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Durchfall beim Hund – Ursachen kennen und richtig behandeln

11.05.2026 - Lesedauer: 7 Minuten

Weißer Welpe hockt auf Wiese und hat Durchfall

So häufig Durchfall beim Hund auftritt, so unterschiedlich können die Ursachen dafür sein - gönn deiner Fellnase Ruhe und beobachte sie.

„Oh je, mein Hund hat Durchfall!“ Diese Feststellung erschreckt viele Hundehalter – zu Recht. Wenn dein Hund unter Durchfall leidet, ist das ein sicheres Zeichen für eine gestörte Magen-Darm-Funktion. Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig. Hört der Durchfall schnell auf, reichen häufig eine magen- und darmschonende Spezialkost, aufbauende Präparate und Ruhe. Doch ein Durchfall kommt selten allein – viele andere Beschwerden können ihn begleiten. Lies hier, wie du mit dem Durchfall deines Hundes am besten umgehst und erfahre, wie du die richtige Schonkost vorbereiten kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durchfall beim Hund ist häufig und oft harmlos, kann aber auf Futterunverträglichkeiten, Stress, Infektionen oder Parasiten hinweisen.
  • Kurzzeitiger Nahrungsverzicht, Schonkost und ausreichend Flüssigkeit können helfen, den Magen-Darm-Trakt zu entlasten.
  • Als Schonkost eignet sich beispielsweise die Morosche Karottensuppe mit gekochtem Hühnchen und Reis. Diese Kombination ist leicht verdaulich, schont den gereizten Darm und hilft, den Stuhl wieder zu stabilisieren.
  • Hält der Durchfall länger als 1–2 Tage an oder treten Symptome wie Blut, Fieber, Erbrechen oder Mattigkeit auf, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.
  • Bei Welpen, Senioren oder chronisch kranken Hunden ist besondere Vorsicht geboten, da sie schneller austrocknen.

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Durchfall beim Hund: Welche Arten und Ursachen gibt es?

Durchfall ist die Ausscheidung von dünnflüssigem oder breiigem Kot, im medizinischen Fachjargon als Diarrhö bezeichnet.

Die verschiedene Arten von Durchfall bei Hunden

Während sich ein akuter Durchfall beim Hund nur auf wenige Tage beschränkt, kann ein Hund auch chronischen Durchfall haben: Dann bestehen die Beschwerden dauerhaft über einen langen Zeitraum. Je nach Ursache ist es außerdem möglich, dass ein Hund immer wieder Durchfall hat.

Leidet dein Hund immer wieder unter Durchfall, solltest du dies mit deinem Tierarzt besprechen. Dahinter können unterschiedliche Ursachen stecken, etwa Futtermittelunverträglichkeiten, aber auch organische Erkrankungen.

Du kannst deinen Tierarzt bei der Diagnose unterstützen, indem du ihm wichtige Anhaltspunkte über die Symptome lieferst. So können Notizen über die Art des Futters, Fütterungszeit und den Zeitpunkten, zu denen der Durchfall auftritt, sehr nützlich sein.

Übrigens lässt sich an bestimmten Merkmalen unterschieden, in welchem Darmabschnitt – im Dünn- oder Dickdarm – der Durchfall deines Hundes seinen Ursprung hat.

Unterschiede zwischen Dünndarmdurchfall und Dickdarmdurchfall sind zum Beispiel:
Dünndarmdurchfall
Dickdarmdurchfall
Menge Kotabsatz
Groß
Normal
Häufigkeit Kotabsatz
Minimal häufiger als normalerweise
Deutlich häufiger
Schleim im Kot
Seltener Durchfall mit Schleim
Schleimiger Durchfall (viel Schleim)
Durchfall mit Blut
Blut ist dem Kot aufgelagert
Blut mit Kot vermischt
Konsistenz
Dünn-wässriger Durchfall
Eher breiiger Durchfall

Ist bei einem Hund der Durchfall gelb, kann es sein, dass die Ursache schwerwiegender ist. In diesem Fall solltest du auf jeden Fall in einer tierärztlichen Praxis vorstellig werden.

Hat dein Hund immer wieder Durchfall, ist es auch sinnvoll, eine Kotprobe mit zum Tierarzt zu bringen. Im Labor kann diese auf verschiedene Krankheitserreger und Parasiten hin untersucht werden.

Mögliche Ursachen von Durchfall beim Hund

Durchfall beim Hund kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Häufig hängen die Beschwerden mit Fütterung, Infektionen oder zugrunde liegenden Erkrankungen zusammen.

