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Welpen erziehen: So klappt es vom ersten Tag an!

10.07.2026 - Lesedauer: 5 Minuten

Niedlicher brauner Welpe mit offenem Mund und leuchtenden Augen vor unscharfem grün-gelbem Hintergrund

Eine liebevolle aber konsequente Erziehung von Anfang an zahlt sich ein ganzes Hundeleben lang aus

Ein kleines Hundebaby zieht bei dir ein – was nun? Der Racker ist voller Energie, neugierig, will beschäftigt werden, ist gleichzeitig noch tapsig und orientierungslos. Er ist noch nicht stubenrein und eventuell kennt er noch nicht einmal seinen Namen. Sei guter Dinge und geh die Sache systematisch an. Lies hier, wie Schritt für Schritt die Erziehung deines Hundes welpengerecht vonstattengeht!

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Tierischer Familienzuwachs – was nun?

Bei dir Zuhause angekommen, muss der Welpe erst die neue Umgebung und fremden Reize kennenlernen. Daher geben viele frischgebackene Hundehalter ihrem Kleinen eine Eingewöhnungsphase, bevor sie mit dem eigentlichen Training beginnen. Das ist auch genau richtig! Am Anfang steht an erster Stelle, dass du eine vertrauensvolle Bindung zu deinem neuen Mitbewohner aufbaust. Das gibt ihm Sicherheit und bildet die wichtigste Grundlage für die geplante Erziehung. Natürlich macht es Sinn, schon von Beginn an spielerisch und nach und nach Kommandos und Umweltreize einzubauen. Genaueres erfahrt ihr hier:

Bis zur 8. Lebenswoche durchlebt der Welpe die sogenannte Prägephase. Eine Zeit, in der er besonders viele Reize verarbeitet. In dieser Zeit wird der Grundstein gelegt, wie der Welpe die Welt aufnimmt und wie gut er später auf seine Umwelt reagiert. Es ist daher wichtig, einen vertrauenswürdigen Züchter zu wählen, der die jungen Hunde entsprechend sicher an diverse Situationen heranführt. Es gilt jedoch als überholt, dass Hunde so viel wie möglich kennenlernen sollten – wichtiger als die Quantität ist die Qualität: dosierte Reize und vor allem der Aufbau einer vertrauensvollen Bindung zum Menschen, der Sicherheit bietet. So werden auch später noch neue Situationen entspannt gemeistert.

Die Prägephase geht in die Sozialisationsphase über, die etwa bis zur 20. Lebenswoche dauert. In dieser Phase ist der Hund, wie er mit seiner Umwelt umgeht. Der Hund vertieft seine Bindung zu dir und muss lernen, welche Regeln es im Haus, im Umgang mit dir, der Familie, fremden Menschen sowie mit anderen Hunden gibt. Wichtig sind dabei positive Verknüpfungen und sichere Situationen mit viel Vertrauen

Niedlicher Golden Retriever Welpe spielt mit buntem Spielzeug – Vorbereitung auf den Einzug eines Welpen

Jeden Tag Unterricht – es gibt viel zu lernen für einen Welpen

Was steht in der Hundeschule auf dem Lehrplan? Als Neuling in dieser Welt hat der Kleine eine Menge zu lernen.

Die Welpen-Erziehung beinhaltet unter anderem dem Welpen,

  • seinen Namen beizubringen.
  • stubenrein zu erziehen.
  • wichtige Kommandos beizubringen.
  • beizubringen, alleine zu bleiben.

Lass dich mit dem letzten Punkt gerne ein paar Wochen Zeit. Zunächst muss dein Welpe Vertrauen zu dir aufbauen. Lies dazu den Fressnapf-Ratgeber „Welpen alleine lassen“.

Beginn mit den anderen Übungen parallel. Mute deinem Welpen aber nicht zu viel Unterricht auf einmal zu. Fünf bis zehn Minuten pro Trainingseinheit reichen einem ein paar Wochen alten Hund völlig aus.

