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Die häufigsten Hundekrankheiten richtig erkennen und handeln

So wie wir Menschen können auch unsere vierbeinigen Begleiter an zahlreichen Erkrankungen leiden. Einige sind gut behandelbar, andere nur bedingt oder gar nicht. In solchen Fällen heißt, dem Hund zu helfen, mit der Krankheit zu leben.Lesen Sie in diesem Grundlagenartikel, welche Hundekrankheiten am häufigsten vorkommen, an welchen Symptomen Sie diese erkennen und was Sie dagegen tun können.

Die häufigsten Hundekrankheiten und deren Symptome

Viele Erkrankungen unserer Hunde sind mit denen der Menschen vergleichbar oder identisch. Dazu zählen Allergien, Entzündungen und Tumore. Andere Krankheiten betreffen lediglich bestimmte Tiere oder sind spezifisch für Hunde. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Hundekrankheiten und deren Symptome.

Vorsorgeuntersuchungen bei Hunden

Ältere Hunde sind anfälliger für Krankheiten als junge, aktive Tiere. Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt sorgen bei Ihrem Senior für ein gesundes Altern. Mit der richtigen Ernährung und regelmäßigen Gesundheits-Checks können beispielsweise kleine Hunde bis zu 18 Jahre alt werden.

So bleibt Ihr Hund gesund: regelmäßiger Vorsorge-Check für zu Hause.

Zum Impfen müssen Sie zwar regelmäßig zum Tierarzt, aber zwischen diesen Terminen können Sie selbst den Heim-Check machen, sodass Sie Veränderungen schnell erkennen und darauf reagieren können. Gewicht, Fell und Fressverhalten, Kot, Geruch und Aktivität sind immer Maßstäbe für das Wohlbefinden Ihrer Fellnase. Am besten machen Sie zur Fellpflege diese monatliche Vorsorgeuntersuchung. Dazu gehören das Wiegen, die Kontrolle von Fell, Haut, Ohren, Augen, Zähnen und Atem. Das Innere der Ohren sollte zartrosa, geruchsfrei und sauber sein, das Augenweiß klar, der innere Augenwinkel sauber, und die Pupillen sollten normal groß und lichtempfindlich sein. Beim Druck auf das rosa Zahnfleisch sollte nur für einen kurzen Moment ein weißer Fingerabdruck entstehen. Zahnstein, weicher und verfärbter Belag oder übel riechender Atem sind Alarmzeichen. Schließlich sollten Sie Ihren Hund überall – auch rund um den Kopf – untersuchen und nach auffälligen Beulen, Krusten, Schnittwunden, Fremdkörpern oder kahlen Stellen abtasten.

Am besten verbinden Sie den regelmäßigen Impftermin mit der Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt, um Krankheiten zu vermeiden und vorzubeugen.

Hundekrankheiten im Überblick

Zwingerhusten

Der irreführende Name verleitet zu der Annahme, dass lediglich Hunde in Zwingern vom Zwingerhusten betroffen seien. Der Name Zwingerhusten ist darauf zurückzuführen, dass die Krankheit hoch ansteckend ist. Überall, wo viele Hunde zusammenkommen, besteht die Gefahr der Ansteckung: Hundeschule, Pension oder im Tierheim. Jedoch können sich alle Hunde an Parainfluenza, so die medizinisch korrekte Bezeichnung, anstecken. Die Übertragung der Krankheit erfolgt durch Tröpfcheninfektion.

Die Symptome sind:

  • Trockener und rauer Husten, fast wie Bellen
  • Fieber
  • Probleme bei der Atmung
  • Nasen- und Augenausfluss
  • Verschleimter Rachen

Zwingerhusten muss vom Tierarzt behandelt werden, da schwere Fälle zu einer Lungenentzündung führen können. In der Regel verabreicht der Arzt Antibiotika Schleimlöser und Fiebersenker.

Es existiert eine Impfung dagegen, die zu den sogenannten Non-Core-Komponenten gehört, ein Bestandteil der gängigen Kombiimpfung. Informieren Sie sich darüber und über andere Impfmöglichkeiten unter Impfungen bei Hunden im Ratgeber von Fressnapf.