Zu den häufigsten Auslösern zählen:

  • Falsche Nahrung: Die Aufnahme verdorbener Lebensmittel wie Aas, Essensreste aus dem Mülleimer oder zu alte bzw. verdorbene Frischnahrung (zum Beispiel Fleisch mit Madenbefall) kann den Magen‑Darm‑Trakt des Hundes stark reizen und akuten Durchfall auslösen.
  • Falsche Ernährung: Gewürztes Essen, Milchprodukte sowie unverträgliche oder giftige Lebensmittel wie Tomaten, Zwiebeln oder Avocados können die Verdauung des Hundes überfordern oder schädigen und zu Durchfall führen.
  • Tierfutterallergien- oder Unverträglichkeiten: Überempfindlichkeitsreaktionen auf bestimmte Futterbestandteile wie Weizen, einzelne Fleischsorten oder Konservierungsstoffe können akute oder chronische Durchfälle verursachen.
  • Ernährungsumstellung: Ein plötzlicher Futterwechsel, etwa von Trockenfutter auf BARF oder auf ein neues Futtermittel, kann die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und vorübergehend zu Durchfall führen.
  • Giftstoffe/schädliche Substanzen: Die Aufnahme von ausgelegten Giftködern, Pflanzengiften, Düngemitteln, Tiergiften wie Schneckenkorn oder Chemikalien wie Frostschutzmittel kann schwere Magen‑Darm‑Störungen (und Schlimmeres) verursachen, die häufig mit Durchfall einhergehen.
  • Medikamente: In manchen Fällen können zum Beispiel Antibiotika oder bestimmte Schmerzmittel beim Hund Durchfall als Nebenwirkung verursachen.
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Infektiöse Ursachen wie bakterielle oder virale Magen-Darm-Infekte, seltener auch Pilzinfektionen, durch Parasitenbefall mit Würmern (Helminthen) oder Einzellern (Protozoen, z. B. Giardien oder Kokzidien) verursachte Darmentzündungen, andere Darmerkrankungen, wie eine chronische Darmentzündung (“Inflammatory Bowel Disease”, kurz IBD) ohne bekannte Ursache.
  • Andere Grunderkrankungen: Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), Nieren- oder Leberschwäche, Autoimmunerkrankungen wie Morbus Addison oder auch hormonelle Erkrankungen. Ist eine Grunderkrankung außerhalb des Darms die Ursache für den Durchfall, bestehen meist zusätzliche, für diese Krankheit charakteristische Symptome.

Welche Symptome zeigt ein Hund bei Durchfall?

Durchfall kann mit weiteren Magen-Darm-Problemen, wie Bauchschmerzen, Bauchgrummeln oder Erbrechen einhergehen und kann auch von einer erhöhten Körperinnentemperatur (höher als 39,5 °C) begleitet sein.

Hat ein Hund Durchfall, dauert dieser im unkomplizierten Fall einen bis höchstens drei Tage. In dieser Zeit kann es sein, dass sich dein Hund ruhiger verhält oder etwas schlapp wirkt, möglicherweise hat er keinen Appetit oder ist sogar lethargisch. Ist der Durchfall akut, kommt es zu häufigem Kotabsatz. Darauf solltest du vorbereitet sein und bei entsprechenden Anzeichen deinen Hund sofort ausführen.

Wie stark die Symptome bei Durchfall ausfallen, hängt vom Einzelfall ab. Beobachte bei deinem Hund besonders intensive Beschwerden. Leidet dein Liebling unverhältnismäßig stark, hilft dir das Tierarztteam von Dr. Fressnapf schnell und vor allem stressfrei weiter. Bevor sich die Symptome bei Durchfall weiter verschlechtern, unterscheiden die erfahrenen Veterinärmediziner eine vermeintlich harmlose Magen-Darm-Erkrankung von unbedingt behandlungsbedürftigen Fällen, die lebensbedrohlich sein können. Unser Tierarztteam berät dich online bei Bedarf auch zu ernährungsbedingten Erkrankungen oder der individuellen Fütterung deines Tieres in den verschiedenen Lebensphasen.

Durchfall beim Hund: Ab wann sollte man zum Tierarzt?

Gesellt sich zu den genannten Symptomen eine erhöhte Körperinnentemperatur über 39,5 °C und/oder erbricht sich dein Hund dabei, suche bitte unverzüglich den Tierarzt oder eine Tierarztnotaufnahme auf.

Nur dein Tierarzt kann durch Untersuchungen eine Vergiftung, eine schwerwiegende Infektion oder ernste Organerkrankungen als Ursache des Durchfalls bei deinem Hund ausschließen.

