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Ein Husky Welpe wird vom Tierarzt untersucht

Entwurmung beim Hund – erfolgreich gegen Parasiten vorgehen!

Wo Hunde spielen und schnüffeln, kommen sie früher oder später mit Würmern beziehungsweise deren Eiern in Kontakt. Um die Entwicklung der Parasiten zu stoppen und gefährliche Krankheiten zu vermeiden, gibt es unterschiedliche Strategien. Hier erfährst du, wie du gegen Würmer vorgehen kannst und was bei der Gabe von Wurmkuren zu beachten ist.

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Dieser Artikel wurde von einem Dr. Fressnapf-Tierarzt verfasst.
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Allgemeines zu Würmern und zur Entwurmung

Hunde, die artgerecht leben und frei laufen dürfen, kommen unweigerlich mit Würmern in Kontakt. Das ist nicht zu vermeiden und ein natürlicher Vorgang.

Die Wurmparasiten sind aber nicht nur für unsere Vierbeiner gefährlich, sondern können auch auf unsere Hände – beispielsweise beim Streicheln des Hundes – und dann in unsere Organismen übergehen. Sie befallen innere Organe, was zu schweren Erkrankungen führen kann. Für mehr Informationen über Krankheiten zwischen Hund und Mensch, lies dir bei Fressnapf den Ratgeber Gesundheit Zooanthropose durch.

Tierärzte und Tiergesundheitsratgeber empfehlen eine regelmäßige Entwurmung der Hunde, damit Hundespulwürmer und der Fuchsbandwurm keine Chance haben.

Parasiten bei Hunden: Grundlagen zu Würmern & Co

Es gibt zahlreiche Parasiten, mit denen unsere geliebten Vierbeiner sich infizieren können. Man teilt sie in Endoparasiten (leben im Tier) und Ektoparasiten (leben außen auf oder in der Haut) auf. Zu den Endoparasiten zählen Würmer, aber auch Einzeller wie z. B. Giardien. Ektoparasiten sind z. B. Milben, Flöhe, Haarlinge und Zecken.

Sie alle haben einen oder mehrere „Endwirte“: Im Endwirt werden die Parasiten geschlechtsreif und vermehren sich. Sie sind meist recht gut an ihn angepasst und schädigen ihn nur moderat. Manche Parasiten haben zusätzlich auch einen oder mehrere „Zwischenwirte“. In diesen machen sie bestimmte Entwicklungsschritte durch. Als „Fehlwirt“ bezeichnet man solche Tiere, an die der Parasit schlecht angepasst ist. Hier kommt es dann häufiger zu starken Schädigungen bis hin zum Tod.

Besonders gefährlich sind Parasiten für sehr junge oder sehr alte Tiere (und Menschen) sowie für solche, die bereits ein geschwächtes Immunsystem haben. Diese können sich schlechter gegen den Eindringling zur Wehr setzen und erleiden größere Schäden. Deswegen ist eine Parasitenbekämpfung bei allen Haustieren sinnvoll, um gefährdete Gruppen zu schützen.
In größeren Hundegruppen, z. B. in Tierheimen, Tierpensionen, Jagdmeuten oder auf Ausstellungen und Turnieren finden die Parasiten viel leichter einen neuen Wirt. Daher breiten sie sich hier schneller aus und sind schwieriger zu beseitigen. Eine gute Prophylaxe, also Vorbeugung, ist sehr wichtig!

Wie kommt der Wurm in den Hund?

Sehr häufig nehmen Hunde die infektiösen Wurmstadien (Eier und Larven) aus der Umwelt auf. Diese frühen Entwicklungsstadien sind weit verbreitet im Erdreich, auf Wiesen, Feldern, in Park- und Grünanlagen. Sie stammen vorwiegend aus Kot und Aas.

Auch der direkte Kontakt, also Beschnüffeln und Belecken des Analbereiches von infizierten Artgenossen, kann zur Ansteckung führen. Der Verzehr von wildlebenden Zwischenwirten (Mäuse, Vögel) und ein Flohbefall stellen ebenfalls ein Infektionsrisiko dar.

Hundewelpen können sich bereits im Mutterleib oder über die Muttermilch infizieren. Zudem gibt es Wurmarten, deren Larven die Haut des Hundes durchbohren können. Und nicht zuletzt können durch die Verfütterung von rohem Fleisch und Innereien (z. B. Lunge und Leber) verschiedene Parasiten auf den Hund übertragen werden.

Woran erkennt man einen Wurmbefall bei seinem Hund?

Das ist für den Besitzer nicht immer einfach zu erkennen. Ein gesunder, erwachsener Hund muss keine offensichtlichen Symptome aufweisen.

