschen, der ausgiebig mit ihr spielt. Freigänger genießen das gemeinsame Spiel mit ihren Menschen ebenfalls.

Wieso ist das Spielbedürfnis von Katzen so ausgeprägt?

Für die Katze als Raubtier ist es sehr wichtig, die Fähigkeiten als Jäger durchgehend zu trainieren. Das Anschleichen, Belauern und Erlegen der Beute ist dabei mehr als ein Mittel zum Nahrungserwerb. Es handelt sich um Reflexe und instinktive Verhaltensweisen. Das erkennen Sie auch daran, dass sogar Freigänger-Katzen sich auf Dinge stürzen, die definitiv nicht verzehrt werden – etwa herumwirbelndes Herbstlaub. Was sich bewegt, das wird gejagt. Katzen, die im Außenbereich genügend Anregung finden, um ihren natürlichen Spiel- und Jagdtrieb auszuleben, geben sich in der Wohnung dem Menschen gegenüber allerdings etwas weniger verspielt. Für die Wohnungskatze dient ersatzweise das regelmäßige Spiel dem Erhalt der Fitness und dem mentalen Wohlbefinden, aber auch der Bindung zwischen Katze und Mensch – lebenslang.

Welche Rolle spielt das Alter beim Spielverhalten der Katze?

Auch ein Senior sollte Interesse signalisieren, wenn sein Mensch ihn zum Spiel auffordert – auch wenn er womöglich nicht darauf einsteigt. Das Alter der Tiere spielt auch eine Rolle beim Spielverhalten: Jungtiere mögen meist wilde Actionspiele, während erwachsene, erfahrene Tiere Gefallen an Geschicklichkeitsspielen und Intelligenzspielzeugen zeigen. Für alte Tiere wiederum stehen ruhigere Kontaktspiele mit ihrem Halter im Vordergrund. Nehmen Sie bei alten Katzen Rücksicht und spielen Sie nicht zu wild – Jagdspiele können schnell zu anstrengend werden. Will die Samtpfote hingegen überhaupt nicht spielen, kann das ein Alarmzeichen sein. Sie ist eventuell erkrankt und fühlt sich unwohl. Dann sollte der Tierarzt sich Ihre Katze vorsorglich ansehen.

Woran erkenne ich, dass die Katze spielen will?

Idealerweise steigt die Katze von sich aus auf einen angebotenen Impuls ein oder fordert Sie aktiv zum Spielen auf. Das geschieht zum Beispiel, indem der Vierbeiner an Ihnen vorbeirennt, Sie überholt und sich in den Weg legt oder demonstrativ beginnt, den Kratzbaum zu bearbeiten. Manche Katzen schleppen sogar Spielzeug herbei. Die Samtpfote zeigt Ihnen im Allgemeinen sehr deutlich, wann und wie lange sie spielen will. Hat sie keine Lust mehr, wird sie sich einfach abwenden und davon tigern. Ist sie gar nicht in Stimmung, wird sie das im Zweifelsfall mit Fauchen oder Pfotenhieb artikulieren. Unmittelbar nach einer Mahlzeit ist die Spiellaune meist niedriger. Und: Machen Sie nie den Fehler, den Tiger zu wecken, nur um ihn zum Spielen zu animieren!

Wie viel Spielzeug braucht die Katze?

Finden Sie heraus, ob Ihr Tier eher der Action-Typ oder der Tüftler ist, und wählen Sie entsprechende Spielzeuge. Davon sollte nicht zu viel ständig zugänglich für die Katze sein – nutzen Sie maximal zwei verschiedene Spielzeuge parallel und schaffen Sie den Rest außer Reichweite. So bleibt der Reiz des Neuen erhalten. Liegt zu viel Spielzeug ständig im Blickfeld der Samtpfote, ohne dass es bespielt wird, kann das Überangebot das Tier frustrieren.

Wie und womit spielen Katzen?

Das Spielverhalten junger Katzen dient dem Erlernen von Fertigkeiten für ihren späteren Alltag als Raubtiere. Dabei handelt es sich um Abläufe, die sie für die Jagd, den Kampf und das Bewältigen von Hindernissen brauchen, etwa Klettern und Springen. Da Katzen ihr Leben lang diese Bewegungen trainieren, als umsorgte Hauskatzen aber nicht mehr auf die Jagd angewiesen sind, benötigen sie einen Ausgleich.

Bei der Auswahl der Spielzeuge sind manche Katzen wählerisch, andere spielen mit allem, was sich bewegt oder interessante Geräusche macht. Raschelnde, knisternde oder quietschende Objekte sind für viele Stubentiger besonders attraktiv. Der Katze ist es in der Regel gleich, ob es sich um spezielles Katzenspielzeug handelt oder um zweckentfremdeten Hausrat. Achten Sie aber unbedingt auf Sicherheit! Wichtig ist, dass die Katze das Spielzeug nicht verschlucken oder sich daran verletzen kann. Tabu sind zum Beispiel winzige Glöckchen, glatte Murmeln und Wolle.

