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An der Nase angesehen: wenn die Katzennase Krankheiten anzeigt

Anders als bei Hunden spielt die Nase im Alltagsleben der Katze eine untergeordnete Rolle: Katzen jagen auf Sicht. Dennoch ist die Nase ein wichtiger Sinn für die Hauskatze: Sie analysiert damit Duftbotschaften von Artgenossen, ortet Nahrungsquellen – die Zitzen der Mutter ebenso wie die geöffnete Futterdose in der Küche – und bewertet geliebte oder ungewohnte Düfte.

Wenn eine Samtpfote mit attraktiven Gerüchen konfrontiert wird, kann sie in pure Verzückung verfallen: Baldrian und Katzenminze stehen hoch im Kurs. Im Vergleich zum menschlichen Geruchssinn ist jener der Katze bis zu 14mal stärker ausgeprägt. Als Katzenhalter sollten Sie aufmerksam sein, wenn sich der Geruchssinn oder der Zustand der Katzennase plötzlich ändert. Es kann eine ernsthafte Krankheit dahinter stecken.

Wie ist die Katzennase anatomisch aufgebaut?

Die Nase der Katze besteht aus den Nasenlöchern, die zur Nasenhöhle und den Nasennebenhöhlen führen und durch die Nasenscheidewand aus Knochen und Knorpel voneinander separiert sind. Nach unten sind die Nasenhöhlen durch die Gaumenplatte geschlossen. Ausgekleidet sind die Nasenhöhlen durch die Nasenschleimhaut. Eine bestimmte Region in der Schleimhaut ist für den Geruchssinn der Katze zuständig. Über allem sitzt der knöcherne Nasenrücken. Der Tränenkanal stellt eine Verbindung zwischen Katzenauge und Nase dar. Außerhalb des eigentlichen Nasenapparats, auf dem oberen Gaumen angesiedelt, ist das bei vielen Tieren vorkommende "jacobsonsche Organ", das zur Analyse besonderer Geruchsstoffe dient. Eine Katzennase ist, abhängig von der individuellen Katze, jeweils dunkel oder rosa und fühlt sich an wie ein fleischiges Knöpfchen: Eine gesunde Katze sollte eine feuchte Nase haben. Kurios: Der „Nasenabdruck“ einer Katze ist ebenso individuell wie der menschliche Fingerabdruck.

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Wie äußert sich eine Krankheit des Nasenapparats bei Katzen?

Im Normalfall sollte die Nase einer entspannten Katze sich kühl und leicht feucht anfühlen. Eine kurzzeitige Austrocknung oder Erwärmung der Nase, zum Beispiel nach einem Sonnenbad oder ausgelassenem Toben ist normal, eine länger anhaltende Veränderung sollten Sie jedoch gut im Auge behalten.
Ein Indiz für eine krankhafte Veränderung im Nasenbereich liegt vor, wenn die Katze Futter verschmäht. Der Grund dafür: Der Geruchssinn dient der Katze dazu, die Qualität des Futters zu bewerten, beispielsweise Verdorbenes zu erkennen. Er ist unmittelbar mit dem Geschmackssinn verbunden. Sie kennen das aus eigener Anschauung: Mit verstopfter Schnupfennase schmeckt jede Speise fade.
Das Nasensekret einer Katze sollte stets klar sein. Eine Verfärbung ins Gelbliche oder Weiße deutet auf einen Befall mit Viren oder Bakterien hin. Ebenso sind Abweichungen in der Konsistenz ein Alarmzeichen: Wird der Ausfluss schleimig, klebrig oder gar blutig, liegt wahrscheinlich eine ernste Erkrankung vor. Achten Sie auch unbedingt auf unangenehmen Geruch. Diese Veränderungen des Nasensekrets können auf komplexe Krankheiten wie Katzenschnupfen hindeuten. Ein klarer, wässriger Nasenausfluss weist auf eine Erkältungskrankheit hin, kann aber auch eine Reaktion auf Dauerstress sein.
In jedem Fall kann der Tierarzt durch Untersuchung eines Abstrichs oder eine Endoskopie die Ursachen für eine Erkrankung der Katzennase eingrenzen und eine passende Therapiemethode finden.

Wie kann ich helfen, wenn bei meiner Katze die Nase verstopft ist?

Zur Behandlung einer Erkrankung der oberen Atemwege wird der Tierarzt schleimlösende Medikamente verschreiben. Wenn die Katzennase hartnäckig verstopft ist und die Katze die Verkrustungen durch Niesen nicht herausbefördern kann, müssen Sie helfend eingreifen: Sie können die Nase der Katze mit einem Baby-Feuchttuch reinigen. Gehen Sie dabei ganz ruhig und entspannt mit der Katze um. Vorteilhaft ist es, wenn ein Helfer die Katze festhalten kann. Übrigens: Nicht nur eine Krankheit verstopft die Nasenlöcher. Schmutz oder Futterreste können ebenfalls in die Nasenlöcher geraden.
Auch medizinische Inhalationen können helfen, die Katzennase zu säubern. Hierzu setzen Sie die Katze bei geschlossener Tür in eine Transportbox und platzieren eine Schüssel mit Inhalationslösung davor. Decken Sie ein großes Handtuch über Box und Schüssel – so atmet das Tier die heilenden Dämpfe ein. Achtung: Benutzen Sie Lösungen nach tierärztlicher Anweisung: Viele gängige ätherische Lösungen sind für Katzen schädlich. Sogar Kamillentee ist kontraproduktiv, wenn zugleich eine Augenreizung bei der Katze vorliegt!

Welche Erkrankungen der Nase gibt es?

Auffällige Veränderungen der Nase erweisen sich oft als Symptome komplexerer Krankheiten. Selten ist die Nase als isoliertes Organ betroffen.

Folgende Krankheiten der Nase können auftreten:
  • Wunde Stellen, Krusten oder Risse auf der Nase deuten auf ein Hautproblem oder eine allergische Reaktion hin. Auch eine Pilzinfektion, ein Ekzem oder die Ausbildung eines Geschwürs treten gelegentlich im Nasenbereich der Katze auf. Wenn die Katze sich häufig an der Nase kratzt und eine Behandlung mit Vaseline kurzfristig keine Besserung bringt, sollten Sie einen Tierarzt zur Abklärung heranziehen.

  • Eine permanent trockene Nase bei Katzen könnte ferner auf ein organisches Problem mit dem Flüssigkeitshaushalt hinweisen.

  • Auch starke Ausflüsse mit ungewöhnlicher Färbung sollten ein Alarmzeichen sein. In seltenen Fällen leiden Katzen bei ansonsten guter Befindlichkeit an chronischem Nasenbluten, das harmlos sein, aber auch Ausdruck einer Katzenschnupfen-Variante oder von Fremdkörpern, Tumoren oder Zahnerkrankungen sein kann.

  • Wenn die Katze häufig niest oder nicht durch die Nase atmen kann, sind die oberen Atemwege erkrankt. Im harmloseren Fall könnte eine Erkältung vorliegen.

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