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Giftige Pflanzen für Hunde – hier lauert die Gefahr!

11.04.2024 - Lesedauer: 10 Minuten

Wenn der Frühling kommt, riecht alles unendlich spannend für Hundenasen - probieren ist aber nicht erlaubt!

Neugier und Verfressenheit sind die beiden häufigsten Gründe, warum sich Hunde an Pflanzen und Früchten vergreifen. Könnte doch lecker sein? Vor allem Welpen sind stark gefährdet, sich zu vergiften, weil sie alles ins Maul nehmen. Es ist wichtig, dass du giftige Pflanzen für Hunde & Welpen erkennst und so deinen Hund vor der Gefahr schützen kannst!

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Sind Vergiftungen bei Hunden ein häufiges Problem?

Tatsächlich kommen Vergiftungen bei Hunden relativ häufig vor. Noch häufiger als durch giftige Pflanzen vergiften sich Hunde aber mit für sie ungeeigneten Lebensmitteln, Medikamenten oder durch Giftköder.

Hundebesitzer müssen wissen, welche Symptome auf eine mögliche Vergiftung hinweisen, welche Wald-, Garten- und Zimmerpflanzen ihren Vierbeinern gefährlich werden können und welche Maßnahmen im Falle einer Vergiftung notwendig sind.

Tipp: Hartnäckig hält sich der Mythos, dass Tiere giftige Pflanzen selbst erkennen. Gerade bei Hunden, die ja als Fleischfresser normalerweise wenig Interesse an Pflanzen zeigen, wird die Gefahr häufig unterschätzt. Leider kommt es deshalb immer wieder zu vermeidbaren Vorfällen von Vergiftungen bei Fellnasen.

Welche Pflanzen sind giftig für Hunde?

Es gibt eine Vielzahl von einheimischen und eingeführten Pflanzen, die für Hunde giftig sind. Einige der giftigsten Pflanzen wurden ursprünglich aus dem Ausland importiert und sind heute überall in unseren Parks heimisch geworden.

Bei den meisten Giftpflanzen besteht nur dann eine Gefahr, wenn dein Hund Teile der Pflanze frisst. Das können Blätter, Stängel oder auch die Früchte sein. Vorsicht, wenn dein Hund gerne Stöcke zernagt, die er im Wald oder Park findet – man weiß nie, von welchem Baum ein Ast oder Zweig stammt.

Besonders hoch ist das Risiko außerdem bei bestimmten, für Hunde giftigen Lebensmitteln. Gerade weil dein Hund dich essen sieht, könnte er motiviert sein, diese Pflanzenprodukte selbst zu probieren.

Eine andere Gefahr geht von Pflanzen mit Kontaktgiften oder -allergenen aus. Sie wirken schon bei Hautkontakt und können schwere Erkrankungen zur Folge haben. Der wichtigste Vertreter dieser Pflanzen ist der Riesen-Bärenklau. Beim Kontakt mit der Haut werden Giftstoffe übertragen, die dann unter Sonnenlicht zu einer sogenannten phototoxischen Reaktion führen. An den betroffenen Hautstellen entstehen starke Entzündungen, die an Verbrennungen erinnern.

Giftige Zimmerpflanzen für Hunde

Schon bevor dein Welpe einzieht, solltest du deine Zimmerpflanzen auf ihre Giftigkeit prüfen. Bei einem kleinen Hund oder einem Welpen stellst du die Topfpflanzen am besten erhöht – auf Regale und Fensterbretter. Besteht jedoch die geringste Gefahr, dass dein Hund eine Zimmerpflanze erreichen kann oder sie zum Beispiel von deiner Katze vom Fensterbrett gestoßen wird, überleg dir vielleicht doch lieber, die Pflanze zu verschenken.

Zu den für Hunde giftigen Pflanzen, mit denen viele Menschen ihre Wohnung verschönern, gehören Ficus, Zimmerfarn, Tulpe, Hyazinthe, Narzisse, Alpenveilchen, Krokus, Dieffenbachia, Oleander, Philodendron, Anthurium, Croton, Christusdorn, Azalee und der giftige Weihnachtsstern.