Räude

Räude (Scabies) ist eine hochansteckende Hautkrankheit, die auch auf Menschen übertragen werden kann. Sie wird durch verschiedene Milbenarten übertragen. Haarbalgmilben, die insbesondere bei Hunden vorkommen, zählen im engen Sinne nicht zu Räude.

Die Symptome sind:

  • Starker Juckreiz (als allergische Reaktion auf Milbenspeichel)
  • Hautrötungen
  • Raue, trockene und aufgeworfene Hautstellen (Papeln, Verkrustungen, Schuppen, Verhornungen)
  • Haarausfall
  • Schwäche, Abmagerung

Die gesamte Hundeumgebung bedarf einer strikten Reinigung. Alle im Haushalt lebenden Hunde und andere Tiere müssen behandelt werden. Lassen Sie die Räude unbedingt vom Tierarzt behandeln! In Österreich ist die Räude meldepflichtig.

Magendrehung

Die Magendrehung ist eine der gefürchtetsten Hundekrankheit überhaupt, da eine unbehandelte (und das heißt operierte) Magendrehung zum Tod des Tieres führen kann. Weit verbreitet ist die Magendrehung bei großen Hunderassen mit tiefer Brust, doch können auch kleine Tiere in Ausnahmefällen betroffen sein. Tatsächlich dreht sich dabei der Magen einmal komplett um. Durch die Drehung können der Darmeingang, die Speiseröhre und Blutgefäße komplett verschlossen werden. Es sind bei einer Magendrehung keine Notfallmaßnahmen zur Ersten Hilfe möglich.

Bei folgenden Symptomen sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt, besser sofort eine Tierklinik aufsuchen:

  • Aufgeblähter Bauch
  • Unruhe
  • Futterverweigerung
  • Speichelfluss
  • Würgereiz, vergeblicher Brechreiz
  • Im späten Zustand ein trommelartiger Bauch

Damit es zu keiner Magendrehung kommt, ist es sinnvoll, das Futter auf kleinere Portionen während des Tages zu verteilen, zum Beispiel drei- bis viermal täglich. Spielen und Toben mit Ihnen oder anderen Hunden sind nach dem Essen für mindestens 30 Minuten tabu. In dieser Zeit sollte Ihr Hund ruhen und die Mahlzeit verdauen. Eine zuverlässige Prophylaxe ist leider nicht möglich: Es gibt den Verdacht, dass eine Nervenstörung vorliegen kann, die trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zur Magendrehung führt.

Allergien

Wie bei Menschen nehmen auch bei Hunden Allergien zu. Auslöser können direkte und indirekte Allergene sein. Der Kontakt mit einem Hundeshampoo ist beispielsweise ein direktes Allergen. Eine indirekte Auslösung kann unter anderem durch bestimmte Substanzen im Hundefutter erfolgen.

Allergie-Symptome zeigen sich häufig zuerst an der Haut des Hundes:

  • Starker Juckreiz
  • Rötungen
  • Durch Kratzen verursachte Pusteln
  • Lokaler Fellausfall oder allgemeine Fellausdünnung
  • Häufig begleitet durch starke Unruhezustände des Hundes
  • Durchfall und Magen-Darm-Probleme

In akuten Fällen ist eine schnelle tierärztliche Maßnahme wie die Gabe von Antihistaminen und Kortikoiden notwendig. Eine konsequente und dauerhafte Behandlung ist unumgänglich. Dabei sollten Sie die allergieauslösenden Substanzen unbedingt vermeiden, zum Beispiel durch Diäten oder Wechseln des Shampoos. Informieren Sie sich dazu weiter auf der Fressnapf-Ratgeberseite Hundeallergien.

Parvovirose

Die Parvovirose ist eine Viruserkrankung des Darms, die häufig bei Welpen auftritt.

