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Welpen impfen: Ab wann, wogegen und wie oft?

28.06.2026 - Lesedauer: 3 Minuten

Welpe bekommt Impfung mit Spritze von Tierarzt auf weißem Hintergrund

Impfungen schützen deinen Welpen vor gefährlichen Krankheiten - einige sind verpflichtend, über andere entscheidest du.

Wenn du einen Welpen zu dir holst, stellt sich vermutlich die Frage, ab wann, wogegen und wie oft du das Tier impfen solltest. Es gibt einige Grunderkrankungen, gegen die dein Hund auf jeden Fall geimpft werden sollte und andere Impfstoffe, die du erwägen kannst. In den ersten Wochen nach der Geburt bildet der Hund aufgrund der Inhaltsstoffe in der Muttermilch ausreichend Antikörper und verfügt über eine ausreichende natürliche Immunisierung die aber mit der Zeit nachlässt. Diese Grundimmunisierung verhindert gleichzeitig das vollständige Wirken von Impfstoffen.

Welpen impfen nach dem Einzug

Normalerweise werden Welpen in der achten Woche gegen Staupe (S), Parvovirose (P) und Leptospirose (L) geimpft. Diese Impfungen werden auch als Core-Impfungen bezeichnet, gegen die gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) jedes Tier jederzeit einen Immunschutz aufweisen sollte. Sie werden bei Welpen in der Regel bereits beim Züchter vorgenommen.

Weitere Impfungen, die ebenfalls von vielen Züchtern in der achten Woche in die Wege geleitet werden, aber nicht zu den Core-Impfungen gehören, sind die Impfung gegen Hepatitis und die Impfung gegen Zwingerhusten. Nun stellt sich die Frage, welche Impfungen du als verantwortungsvoller Halter des Hundes wann vornehmen solltest. Am besten lässt du dich dazu individuell in deiner Tierarztpraxis beraten.

Wie viele Impfungen sind nötig?

Welpen sind noch Hundekinder und vertragen Impfstoffe noch nicht so gut wie ausgewachsene Hunde. Aus diesem Grund können bei der Impfung mögliche Nebenwirkungen eher und auch in stärkerem Maße auftreten. Du solltest deshalb vorab mit deinem Tierarzt darüber sprechen, welche Impfungen sinnvoll sind, welche dein Hund eventuell gar nicht benötigt und welche Impfungen du später nachholen kannst.

Niedlicher Golden Retriever Welpe spielt mit buntem Spielzeug – Vorbereitung auf den Einzug eines Welpen

Welpen impfen: der volle Impfplan

Für die Impfung von Welpen gibt es eine Leitlinie der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet). Dieser Impfplan soll garantieren, dass die jungen Hunde ausreichend gegen die entsprechenden Krankheiten geschützt sind, also genügend Antikörper gebildet haben.

Leitlinie für die Grundimmunisierung von Welpen

  •  Diese Empfehlung sieht eine Impfung des Welpen in der achten Woche gegen folgende Krankheiten vor: Parvovirose, Staupe und Leptospirose.
  • In der zwölften Woche erfolgt eine weitere Impfung gegen Parvovirose, Staupe und Leptospirose.
  • Zusätzlich wird empfohlen, die Welpen in der 16. Woche nochmals gegen Parvovirose und Staupe sowie im 15. Lebensmonat gegen Tollwut, Parvovirose, Staupe und Leptospirose zu impfen.

Nach vollständiger Grundimmunisierung sollte der Schutz gegen Tollwut bei Bedarf auch im Erwachsenenalter regelmäßig aufgefrischt werden. Da es verschiedene Impfpräparate gegen Tollwut gibt, die verschiedene Impfabstände aufweisen, richtet sich der Zeitpunkt der Auffrischung der Tollwutimpfung nach dem jeweiligen Präparat. Laut Empfehlung der StIKo Vet werden die Impfungen gegen Leptospirose (L) und Zwingerhusten (Pi) dann jeweils jährlich und die gegen Parvovirose (P) und Staupe alle drei Jahre wiederholt, wenn nach einem Antikörpertest eine Notwendigkeit dafür festgestellt wurde.

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Impfstoffe und Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von Impfstoffen können vielfältig sein. So treten beispielsweise sehr oft Schwellungen an der Impfstelle auf, die meist schnell wieder abklingen. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Juckreiz, Atemnot und Erbrechen. In schlimmsten Ausnahmefällen kann die Unverträglichkeit der Impfstoffe unbehandelt zum Tod des Tieres führen. Solch schwere Nebenwirkungen treten allerdings nicht häufig auf.

Fazit: Welpen impfen – der Halter entscheidet mit

Hundehalter sind in der Bundesrepublik nicht verpflichtet ihr Tier zu impfen, für Aufenthalte im Ausland benötigt dein Hund aber einen EU-Heimtierausweis. Zum Beispiel müssen Welpen in der Regel mindestens 15 Wochen alt und gegen Tollwut geimpft sein, um in ein EU-Land einreisen zu dürfen. Dies gilt auch für die Wiedereinreise nach Österreich (Einreisebestimmungen für Hunde).

Das Thema Impfen ist unter Hundehaltern und Fachleuten sehr umstritten. Die Diskussion bezieht sich vor allem auf die bereits angesprochenen Punkte – wie etwa, welche nicht-Core-Impfungen überhaupt nötig sind, beispielsweise ist Tollwut in unseren Regionen nicht mehr verbreitet. Allerdings brauchst du die Impfung, wenn du mit deinem Hund ins Ausland verreisen möchtest. Sprich am besten mit deinem Tierarzt über die Impfungen, die für deinen Hund wichtig sind.

Icon Hund Katze Gesundheit

 

Mehr zum Thema liest du in unserem Ratgeber “Hund impfen mit Verstand”

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