Allgemeine Symptome eines Wurmbefalls sind: Durchfall und Erbrechen, Schwäche, Abmagerung, Appetitverlust, stumpfes Fell, aufgeblähter Bauch, Juckreiz um den Anus herum, Infektanfälligkeit und Wundheilungsstörungen.
Manchmal findet man im Erbrochenem auch Spulwürmer oder weiße, reiskornähnliche Bandwurmglieder (Proglottiden) in Fell oder Kot.

Junge Tiere können durch den Nährstoffmangel in ihrem Wachstum zurückbleiben und die oben genannten Symptome deutlich stärker zeigen. Immungeschwächte Tiere können unter Infektanfälligkeit leiden. Ein massiver Wurmbefall kann sogar zum Darmverschluss führen, was einen lebensbedrohlichen Zustand darstellt.
Selbst wenn der Hund keine augenscheinlichen Symptome aufweist, sollte dem Besitzer klar sein, dass viele Wurmarten, insbesondere der Befall mit den Bandwurmarten Echinococcus multilocularis und Echinococcus granulosus und der Befall mit Spulwürmern bei dem Hund ein Risiko darstellt: Es handelt sich um Zoonoseerreger, also Parasiten, die auch den Menschen befallen können und vor allem für Kinder und immungeschwächte Personen gefährlich sein können.

Welche Wurmarten kommen beim Hund am häufigsten vor?

Wir unterscheiden die intestinalen Würmer, die tatsächlich im Magen- Darm-Trakt parasitieren von den extraintestinalen Würmen, die beispielsweise in der Haut, der Lunge oder dem Herzen leben.

 

Die häufigsten Wurmarten des Hundes sind:

 

Spulwürmer (Toxocara canis)

Hakenwürmer (Uncinaria stenocephala, Ancylostoma caninum)

Bandwürmer (Dipylidium caninum und Taenia spp.)

Herzwürmer (Dirofilaria immitis)

Wie oft den Hund entwurmen?

Diese Frage wird von Hundebesitzern, Tierärzten und Fachleuten ausgiebig diskutiert. Eines ist unumstritten: Bei akutem Wurmbefall solltest du auf jeden Fall entwurmen. Im Anschluss ist es wichtig, die Darmflora des Hundes wieder aufzubauen.

Früher war die Empfehlung, jeden Hund generell 3-4mal im Jahr zu entwurmen, dies ist jedoch nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr geht es darum, eine individuelle Risikoabschätzung für jedes Tier vorzunehmen. Dabei spielen das Alter, die Ernährung, die Haltungsform, die Nutzung des Tieres und auch die Reisefreudigkeit des Tierbesitzers eine wichtige Rolle.
Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Hundewelpen, Hunde, die in größeren Gruppen gehalten werden, Hunde mit Freilauf und Hunde, die rohes Fleisch oder Innereien fressen, ein höheres Risiko haben sich mit Parasiten zu infizieren.
Sollte das individuelle Risiko des Tieres nicht eindeutig eingeschätzt werden können, lautet die Empfehlung 4mal pro Jahr zu entwurmen.

Hundewelpen sollten ab der 2. Lebenswoche im Abstand von 14 Tagen entwurmt werden, bis 2 Wochen nach dem Absetzen. Ein säugendes Tier sollte immer parallel zur 1. Behandlung der Welpen mit entwurmt werden.
Auch bei engem Zusammenleben von Kindern oder auch immungeschwächten Personen mit Hunden sollte über ein sehr häufiges Entwurmen nachgedacht werden. Hat dein Tier einen Flohbefall, dann solltest du nicht nur die Flöhe behandeln, sondern auch gegen Bandwürmer entwurmen.
Man kann alternativ zur häufigen Entwurmung auch regelmäßige Kotuntersuchungen beim Tierarzt durchführen lassen. Da Wurmeier oder andere Parasiten nicht regelmäßig ausgeschieden werden, ist die Regelmäßigkeit der Überprüfung von großer Bedeutung! Eine einmalig negative Kotprobe bedeutet leider nicht, dass der Hund keine Würmer hat.

Solltest du mit deinem Hund auf Reisen gehen, informiere dich vorab, ob bestimmte Parasiten in deiner Urlaubsregion vorkommen. So gilt beispielsweise für die Herzwurmprophylaxe in Süd-, Zentral- und Osteuropa eine Behandlung mit geeigneten Präparaten ab dem Beginn einer möglichen Übertragung bis 30 Tage nach zuletzt möglicher Übertragung in monatlichen Abständen.
Bespreche in Ruhe mit deinem Tierarzt, welche Häufigkeit und Form der Entwurmung bzw. Parasitenprophylaxe für deinen Liebling optimal ist!

Was geschieht bei einer „Wurmkur“?