Der Spieltrieb der Samtpfote erstreckt sich natürlich auch auf lebendige Objekte. Mit Beutetieren gehen Katzen nicht zimperlich um. Und so kann es auch beim gemeinsamen Spiel mit Ihrer Katze vorkommen, dass sie rabiatere Umgangsformen zeigt und die Krallen ausfährt. Das ist ein ganz normales Verhalten. Spielen Sie daher nicht mit den Händen, sonst können Sie schmerzhafte Kratzer und Bisse abbekommen. Nur wenn Ihre Katze ein sehr sanftes Gemüt hat und Sie einen spielerischen Tatzenhieb gut aushalten, können Sie Ihre Hand zum Mäuschen werden lassen und sich damit an die Katze „anschleichen“. Eine ausgediente Socke kann dabei als „Schutzkleidung“ für Ihre Hand dienen.

Was kann ich gemeinsam mit meinen Katzen spielen?

Beim Spiel mit der Katze können Sie deren natürlichen Bewegungen fördern:
  • Rennen und Springen: Mit einem „Köder“ in Form eines Papierknäuels an einer Schnur oder einer etwas schwereren Kordel, die sich über den Boden schlängeln lässt, können Sie die Katze zu aufregenden Verfolgungsjagden durch die Wohnung animieren. Auch einem rollenden Bällchen jagen Katzen gern hinterher; allerdings neigen die wenigsten Samtpfoten dazu, das Spielzeug zu apportieren. Wenn Bällchen und Co. also unterm Schrank stranden, müssen Sie sich selbst sportlich betätigen.
  • Jagdspiele: Das Belauern, Anspringen und Packen der Beute mit Tatzen und Zähnen ist ebenfalls ein beliebtes Katzenspiel. Mit Distanzspielzeugen wie einer Katzenangel können Sie Ihre Mieze zu ausgelassenen Spielen motivieren. Eine Katzenangel ist eine mit einem Stab verbundene Schnur (alternativ ein Draht), an deren Ende ein kleines Spielzeug aus Plüsch, Federn oder Stoff angebracht ist. Damit können Sie Ihre Katze spielerisch reizen und sie kann die „Beute“ verfolgen. Lassen Sie sie diese Beute auch tatsächlich fangen und „erlegen“, damit sie einen Jagderfolg hat.
  • Versteckspiele: Katzen lieben es, sich zu verstecken und zu lauern. Wenn es dazu genug Möglichkeiten gibt – etwa Körbe, Katzentunnels und Kartons – oder Sie sich hinter Türen und Möbeln vor der Katze verstecken, entwickelt sich schnell ein schönes Such-mich-Spiel.

Achtung: Lassen Sie die Katze niemals mit Spielzeug allein, an dem Schnur befestigt ist! Die Gefahr, dass sie sich verheddert, ist zu groß.

Womit können Sie eine Katze beschäftigen?

Soziale Wohnungskatzen sollten nach Möglichkeit nicht als Einzeltiere gehalten werden, damit sie sich bei zeitweiliger Abwesenheit des Besitzers miteinander beschäftigen können. Aber auch im Mehrkatzenhaushalt kommt es vor, dass der eine Tiger gerade keine Lust hat, mit dem anderen zu spielen.

Es gibt verschiedene Aktivitäten, mit denen Sie die unterforderte Katze eine Weile unterhalten können.:
  • Fummelspielzeuge: Mit einem Snackball, der beim Herumrollen kleine Trockenfutterbröckchen entlässt oder einem Spielzeug, bei dem die Katze durch geschicktes Pföteln die Belohnung freilegen muss, kann sie sich eine Weile ganz allein beschäftigen.
  • Katzen-Apps: Moderne Technik hält auch Einzug beim Katzenspielzeug. Eine App mit einem beweglichen Objekt, etwa einem Fisch oder einer Maus, auf einem Tablet. Der Touchscreen reagiert auf die Pfotenberührung: Wird nach einem Ziel getatscht, huscht dieses weg. Allerdings: Nach dem Spiel braucht die Katze eine echte Belohnung als Jagdbeute, sonst kommt es zu Frust. Lassen Sie die Katze daher nur damit spielen, wenn Sie zu Hause sind, und geben Sie ihr anschließend ein Leckerchen.
  • Spielschienen und Karusselle: Bei diesem Katzenspielzeug rollt ein auf einer Bahn gehaltener Ball von selbst weiter oder rotiert, wenn die Katze zugreift. Es gibt mechanische und batteriebetrieben Varianten. Die Katze kommt aber nicht komplett an den Ball heran, daher braucht sie auch hier nach dem Spiel eine echte Belohnung.

Allerdings: Am schönsten findet eine Katze immer das Katzenspielzeug, an dessen Ende sich ihr Lieblingsmensch befindet!

Welche Katzenspiele für Wohnungskatzen gibt es außerdem?

Mit einigen einfachen Tricks können Sie weitere spannende Spielmöglichkeiten für Ihren Stubentiger schaffen. Nehmen Sie beispielsweise eine flache Schale oder einen großen Untersetzer, füllen diesen mit Wasser und lassen bunte Pingpongbälle oder kleine Papierschiffchen darin schwimmen. Danach zu angeln ist nicht ganz einfach und regt den Ehrgeiz der Katze an. Auch das Aufspüren und Hervorklauben von Futter macht der Katze Spaß: Verstecken Sie vor den Augen der Katze ein Leckerchen in einem mit zerknüllter Zeitung gefüllten oder ringsum mit verschieden großen Löchern versehenen Kartons. Schön für abends: Verdunkeln Sie das Zimmer und lassen Sie die Katze dem Strahl einer Taschenlampe hinterherjagen. Belohnung nicht vergessen!

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