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Ein Rottweiler liegt im Park.

Rottweiler – vierbeiniger Ordnungshüter und mutiger Bodyguard

Ohne seine Mitwirkung hätten Polizei und Sicherheitsdienste es schwer: Der eindrucksvolle Rottweiler macht sich mit seinen Qualitäten als Wach- und Schutzhund überall dort unverzichtbar, wo es etwas zu bewachen oder zu verteidigen gibt. Ein typischer Freizeithund ist der Rottweiler nicht. Wenn Sie allerdings Wert auf einen vierbeinigen Beschützer legen, ist der Rottweiler ideal – vorausgesetzt, Sie verfügen über die nötige Hundeerfahrung und Zeit, ihn zu beschäftigen.

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Ein Rottweiler-Welpe.

Steckbrief Rottweiler

  • Rasse
    Rottweiler
  • Herkunft
    Deutschland
  • Klassifikation
    Molossoide, doggenartige Hunde
  • Größe
    Rüde 61 bis 68 Zentimeter Schulterhöhe – Hündin 56 bis 63 Zentimeter Schulterhöhe
  • Gewicht
    Rüde 50 Kilogramm – Hündin 42 Kilogramm
  • Körperbau
    kräftig, kompakt, nicht plump, Rute waagerecht zum Körper
  • Augen
    dunkel, mittelgroß, mandelförmig
  • Ohren
    mittelgroß, anliegend
  • Fell und Farbe
    festes, kurzes Doppelfell; Farbe Schwarz mit rotbraunen Abzeichen an Gesicht, Brust, Beinen und Rutenansatz („Black Tan“)
  • Besonderheiten
    Hündinnen haaren vor der Läufigkeit
  • Charakter
    selbstbewusst und mutig, gehorsam, gelehrig und freundlich
  • Pflege
    regelmäßiges Bürsten
  • Gesundheit
    bei genetischer Veranlagung Neigung zu Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie, Herzproblemen, Lähmungen

Römische Rinder, germanische Händler: Geschichte des Rottweilers

Rottweiler gehören zu den ältesten deutschen Hunderassen. Ihre Wurzeln liegen jedoch jenseits der Alpen. Die Römer brachten nicht nur kulturelle Errungenschaften, sondern auch Tiere in die eroberten Gebiete. Sie nutzten Vorfahren der Rottweiler als Wächter für Viehherden, die den Legionen als Lebendproviant dienten. Einheimische Viehhändler waren sehr angetan von den kräftigen Hunden, denn auch sie mussten ihre Tiere sicher über die Handelsrouten führen. So kamen die Ur-Rottweiler nach Deutschland. Um die Stadt Rottweil herum vermischten sich die römischen Tiere mit den einheimischen Hunden: Der Rottweiler entstand. Da dort auch Metzger die Eigenschaften des Rottweilers als Wachhund für das Vieh schätzten, etablierte sich damals der Name “Rottweiler Metzgerhund”.

 

Seit 1910 ist der Rottweiler als Rasse offiziell anerkannt. Mit der Industrialisierung fiel seine Rolle als Hütehund vielerorts weg. Sein heutiges Aufgabengebiet liegt vornehmlich im Polizei- und Militärdienst. Auch in Katastrophengebieten kommt er mit seiner belastbaren, leistungsbereiten und gehorsamen Art als Helfer zum Einsatz. Durch seine wachsame, ruhige und selbstbewusste Art eignet er sich ebenfalls als Fährten-, Blinden- und Therapiehund. Einen Rottweiler bringt so schnell nichts aus der Ruhe, er agiert schnell, überlegt und gezielt, von Nervosität keine Spur.

Einordnung der Rasse Rottweiler

Aussehen und Wesen von Hunderassen sind genau definiert. Die FCI – Fédération Cynologique Internationale – ist ein Zusammenschluss von Zuchtverbänden mehrerer Länder, der seit 1911 existiert. Die FCI definiert insgesamt 367 Hunderassen und teilt diese in Gruppen ein. Der Rottweiler zählt zur FCI-Gruppe 2, Sektion 2: Den Molossoiden. Dazu gehören außerdem unter anderem Hovawart, Deutscher Boxer und Leonberger. Tiere dieser Gruppe weisen einen kräftigen Körperbau auf und wurden so gezüchtet, dass sie bedrohlich aussehen, da sie unter anderem als Wachhunde zum Einsatz kamen. Früher wurden Rottweiler und andere Vertreter dieser Gruppe neben der Bewachung von Vieh unter anderem zur Großwildjagd genutzt und sollen noch früher sogar für Gladiatoren-Kämpfe eingesetzt worden sein.

 

Obwohl der Rottweiler nie speziell als Kampfhund gezüchtet wurde, sondern ein alter Gebrauchshund ist, gilt er in einigen Bundesländern als Listenhund. Halter müssen dann spezielle Voraussetzungen erfüllen. In einigen Fällen kann der Hund durch einen bestandenen Wesenstest unproblematisch gehalten werden. Mancherorts ist jedoch beispielsweise keine Befreiung von der Leinen- und Maulkorbpflicht möglich. Informieren Sie sich bitte vor der Anschaffung eines Hundes über örtliche gesetzliche Regelungen.