Die heutigen Entwurmungsmittel sind nicht mehr so belastend für den Hundekörper wie noch vor einigen Jahren. Die meisten Hunde zeigen keine für Menschen sichtbare Nebenwirkung. Dennoch können wie bei allen medizinischen Präparaten Nebenwirkungen wie Durchfall oder Lethargie auftreten. Sehr selten kann es zu neurologischen Ausfällen beim Hund kommen, insbesondere bei starkem Wurmbefall/Wurmabsterben.

Entwurmungspräparate gibt es von vielen verschiedenen Herstellern und mit unterschiedlichen Wirkungsweisen. Sie haben die Aufgabe, die Parasiten im Darm des Hundes abzutöten. Dabei werden häufig Wirkstoffe wie Milbemycinoxim und Praziquantel (zum Beispiel in Milbemax®) eingesetzt. Wenn du zu den Präparaten Fragen haben oder du zum Thema Entwurmung an sich eine zweite Meinung einholen willst, stehen dir unsere Tierärzte von Dr. Fressnapf online zur Verfügung.

Milbemycinoxim wirkt gegen Milben und Fadenwürmer, Praziquantel wird bei Saug- und Bandwürmern gegeben. Beide Präparate lähmen beziehungsweise verkrampfen die Muskulatur der Parasiten, wodurch diese abgetötet und schnell ausgeschieden werden.

Es bleibt nicht aus, dass die Darmflora deines Hundes mit jeder Gabe des Entwurmungsmittels in Mitleidenschaft gezogen wird. Die gesundheitlichen Spätfolgen einer über Jahrzehnte regelmäßig verabreichten Entwurmungskur sind nicht absehbar, solange die Pharmaindustrie keine Langzeitstudien dazu betreibt.

24 Stunden nach der abgeschlossenen Entwurmungskur kann sich dein Hund sofort mit Würmern anstecken. Es gibt bisher keine Impfstoffe gegen Würmer und Milben.

Womit kann entwurmt werden?

Dem Tierbesitzer stehen eine Vielzahl an Anthelminthika (Entwurmungsmittel) zur Verfügung.

  1. Spot-on Präparate (eine Flüssigkeit zum Auftropfen auf die Haut)
  2. Tabletten
  3. Entwurmungspasten zur Eingabe ins Maul
  4. Injektionen durch den Tierarzt
Hund bekommt Wurmkur beim Tierarzt

Der etwas andere Weg: regelmäßige Kotuntersuchungen

Die meisten Tierärzte empfehlen eine Entwurmung „als Prophylaxe“ alle drei bis vier Monate. Aber wie sieht es mit dem Entwurmen als vorbeugende Maßnahme tatsächlich aus?

Wer seinem Hund die lebenslange Medikamenteneinnahme ersparen möchte, dem steht ein probates Mittel der Überprüfung von tatsächlichem Parasitenbefall zur Verfügung: die Kotanalyse.

Gerade bei allergischen, kranken, alten oder allgemein geschwächten Hunden bietet sich die Untersuchung des Kots als gute Alternative zu den auf Verdacht verabreichten Entwurmungskuren an.

Ariane Wenzel
Tierärztin bei Dr. Fressnapf

Dr. Fressnapf Logo

Dr. Fressnapf Expertentipp:

“Würmer sind ein sehr häufiger, unbemerkter Begleiter unserer Hunde. Einmal an der falschen Stelle geschnuppert und schon ist das Wurmei aufgenommen. Nicht alle Hunde zeigen Symptome. Aber Würmer sind nicht Wirtspezifisch, sind also auch auf uns Menschen übertragbar und beanspruchen das Immunsystem. Daher ist eine profilaktische Vorsorge, oder eine regelmäßige Kotuntersuchung sehr anzuraten.”

Sehr gerne beraten wir dich persönlich und klären deine individuellen Fragen zum Thema Entwurmung.

Tierarzt sprechen

Verfahre dabei wie folgt:

  • Sammle drei Kotproben an drei aufeinanderfolgenden Tagen, denn die Würmer/Wurmeier werden nicht mit jedem Kotabgang deines Hundes ausgeschieden.
  • Gib diese im tiermedizinischen Labor oder bei deinem Tierarzt ab, wo sie auf Parasitenbefall untersucht werden.
  • Bei einem nachgewiesenen Wurmbefall ist eine Wurmkur unumgänglich.
  • Nimm die Kotanalysen regelmäßig etwa alle drei Monate vor, so garantierst auch du einen wurmfreien Hund.

Hund entwurmen: Kosten von Wurmkuren und Kotuntersuchungen

  • Die Kosten einer Entwurmungskur liegen zwischen 3 Euro und 15 Euro pro Tablette. Die Anzahl der benötigten Tabletten hängt vom Präparat, gegebenenfalls dem tatsächlichen Wurmbefall und dem Körpergewicht deines Hundes ab.
  • Eine Kotanalyse kostet zwischen 15 Euro und 30 Euro. Der Vorteil liegt in der Vermeidung von medikamentöser Belastung des Hundeorganismus.
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