Dabei zeigen sich folgende Symptome:

  • Durchfall
  • Blut im Stuhl
  • Erbrechen
  • Dehydrierung
  • Müdigkeit
Es existiert eine Impfung dagegen, die zu den sogenannten Core-Komponenten (Pflichtimpfung) gehört und unbedingt bereits im Welpenalter durchgeführt werden sollte. Die akute Behandlung erfolgt durch die Verabreichung von Vitamin K, Flüssigkeitsinfusionen und Mitteln gegen Durchfall.

Hepatitis

Hepatitis ist eine ansteckende Leberentzündung, die lebensgefährlich verlaufen kann. Sie tritt bei Menschen und Hunden gleichermaßen auf. Die Hepatitis contagiosacanis (HCC) ist jedoch eine spezielle Form, die ausschließlich Hunde trifft.

Sie ist an folgenden Symptomen zu erkennen:

  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhte Temperatur
  • Müdigkeit
  • Durst
  • Später Durchfall und Erbrechen
  • Schmerzen im Bauchraum

Die Ansteckung erfolgt meist durch Kontakt mit Kot und anderen Körperausscheidungen, in denen der Virus lange erhalten bleibt. Lassen Sie deshalb Ihren Hund möglichst nicht mit den Ausscheidungen anderer Hunde in Berührung kommen.

Die Hepatitis selbst ist nicht behandelbar und verursacht weitere Leberschädigungen. Eine vorbeugende Impfung, die bereits im Welpenalter erfolgt, gehört zu den Core-Komponenten.

Parasiten: Endo- und Ektoparasiten

Parasitenbefall gehört zu den häufigsten Krankheiten, an denen unsere Hunde zu leiden haben. Man unterscheidet zwischen Endo- und Ektoparasiten.

Ektoparasiten

Ektoparasiten sind Milben, Zecken und Flöhe, die sich ganz schnell bei unseren Begleitern einnisten: beim Spaziergang, im Garten oder auf der Straße sowie beim Spielen mit Artgenossen. Sie saugen das Blut der Hunde und können dabei gefährliche Krankheiten wie Borreliose übertragen.

Die Symptome sind leicht festzustellen:

  • Juckreiz und Hautrötungen
  • Eitrige Wunden
  • Entzündungen und Hautirritationen
  • Haarausfall
  • Vermehrtes Schütteln der Ohren und schwarze Punkte in der Ohrmuschel (Ohrenmilben)

Durch regelmäßige Kontrolle und Fellpflege lässt sich der Befall mit Ektoparasiten rechtzeitig dämmen. Mit entsprechenden medizinischen Präparaten von Ihrem Tierarzt können Sie bereits vorhanden Befall in der Regel gut und schnell in den Griff bekommen.

Endoparasiten

Endoparasiten sind Würmer wie Band- oder Hakenwürmer sowie die gefährlichen Herzwürmer. Beachten Sie, dass einige Wurmarten auch den Menschen befallen können.

Achten Sie auf folgende Symptome:

  • Verdauungsprobleme
  • Durchfall, dünner oder eingeschleimter Kot
  • Blut im Kot
  • Erbrechen
  • Verstopfungen
  • Müdigkeit und Anfälligkeiten
  • Stumpfes Fell

Über Wurmkuren ist sowohl eine Prophylaxe als auch eine akute Behandlung möglich.

Hundekrankheiten im Alter

Grauer Star

Seniorhunde erkranken häufig an Grauem Star. Dabei wird die Sehkraft des Tiers stark beeinträchtigt.

Die Symptome sind:

  • Trübung der Augen
  • Gräulicher „Schleier“

Die Behandlung erfolgt ausschließlich durch Operation.

Tumore

Die meisten Tumore bei Hunden entstehen in höherem Alter. Wie bei Menschen ist zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren zu unterscheiden. Ein frühzeitiges Erkennen kann Hundeleben retten.

Achten Sie auf folgende Symptome:

  • Schwellungen der Haut und Beulen unter der Haut
  • Gewichtsverlust auch bei erhöhter Fütterungsmenge
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Gegebenenfalls Berührungsschmerzen

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