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Eine Nahaufnahme eine Malinois.

Der Malinois – ein hochaktiver Belgischer Schäferhund

Der Malinois ist ein äußerst cleverer, lebhafter und hochaktiver Arbeitshund mit belgischen Wurzeln. Die Hunderasse wird weltweit im Polizei- und Militärdienst eingesetzt. Erziehung und Auslastung des sportlichen Belgischen Schäferhundes stellen hohe Ansprüche an den Halter. Erfahrene Hände wissen mit seinem Arbeitseifer am besten umzugehen und erleben dann auch die weiche, freundliche Seite ihres „Malis“.

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Arbeitswilliger Gebrauchshund mit kurzer Zündschnur

Der „Mali“ – wie die Liebhaber der Rasse den Belgier auch gerne nennen – zählt zu den Belgischen Schäferhunden. In seiner ursprünglichen Aufgabe, dem Hüten von Schafen, kommt der arbeitswütige Gebrauchshund aber schon länger nicht mehr zum Einsatz. Heute spielt er seine Stärken im Polizeidienst, Schutzhundesport, in der Fährtensuche, der Rettungsarbeit oder als Schutz- und Wachhund aus.

 

Der Malinois gehört weltweit zu den am häufigsten bei Polizei, Zoll und Grenzschutz eingesetzten Hunderassen. Der robuste Arbeiter wurde sowohl körperlich als auch charakterlich in seiner Ursprünglichkeit erhalten. Dazu gehören auch die zwei Gesichter des Malinois: hart in der Arbeit und weich mit seinen Menschen zu Hause.

Der Charakter des Malinois

Im Grunde seines Herzens ist der Mali ein freundlicher Hund. Aggressivität und Angst werden bei der Zucht nicht toleriert. Dennoch gilt der Belgier als sehr charakterstark, agil und reaktiv – sprich: Ihm wird eine kurze Zündschnur nachgesagt. Die Hunde dieser Rasse haben einen starken Schutztrieb, den sie auch ungefragt einsetzen, wenn sie ihre Menschen bedroht sehen. Bei Unsicherheit oder dem Ausbleiben einer klaren Ansage ihres Hundehalters geht der Malinois bereitwillig nach vorne und klärt unklare Situationen auf seine Weise.

 

Nicht unterschätzen solltest du als potenzieller Halter auch den Jagdtrieb des Belgischen Schäferhundes. Mangelt es an Erziehung und ergibt sich die Gelegenheit, so besteht für Kleintiere und Katzen ein hohes Risiko, gejagt zu werden. Beim Zusammenleben im eigenen Haushalt lernen die meisten Malis aber schnell, wer „dazu gehört“. Dennoch ist es ratsam, ihn nicht mit Katzen oder Kleintieren alleine zu Hause zu lassen.

 

Der hochaktive Malinois bringt großen Arbeitseifer und vollständige Kooperationsbereitschaft mit. Er ist ein Paradebeispiel für den „Will to please“ bei Hunden, sprich die Bereitschaft, Kommandos ohne Zögern umzusetzen. Kombiniert mit seiner herausragenden Härte, Ausdauer und Intelligenz macht ihn dieser Wille, für seinen Menschen zu arbeiten, zum vierbeinigen Workaholic. Er braucht ein hohes Maß an geistiger und körperlicher Auslastung. Fehlt ihm diese, beschäftigt er sich schnell selbst: Überzogenes Wachen mit beständigem Bellen, Aggressionen oder das Zerstören von Gegenständen sind Anzeichen einer unzureichenden oder falschen Auslastung.

Erziehung und Haltung

Der Malinois benötigt eine klare Führung mit einer konsequenten und zugleich freundlich-fairen Hand. Der intelligente Hund ist gar nicht schwer zu erziehen, denn er möchte ja gefallen. Allerdings ist Hundeerfahrung empfehlenswert, denn der smarte Belgier neigt dazu, selbstständig nach Lösungen zu suchen und dabei schneller zu denken als seine Menschen. Sein Selbstbewusstsein und die Tendenz, bei Unsicherheit nach vorne zu gehen, können sogar bei erfahrenen Hundehaltern zu Überraschungen führen. Für Ersthundehalter ist der Malinois deshalb kaum die richtige Wahl. Lege besonderes Augenmerk auf eine optimale Sozialisierung und klare Regeln im Umgang mit fremden Hunden und Menschen! Für die in Städten oft beliebte Hundewiese ist diese Rasse nicht geeignet.