Schädliches Grün im Garten

Vor allem draußen gilt es, auf der Hut zu sein. Das betrifft deinen eigenen Garten, aber auch Parks und Wälder. Gehölze und Sträucher verlocken nicht nur Welpen zum Anknabbern, Zerbeißen und Schreddern. Dabei können über den Speichel große Mengen potenziell gefährlicher Pflanzenstoffe in den Magen deines Hundes oder Welpen gelangen. Besonders große Gefahr in deutschen Parks, Gärten und Wälder geht von Eibe, Seidelbast, Goldregen und Glyzinie aus. Sie enthalten starke Giftstoffe, die gefährlich für dein Tier werden können.

Das Gleiche gilt für den weitverbreiteten und beliebten Holunder. Er ist giftig und sollte nicht als Stöckchen für den Hund verwendet werden. Ebenso können Eberesche, Flieder, Oleander, Kirschlorbeer, Rhododendron, Efeu, Buchsbaum, Tollkirsche, Wacholder und Stechpalme bei Hunden zu Vergiftungen führen.

Die Vorsichtsmaßnahmen im Garten sollten aber noch weitergehen: Am besten verzichtest du gänzlich auf den Einsatz von Chemikalien wie Schneckenkorn oder Unkrautvernichter. Der Komposthaufen sollte so aufgestellt sein, dass er für den Hund nicht erreichbar ist. Vermeide unbedingt den Einsatz von Rattengift und ähnlichen Produkten. Sie gehören in professionelle Hände und dürfen keinesfalls für deinen Vierbeiner zugänglich sein.

Welche Blumen sind giftig für Hunde?

Im Frühling sind es besonders die hübschen Zwiebelpflanzen Tulpe, Krokus, Hyazinthe und Narzisse, Primel, Blaustern und Schlüsselblume, von denen dein Vierbeiner oder das Hundekind ferngehalten werden muss. Maiglöckchen stellen zwar eher für Menschen bei der Bärlauch-Ernte eine Gefahr dar, sind aber auch für deine Fellnase giftig.

Im Frühjahr und Sommer gibt es eine große Anzahl von beliebten, leider sehr giftigen Blumen im Garten. Dazu gehören die Hortensie, der Blaue Eisenhut, die Engelstrompete, der Fingerhut in all seinen Farben und Ginster.

Im Herbst geht eine große Gefahr von der Herbstzeitlose aus. Finden könnte dein Hund diese krokusartigen Gewächse auf Wiesen und in Ziergärten.

Giftige Früchte und Lebensmittel

Neben Blüten und Blättern stellen vor allem Früchte eine große Gefahr für deine Fellnase dar. Schon eine einzige rote Beere der Eibe bedeutet akute Lebensgefahr. Ebenfalls gefährlich ist das Pfaffenhütchen. Diese Pflanze bildet auffällig gefärbte Früchte, die von Hunden gerne gefressen werden. Sie können tödlich giftig sein!

Andere Früchte, die dein Hund nicht naschen sollte, sind Tollkirschen, Wacholderbeeren und Holunderbeeren. Vorsicht: Einige dieser Beeren wie Wacholder oder Holunder findet dein Hund vielleicht sogar in der Küche oder im eigenen Garten.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind Früchte, die sich in vielen Haushalten in der Obstschale finden: Weintrauben. Schon wenige Trauben oder Rosinen können schwere Vergiftungen hervorrufen und zum Tode führen. Bei Weintrauben treten die Beschwerden oft erst zeitversetzt nach bis zu 24 Stunden auf, was es sehr schwierig machen kann, die Vergiftung zu erkennen.

Die größte Vergiftungsgefahr für unsere Hunde in Deutschland findet sich aber tatsächlich im Haushalt – die Schokolade. Die verantwortliche Pflanze ist der Kakao-Baum. Kakao ist hochgiftig für Hunde. Je höher der Kakao-Anteil in einer Schokolade ist, desto gefährlicher ist der Verzehr für einen Vierbeiner.

