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Welpen beschäftigen: So fördern Sie Ihren kleinen Vierbeiner richtig!

Ein Welpe ist bei Ihnen eingezogen und Sie möchten ihn perfekt versorgen und ihm alles geben, was der kleine Entdecker benötigt. Neben Futter, Schlafplätzen und der Erziehung stellt sich dann oft die Frage: Mit welchen Spielen, wie oft und wie lange muss das neue Familienmitglied beschäftigt werden? Eines vorweg: Auch wenn Ihr Welpe ein aufgeweckter Vierbeiner ist, der am liebsten den ganzen Tag spielen will, es ist ein „Baby“. Und das soll zwar die Welt entdecken, braucht aber auch ganz viel Ruhe. Außerdem ist der kleine Hundekörper noch nicht dafür gemacht, sich den ganzen Tag auszupowern. Die Gelenke und Knochen sind sensibel und im Wachstum.

Der Einzug in ein neues Zuhause ist Beschäftigung genug

Wenn der Welpe zu Ihnen kommt, ist er gerade an die zwei Monate alt. Er hat zwar schon einiges von seinem Muttertier und den Geschwistern gelernt, doch die Welt, in der er in den nächsten zehn bis 15 Jahren leben wird, muss er ganz neu entdecken. Dafür muss er eine Menge leisten, denn er kommt in eine völlig fremde Umgebung, mit ungewohnten Gerüchen und unbekannten Dingen. Er muss den Abschied von seinen Wurfgeschwistern und der Mutter verdauen und sich aus seiner Sicht ganz allein zurecht finden. Das bedeutet, wenn der kleine Hund bei Ihnen einzieht, braucht er neben der Erkundung der neuen Umgebung und dem Kennenlernen seine Mitbewohner erst einmal gar keine besondere Beschäftigung.

So verhalten Sie sich richtig – kleines Welpen-Einmaleins
  • Lassen Sie ihn laufen, ignorieren Sie kleine Fehltritte, loben Sie ihn, wenn er etwas richtig macht, und kuscheln Sie mit ihm, wenn er es zulässt.
  • Vermitteln Sie ihm Geborgenheit und Sicherheit und lassen Sie ihn in aller Ruhe ankommen.
  • Achten Sie darauf, dass er regelmäßig nach draußen kommt, um sein Geschäft zu erledigen, aber machen Sie keine langen Spaziergänge mit ihm. In den ersten Tagen nach dem Einzug ist die neue Umgebung für den Welpen schon aufregend genug.
  • Außerdem braucht der kleine Hund regelmäßige Ruhe- und Schlafeinheiten. Im Grunde kann man sagen, dass der Welpe rund 20 Stunden am Tag ruhen und nur vier Stunden täglich aktiv sein sollte.

Welpen beschäftigen nach der Eingewöhnungszeit

Sobald Ihr tierischer Gefährte sich bei Ihnen eingewöhnt hat, können Sie mit ihm in kleinen Schritten die Welt entdecken. Gehen Sie mit ihm ein paar Minuten in den Garten oder nach draußen und lassen Sie ihn dort herumwuseln. Geben Sie ihm in der neuen Umgebung stets Sicherheit, indem Sie sich ruhig und gelassen verhalten. So lernt der junge Hund, dass ihm auf ungewohntem Terrain keine Gefahr droht. Gewöhnen Sie den Welpen bei jedem Ausflug in die nähere Umgebung daran, dass er sein Geschäft draußen verrichtet, indem Sie ihn danach loben oder mit einem Leckerli belohnen. In der Zeit zwischen der vierten Lebenswoche und ungefähr der 16. Lebenswoche ist der Welpe besonders empfänglich dafür, neue Dinge kennenzulernen und positiv zu verknüpfen. Aus diesem Grund sollten Sie ihn zunächst mit all den Sachen vertraut machen, die ab jetzt zu seinem Alltag gehören und die er vielleicht noch nicht kennt.

Auch ist es förderlich, wenn der kleine Jungspund so früh wie möglich Kontakt zu fremden Menschen und sozial verträglichen Artgenossen hat. Alles, was Ihr Hund in dieser Zeit als positiv empfindet, bleibt auch als erwachsener Hund in seinem Gedächtnis haften. Auch hier gilt: Gehen Sie es langsam an! Machen Sie zum Beispiel an einem Tag mit Ihrem Hund eine kurze Autofahrt, an einem anderen kommt ein Freund mit seinem Vierbeiner zu Besuch. Auch an den Tierarzt sollten Sie ihn frühzeitig gewöhnen, aber das ergibt sich allein durch die Impftermine schon.

Spaziergänge: abwechslungsreich und kurz

Welpen beschäftigen sich bei einem Spaziergang von alleine, da sie alles beschnüffeln und erkunden möchten. Gehen Sie mit Ihrem Hund öfter an andere Orte zum Gassigehen, mal zu einem Waldweg, mal auf ein Feld und ein anderes Mal auf den Marktplatz. So lernt er schnell, sich in verschiedenen Umgebungen zurechtzufinden. Bedenken Sie aber, dass Spaziergänge für Welpen recht kurz sein sollten. Als Faustregel gilt, dass Sie pro Lebensmonat rund fünf Minuten mit Ihrem Welpen am Stück spazieren gehen sollten. Das bedeutet, ein viertelstündiger Spaziergang reicht für einen zwölf Wochen alten Hund vollkommen aus. Danach ist erst einmal wieder eine Ruhephase angesagt, um das Skelett und die Muskeln des Vierbeiners nicht zu überlasten.

Welpen beschäftigen mit Spieleinheiten

Neben Entdeckungstouren ist das gemeinsame Spiel mit Ihnen für den Welpen das größte Vergnügen. Sie können beispielsweise mit einfachen Suchspielen anfangen, indem Sie Futter oder Leckerlis in der Wohnung verteilen. Sie können auch schon versuchen, dem Hund das Apportieren beizubringen. Auch Zerr- und Raufspiele sind gute Welpenspiele. Allerdings eignen sich Zerrspiele nicht während des Zahnens, da es dadurch zu einer Fehlstellung der bleibenden Zähne kommen kann. Grundsätzlich bieten diese Spielarten gleichzeitig die Gelegenheit, dem Hund Grenzen beizubringen und beispielsweise seine Beißhemmung zu schulen. Übertreibt es der Hund im Spiel und beißt zu fest zu, sagen Sie laut „Au“ und brechen das Spiel kurz ab. So lernt er schnell, dass er sich zurücknehmen muss, wenn er weiterspielen will.

Erste Kommandos, um den Welpen sinnvoll zu beschäftigen

Eine weitere sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeit ist das Beibringen von ersten Kommandos wie „Sitz“ oder „Bleib“. Es empfiehlt sich auch, einmal in der Woche mit Ihrem kleinen Racker die Welpenschule zu besuchen. Vergessen Sie bei all den aktiven Beschäftigungen des Welpen nicht, dass auch Schmusen oder ausgiebiges Bürsten angenehme Beschäftigungen für Ihren Vierbeiner sind. Auch beim Spielen gilt: Der Hund sollte nie voll ausgepowert werden, sondern kurze Spieleinheiten und dann wieder Ruhephasen erleben. Außerdem dürfen Sie Ihren Welpen bitte nie überfordern.

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