Empfehlung für Welpen Erziehung

Dem Welpen seinen Namen beibringen

Der Kleine lernt seinen Namen zuerst und soll ihn damit verknüpfen: „Aha, jetzt bin ich gemeint! Ich soll meinen Menschen anschauen, denn nun passiert etwas Wichtiges für mich!“

Die Umgebung für das Namenstraining sollte ablenkungsfrei und ruhig sein. Auch sollte dein Welpe nicht gerade schläfrig und gefüttert sein. Wähle einen Moment aus, in dem dein Welpe dich nicht beachtet und zugleich nicht zu sehr mit einer anderen Aktivität beschäftigt ist. Jetzt sprichst du ihn deutlich mit seinem Namen an. Sobald er dich ansieht, wird er belohnt. Das kann, muss aber nicht, ein Leckerli sein, denn Welpen reagieren auch positiv auf deine Stimme, Streicheleinheiten oder ein Spiel. Wiederhole die Übung mehrmals täglich. Wenn du zwei Welpen erziehst, übst du mit beiden getrennt voneinander.

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Den Welpen stubenrein erziehen

Die Stubenreinheit des Welpen gehört zu den ersten Erziehungsmaßnahmen überhaupt. Häufig sind ältere Welpen bereits stubenrein, wenn sie zu ihren neuen Besitzern kommen, doch sie können ihre Blase noch nicht gut kontrollieren und müssen sich an die lokalen Begebenheiten ihres neuen Zuhauses gewöhnen. Beginn mit dieser Unterrichtseinheit vom ersten Tag an.

Wichtig ist dabei: Ruhe bewahren und Geduld zeigen, statt zu bestrafen oder anzuschreien, was zum Gegenteil führen wird.

Junge Hunde müssen sich ungefähr alle zwei Stunden lösen. Geh also lieber mit ihm kürzer, dafür aber häufiger nach draußen. Da Hunde nicht gerne ihren Schlafplatz oder ihre Futterstelle verunreinigen, lernen die meisten schnell, sich außerhalb des Hauses zu lösen. Dann heißt es sofort: loben, loben, loben! Sollte doch einmal ein Malheure im Haus passieren, dann schnapp dir den Kleinen und tragen ihn hinaus. Maßregel ihn nicht, sondern ermuntere ihn sich draußen zu lösen.

Ein Tipp: Geh kurz vor dem Schlafengehen noch einmal mit dem Welpen hinaus. Und unbedingt immer sofort, nachdem dein Welpe aufwacht.

Icon Hund erziehen Erziehung

Fressnapf hat für dich zu diesem wichtigen Thema einen separaten Ratgeber „Welpen stubenrein“ vorbereitet.

 

Zum Ratgeber

 

Dem Welpen die wichtigsten Kommandos beibringen

Welches sind die wichtigsten Kommandos?

  • „Aus!“ zum Unterlassen einer Aktivität,
  • „Sitz!“ zum Hinsetzen und
  • „Bleib!“ oder „Halt!” zum Bleiben und Warten,
  • sowie „Hier!” oder „Komm!“ zum Abrufen.

Beginn beispielsweise mit dem wichtigen Kommando „Aus!“ oder „Lass es!“. Du kannst hierfür auch „Nein!“ benutzen, allerdings ist dies ein im Alltag oft „abgenutztes“ Wort, das die Hunde zu häufig hören.

Ein Beispiel: Dein Welpe soll eine Aktivität wie das Anknabbern von Gegenständen unterlassen und zu einer anderen Handlung übergehen. Sag das Signalwort mit einer tiefen Stimme und mach ein drohendes Gesicht. Du wirst bemerken, dass Hunde viel sensibler auf Körpersprache als auf Worte reagieren. Wenn dein Welpe das Anknabbern unterlässt – zunächst vielleicht eher aus Überraschung –, schau ihn freundlich an und lob ihn sofort. Gegebenenfalls biete ihm ein welpengerechtes Kauspielzeug an.

Bei den anderen Kommandos lob deinen Hund, wenn er auf das Signalwort das richtige Verhalten zeigt. Wenn er auf dich zufällig zuwatschelt, dann sprich sofort das Kommando „Komm!“ und lob ihn dafür. Setzt sich dein Welpe vor dir hin, dann sprich auch hier sofort das Kommando „Sitz!“ und gib ihm eine kleine, sorgfältig ausgewählte Belohnung.

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