Wichtig: Schon eine halbe Tafel Zartbitterschokolade kann bei einem kleinen Hund zum Herzstillstand führen. Lass niemals Schokolade in der Wohnung in Reichweite deines Hundes liegen – selbst dann nicht, wenn dein Vierbeiner eigentlich kein Essen klaut.

Nachschauen, was giftig ist

Du möchtest prüfen, ob in deinem Garten giftige Gewächse oder auf deiner Fensterbank giftige Pflanzen stehen? Im Internet gibt es zahlreiche Webseiten, die dich über Giftpflanzen für Hunde informieren. Die Universitäten Bonn und Zürich haben ausführliche Veterinärseiten eingerichtet. Dort findet man eine komplette Liste aller giftigen Pflanzen, der Vergiftungssymptome und der Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Tipp: Du bist unsicher, ob die Pflanzen in deinem Umfeld sicher sind und um welche es sich überhaupt handelt? Es gibt Apps, die dir mit einem einfachen Foto deiner Kamera am Smartphone verraten können, um welches ein Gewächs es sich handelt und sogar, ob es giftig ist.

Die am häufigsten gestellten Fragen rund um die potenziell giftigen, einheimischen Pflanzen haben wir dir im Folgenden zusammengestellt.

Ist Efeu giftig für Hunde?

Ist Eberesche giftig für Hunde?

Sind Avocados giftig für Hunde?

Sind Kartoffeln giftig für Hunde?

Ist Birkenzucker giftig für Hunde?

Giftige Pflanzen für Welpen

Die stärkste Gefährdung einer Vergiftung haben leider Welpen. Sie erkunden ihre Umwelt mit allen Sinnen – unter anderem mit dem Mäulchen und den Zähnchen. Da werden Blätter gefangen und zerrissen, Stöckchen zerkaut oder Wurzeln und Zwiebeln ausgebuddelt. Gehe schon vor dem Einzugstag deines Welpen offenen Auges durch Wohnung und Garten. Räume Zimmerpflanzen sicher weg oder verschenke die größeren in gute Hände. Hochgiftige Pflanzen im Garten wie Goldregen kannst du vielleicht noch umsetzen oder abgeben?

Dennoch lässt du deinen kleinen Liebling am besten die erste Zeit nicht unbeaufsichtigt im Garten und beschäftigst dich ausgiebig mit ihm. Denn ein müder Welpe kommt bestimmt nicht auf die Idee, den Garten umgestalten zu wollen.

Vergiftungen bei Hunden – Symptome

Du hast dein Möglichstes getan, aber dein Hund hat dennoch etwas Giftiges gefressen? Oder du bist dir nicht sicher, ob er Gift aufgenommen hat?
Die folgenden Symptome weisen auf eine Vergiftung hin: Apathie, Erbrechen oder/und Durchfall.

Treten Beschwerden dieser Art sehr plötzlich auf oder zeigt dein Vierbeiner darüber hinaus Symptome wie Zittern, Schwanken, starkes Speicheln oder Orientierungsverlust, können dies Anzeichen für eine Vergiftung sein.

Dein Hund oder Welpe muss umgehend zum Tierarzt gebracht werden! Nimm Proben vom Erbrochenen oder vom Kot mit und von der Pflanze, die der Hund oder Welpe gefressen hat, kann der Tierarzt schneller den Giftstoff identifizieren.

Bei vielen Giftstoffen kommt es erst nach einiger Zeit zu den schwerwiegenden Folgen wie Kreislaufkollaps und Atemlähmung. Nutze die Zeit, um deinen Hund in die Tierarztpraxis zu bringen, denn hat er wirklich etwas Giftiges gefressen, kann jede Minute über Leben und Tod entscheiden.

Achtung: Ganz ähnliche Symptome treten im Rahmen einer Wasservergiftung auf. Dabei nimmt der Hund zu viel Wasser auf. Finde heraus, was dahintersteckt, und achte im Sommer auf die Wassermenge, die dein Hund zu sich nimmt.