Bei diesen Symptomen sofort zum Tierarzt:

  • Blutiger Durchfall
  • Häufiger wässriger Durchfall
  • Bauchschmerzen (Hund in „Gebetshaltung“ d. h. liegt mit der Brust auf dem Boden, steht auf den Hinterbeinen oder nimmt andere ungewohnte Positionen ein)
  • Hund ist unruhig
  • Hund ist lethargisch
  • Hund frisst und/oder trinkt nicht
  • Hund erbricht sich
  • Hund hat mehr als 39,5 °C Fieber

Der Expertentipp
von Tierärzten bei Dr. Fressnapf

Dr. Fressnapf Logo

“Hast du einen Welpen, solltest du ihn bei stärkerem Durchfall tierärztlich untersuchen lassen. Kleine Hunde haben noch nicht so viel Abwehrkraft und trocknen schneller aus infolge des Flüssigkeitsverlustes. Oft spielen Parasiten eine Rolle, insbesondere Giardien. Achte dann darauf, dass dein Hund mit der Therapie auch Präparate zur Stärkung der Darmflora bekommt. ”

Sehr gerne beraten wir dich persönlich und klären deine individuellen Fragen zum Thema Durchfall.

Tierarzt sprechen

Mein Hund hat Durchfall – was tun?

Hat dein Hund akuten Durchfall mit keinen oder nur leichten Begleitsymptomen wie erhöhter Körperinnentemperatur (höchstens 39,5 °C) und wirkt er lediglich etwas ruhiger als sonst, dann reicht es zunächst, wenn du ihn gut im Auge behältst und seine Selbstheilungskräfte unterstützt.

Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sicherstellen

Biete ihm unbedingt frisches, sauberes Wasser an und versuche, ihn zum Trinken zu animieren. Denn durch den Durchfall verliert der Hund viel Flüssigkeit, was zu einer Austrocknung (Dehydrierung) des Körpers führen kann. Verliert dein Hund infolge des Durchfalls mehr Flüssigkeit, als er aufnimmt, kann dies im Extremfall zu einem Kreislaufkollaps führen. Achte auf die Schleimhäute deines Hundes, zum Beispiel im Maul: Sind sie trocken oder sehen blass aus, solltest du zeitnah einen Tierarzt aufsuchen.

Schonkost in kleinen Portionen anbieten

Unterstütze deinen Hund, indem du ihm leichtverdauliches Futter bzw. eine sogenannte Schonkost anbietest. Man hat mittlerweile durch Studien festgestellt, dass ein Hund bei Durchfall oder Erbrechen nicht mehr nüchtern gehalten werden muss. Biete deinem Vierbeiner nur kleine, gut verdauliche Futtermengen an und füttere über den gesamten Tag verteilt mehrere Portionen. Die Aufteilung der Futterration soll den Magen-Darm-Trakt entlasten und ihm bei der Verdauung helfen.

Ein beliebtes Hausmittel gegen Durchfall beim Hund ist die Morosche Karottensuppe, da sie einfach zuzubereiten und leicht bekömmlich ist.

Verschlechtert sich das Allgemeinbefinden oder hört der Durchfall nach drei Tagen nicht auf, solltest du unverzüglich den Tierarzt aufsuchen. Welpen mit Durchfall bringst du bitte noch am selben Tag zum Tierarzt, da eine schnelle Dehydrierung droht, die auch lebensbedrohlich werden kann.

Elektrolyte ausgleichen und den Darm unterstützen

Nach dem Durchfall und auch währenddessen kannst du deinem Hund Präparate anbieten, die einerseits Energie spenden (durch enthaltene Zuckerverbindungen) und andererseits den Verlust von Mineralstoffen (Elektrolyten) ausgleichen (zum Beispiel Oralade, Virbac Multi-Elektrolyte). Je nach Präparat kannst du dies deinem Hund entweder als gebrauchsfertige Lösung verabreichen oder als Pulver aufgelöst im Trinkwasser anbieten. Das ist sinnvoll, um den ausgezehrten Hundeorganismus vor weiteren Organschäden zu bewahren. Das gilt insbesondere bei schwachen, alten Tieren und Welpen.

Beim Tierarzt und in Fachgeschäften wie im Fressnapf-Online-Shop bekommst du neben fertiger Schonkost für durchfallgeplagte Hundepatienten auch Präparate mit darmaufbauenden Stoffen wie Präbiotika, Probiotika, Ballaststoffen oder Gerbstoffen. Manchem Hund helfen bei Durchfall Kohletabletten: Sie dicken den Kot deines Hundes ein, jedoch sollte die Gabe immer mit einem Tierarzt abgesprochen sein. All diese Mittel arbeiten mit Wirkstoffen aus der Naturheilkunde.

Ist dein Hund auf bestimmtes Tierfutter angewiesen, etwa aufgrund bestimmter Organerkrankungen oder Diabetes, und muss er zudem noch spezielle Medikamente zu sich nehmen? Dann sprich vorher mit dem Tierarzt.

Hinweis: Die Fütterung eines veterinärmedizinischen Diätfutters darf nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt erfolgen. Das Team von Dr. Fressnapf hilft dir gerne weiter.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Durchfall beim Hund

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