 

Ein hohes Maß an Auslastung und echter Arbeit ist ein Muss für den motivierten Belgier. Er ist ein ernsthafter Hund, der sich eng an seinen Menschen bindet, und mit ihm am liebsten den kompletten Alltag verbringt. Im Schutzhunde-, Militär- oder Polizeidienst sowie mit anderen anspruchsvollen Aufgaben beschäftigt, blühen die energischen Gebrauchshunde so richtig auf. Hunde-Freizeitsport wie Agility oder Mantrailing ersetzen diese Arbeit nicht vollständig, können aber ausreichen, um den Arbeitswillen der smarten Schäferhunde zu befriedigen. In ihrer Freizeit sind gut ausgelastete Malinois meist ausgeglichene und liebevolle Familienmitglieder, die auch mit den kleinsten Zweibeinern der Familie rücksichtsvoll umgehen. Die Größe der Wohnung selbst und die Frage, ob ein Garten vorhanden ist oder nicht, ist bei einer optimalen Beschäftigung des Belgischen Schäferhundes zweitrangig. Zu Hause sollte in jedem Fall Ruhe herrschen und zum Schlafen braucht der sympathische Belgier nur seine Decke.

Pflege des Malinois

Als typische Arbeitshunderasse hat der Mali ein kurzes, robustes und pflegeleichtes Fell. Es genügt, wenn du ihn einmal wöchentlich bürstest. Kontrolliere zudem regelmäßig Augen, Ohren und Krallen, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Das ist wichtig, denn Belgische Schäferhunde sind hart im Nehmen und zeigen mögliche Verletzungen oder Schwächen oft nicht durch ihr Verhalten.

Besonderheiten und Gesundheit

Anders als bei anderen Hunderassen hat das Äußere des Malinois in der Zucht nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Seine Gebrauchstüchtigkeit – und damit auch seine körperliche Gesundheit, Sportlichkeit und Härte – standen neben dem Charakter stets im Vordergrund bei der Zuchtauswahl. Die belgische Rasse gilt deshalb als sehr robust.

 

Wie alle Schäferhund-Rassen ist allerdings auch der Mali anfällig für Gelenkserkrankungen – unter anderem Dysplasie an Hüftgelenk und Ellenbogen sowie Spondylose. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) sowie ihm untergeordnete Zuchtvereine sind gute Anlaufstellen für Informationen und Adressen von seriösen Züchtern. Das ist besonders wichtig, damit du einen wesensfesten und zuverlässigen Belgischen-Schäferhund-Welpen erhältst. Aus zweifelhafter Zucht bringen Tiere dieser Rasse oft eine übersteigerte Aggressivität mit und sind schwer zu sozialisieren und zu führen.

 

Der Malinois sollte schlank und sportlich sein. Bei einer bedarfsgerechten Ernährung und gesunder, altersgerechter Auslastung kann der sportliche Gebrauchshund bis zu zwölf Jahre alt werden.

 

Steckbrief Malinois

  • Rasse
    Malinois
  • Herkunft
    Belgien
  • Klassifikation
    Hütehunde und Treibhunde, Sektion Schäferhunde
  • Größe
    groß, Widerristhöhe 56 bis 66 Zentimeter
  • Gewicht
    20 bis 30 Kilogramm
  • Körperbau
    sportlich, gut bemuskelt aber schlank, mit stolzer Haltung
  • Augen
    schwarz, groß und aufmerksam
  • Ohren
    dunkle Stehohren
  • Fell und Farbe
    hellbraunes, kurzes Fell, mit dunkler Maske
  • Besonderheiten
    hohes Aktivitätslevel, benötigt rassegerechte Auslastung und Erziehung
  • Charakter
    gelehrig, wachsam, anhänglich, selbstbewusst und lebhaft
  • Gesundheit
    robuste, ursprüngliche Rasse, allerdings mit Anfälligkeit für Gelenkserkrankungen (z. B. Dysplasie an Hüftgelenk und Ellenbogen sowie Spondylose)

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