Notfall „Vergiftung“ beim Hund – was tun?

In einer gut sortierten Haus- oder Hunde-Apotheke liegen für solche Fällen Kohletabletten bereit. Verabreiche sie deinem Hund so früh wie möglich und mach dich dann sofort auf den Weg zum Tierarzt. Die Kohletabletten binden Giftstoffe im Darm und verhindern so, dass sie in den Blutkreislauf aufgenommen werden.

Achtung – es folgen zwei Maßnahmen, die du NICHT tun solltest:

  • Auf keinen Fall darfst du Milch zum Trinken geben, weil diese die Aufnahme der Gifte in den Körper beschleunigen kann.
  • Versuche auf keinen Fall, Erbrechen auszulösen. Manche Giftstoffe können die Speiseröhre verätzen. Übergibt sich dein Hund von selbst, nimm das Erbrochene mit zum Tierarzt.

Erziehung ist das beste „Gegenmittel“

Schon im Welpenalter kannst du damit beginnen, deinen Hund spielerisch an das richtige Verhalten im Garten zu gewöhnen. Das Gemüsebeet ist kein Platz zum Graben und Blumen sind nicht zum Pflücken durch kleine Hundemäuler gedacht. Eine gute Erziehung ist nun mal der beste Schutz – auch gegen giftige Pflanzen. Fängt dein Kleiner an zu knabbern, kannst du ihn durch ein bestimmtes „Nein!“ oder „Aus!“ und durch ein Händeklatschen davon abhalten. Ruf ihn dann zu dir – und wenn er brav angetrabt kommt, kannst du ihn mit einem Leckerchen belohnen.

Immer mehr Hundeschulen bieten spezielle Trainingseinheiten zum Thema „Giftköder“ an. Beim Training lernt dein Vierbeiner, möglichen Verlockungen beim Gassigehen zu widerstehen und selbst die leckersten Futterangebote nicht anzunehmen. Im besten Fall frisst deine Fellnase nur Dinge, die du ihm gibst. Das ist der beste Schutz vor giftigen Pflanzen, Giftködern und anderen Gefahren dieser Art für deinen Hund.

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Alternative: Kauspielzeug

Am besten ist natürlich die Vorbeugung, damit es erst gar nicht zu Vergiftungen kommen kann. Eine gute Methode, um sicherzustellen, dass der Welpe nicht alles (Un-)Mögliche anknabbert: Stell ihm genügend Kauspielzeug zur Verfügung. Dieses darf er ganz „legal“ mit seinen Zähnchen bearbeiten und sucht sich keinen Ersatz in der Wohnung oder im Garten. Besonders bei Junghunden im Zahnwechsel ist dies wichtig.

Es gibt für die vierbeinigen Liebhaber von Stöcken sogar spezielle Knabberhölzer, etwa einen gut fingerdicken Ast vom Olivenbaum. So wird die Knabberlust befriedigt, ohne dass dein Hund durch Gifte gefährdet ist.

Giftige Pflanzen für Hunde vermeiden – der hundefreundliche Garten

Doch wie soll dein hundegeeigneter Garten denn nun aussehen? Welche Pflanzen sind für einen Garten oder die Wohnung geeignet?

Es gibt eine Vielzahl von Bäumen, Sträuchern und Blumen, die für Hunde nicht giftig sind. Gut geeignet sind Laubbäume wie Ahorn, Birke oder Buche sowie Obstbäume aller Art, außer Wein. Du möchtest leckere Früchte selbst anbauen? Wie wäre es mit Erdbeeren, Himbeeren, Johannis- und Brombeeren? Bei den Sträuchern sind Forsythie, Jasmin und Strauchmalve eine gute Wahl.

Du magst es bunt? Dann setze doch Rosen, Lavendel, Sonnenblumen, Bartnelken oder Margeriten. Gänseblümchen und Löwenzahn finden den Weg ganz von allein in deinen Garten. Die meisten genannten Pflanzen sind nicht nur für deinen Hund geeignet, sondern auch noch bienenfreundlich. Damit legst du einen Garten für alle an!

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