Aussehen des Rottweilers

Der Rottweiler zeichnet sich durch eine typische Statur und Fellfarbe aus. Das kurze, dichte Fell reicht von Schwarz bis Dunkelbraun, mit einigen rostbraunen Abzeichen im Gesicht, an den Beinen und der Brust sowie dem Rutenansatz. Die mittelgroßen, anliegenden Hängeohren, die mandelförmigen Augen und die insgesamt stämmige Statur sind weitere Merkmale dieser Hunderasse. Eine große Farbvielfalt gibt es beim Rottweiler nicht. Trotz des muskulösen Körperbaus wirkt er nicht plump, sondern athletisch.

Rottweiler im Rasseportrait: Charakter und Wesen der Muskelpakete

Rottweiler gelten als selbstbewusst, draufgängerisch und aufmerksam. Den Hütetrieb ihrer Vorfahren haben sie nicht gänzlich abgelegt. Verteidigungsbereitschaft und Mut sind zentrale Charaktermerkmale, die allerdings zu Dominanzgehabe umschlagen können. Es liegt an Ihnen, Ihrem Rottweiler mit geduldiger Konsequenz klarzumachen, dass er sich unterordnen muss. Anderenfalls kann das Verhalten des Tieres aus dem Ruder laufen, da der Rottweiler dann schnell selbst die Führung übernimmt. Fehlende Erziehung und Beschäftigung oder unzureichende Bindung an seinen menschlichen Rudelführer könnten sich sonst beim sensiblen Rottweiler in Aggressionen äußern. Als Halter eines Rottweilers sollten Sie eine sichere Ausstrahlung zeigen.

Erziehung und Haltung des Rottweilers

Die Erziehung eines Rottweilers gehört also in die Hände eines erfahrenen und durchsetzungsstarken Halters. Wenn Sie Hundeanfänger sind, ist vom Rottweiler eher abzuraten. Alternativ sollten Anfänger eher einen älteren, ruhigen Vertreter aus dem Tierschutz adoptieren: Denn wie bei jeder Hunderasse gilt, jedes Individuum hat einen eigenen Charakter.

 

Bedenken Sie jedoch in jedem Fall, dass ein Rottweiler Aufgaben und Beschäftigung braucht, die er bei Arbeitseinsätzen ausleben kann. Das Wesen des Rottweilers ist ausgesprochen territorial und er bewacht sein Revier zuverlässig. Aus gutem Grund ist der Rottweiler ein geschätzter Objektschutzhund und Gebrauchshund bei Polizei und Schutzdiensten – also überall dort, wo eine gewisse Autorität des Hundes gewünscht ist. Auch als Hütehund ist der Rottweiler noch im Einsatz. Da es mancherorts Pflicht ist, zumindest in öffentlichen Verkehrsmitteln, sollten Sie Ihren Rottweiler außerdem an das Tragen eines bequem sitzenden Maulkorbs in der Öffentlichkeit gewöhnen.

 

Ohne Auslastung und intensives Training eignet sich ein Rottweiler häufig nicht als klassischer Familien- und Freizeithund. Dazu kommen die schiere Massigkeit und Kraft, gegen die ein Mensch nicht unbedingt ankommt, wenn das Tier sich gerade in den Kopf setzt, eigene Wege zu gehen. Als Sportbegleiter eines aktiven Halters und bei genügend intellektueller Förderung, beispielsweise beim Fährtentraining, ist ein artgerecht gehaltener Rottweiler aber ein hervorragender Begleiter, der eine enge Bindung aufbaut. Zudem kommt er aufgrund seines freundlichen und friedlichen Wesens dann auch für Familien mit Kindern infrage. Viel Zuwendung und Streicheleinheiten sollten neben einer konsequenten Erziehung beim Rottweiler entsprechend keinesfalls zu kurz kommen: Die Nähe und den Anschluss genießt er.

Ein Rottweiler leckt sich die Schnauze.

Pflege des Rottweilers

Rottweiler-Hündinnen erreichen eine Größe um die 60 Zentimeter Schulterhöhe, Rüden durchschnittlich 65 Zentimeter. Das Gewicht des Rottweilers liegt, je nach Größe und Geschlecht, zwischen 42 und 50 Kilo. Die Tiere neigen zu Übergewicht, rationieren Sie also das Futter und widerstehen Sie Bettelattacken.

 

Die hängenden Ohren des Hundes sollten Sie regelmäßig säubern, um Entzündungen vorzubeugen. Das kurze Fell ist insgesamt pflegeleicht, jedoch beugen Sie durch regelmäßiges Bürsten einem allzu großen Haarverlust vor. Außerdem regt das Bürsten den Kreislauf an. Für die Fellpflege eignen sich Noppenhandschuhe oder andere Hundebürsten.

 

Wie bei vielen großen Hunden ist auch beim Rottweiler die Lebenserwartung mit durchschnittlich zehn Jahren niedriger als bei kleineren Hunderassen. Vererbungsbedingt und durch ihre Größe neigen Rottweiler zu Dysplasie und Herzproblemen.

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