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Der Malinois – ein hochaktiver Belgischer Schäferhund

20.11.2023 - Lesedauer: 5 Minuten

Eine Nahaufnahme eine Malinois.

Der Malinois ist ein äußerst cleverer, lebhafter und hochaktiver Arbeitshund mit belgischen Wurzeln. Die Hunderasse wird weltweit im Polizei- und Militärdienst eingesetzt. Erziehung und Auslastung des sportlichen Belgischen Schäferhundes stellen hohe Ansprüche an den Halter. Erfahrene Hände wissen mit seinem Arbeitseifer am besten umzugehen und erleben dann auch die weiche, freundliche Seite ihres „Malis“.

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Arbeitswilliger Gebrauchshund mit kurzer Zündschnur

Der „Mali“ – wie die Liebhaber der Rasse Malinois den Belgier auch gerne nennen – zählt zu den Belgischen Schäferhunden. In seiner ursprünglichen Aufgabe, dem Hüten von Schafen, kommt der arbeitswütige Gebrauchshund aber schon länger nicht mehr zum Einsatz. Heute spielt er seine Stärken im Polizeidienst, Schutzhundesport, in der Fährtensuche, als Rettungshund oder als Schutz- und Wachhund aus.

Der Malinois gehört weltweit zu den am häufigsten bei Polizei, Zoll und Grenzschutz eingesetzten Hunderassen. Der robuste Arbeiter wurde sowohl körperlich als auch charakterlich in seiner Ursprünglichkeit erhalten. Dazu gehören auch die zwei Gesichter des Malinois: hart in der Arbeit und weich mit seinen Menschen zu Hause.

Malinois: Charakter und Eigenschaften

Im Grunde seines Herzens ist der Mali ein freundlicher Hund. Aggressivität und Angst werden bei der Zucht nicht toleriert. Dennoch gilt der Belgier als sehr charakterstark, agil und reaktiv – sprich: Ihm wird eine kurze Zündschnur nachgesagt. Hunde der Rasse Malinois haben einen starken Beschützerinstinkt, den sie auch ungefragt einsetzen, wenn sie ihre Menschen bedroht sehen. Bei Unsicherheit oder dem Ausbleiben einer klaren Ansage ihres Hundehalters geht der Malinois bereitwillig nach vorne und klärt unklare Situationen auf seine Weise.

Nicht unterschätzen solltest du als potenzieller Halter auch den Jagdtrieb des Belgischen Schäferhundes. Mangelt es an Erziehung und ergibt sich die Gelegenheit, so besteht für Kleintiere und Katzen ein hohes Risiko, gejagt zu werden. Beim Zusammenleben im eigenen Haushalt lernen die meisten Malis aber schnell, wer „dazu gehört“. Dennoch ist es ratsam, ihn nicht mit Katzen oder Kleintieren alleine zu Hause zu lassen.

Der hochaktive Malinois bringt großen Arbeitseifer und vollständige Kooperationsbereitschaft mit. Er ist ein Paradebeispiel für den „Will to please“ bei Hunden, sprich die Bereitschaft, Kommandos ohne Zögern umzusetzen. Kombiniert mit seiner herausragenden Härte, Ausdauer und Intelligenz macht ihn dieser Wille, für seinen Menschen zu arbeiten, zum vierbeinigen Workaholic. Er braucht ein hohes Maß an geistiger und körperlicher Auslastung. Fehlt ihm diese, beschäftigt der Malinois sich schnell selbst: Überzogenes Wachen mit beständigem Bellen, Aggressionen oder das Zerstören von Gegenständen sind Anzeichen einer unzureichenden oder falschen Auslastung.

Steckbrief Malinois

Rasse
Malinois
Herkunft
Belgien
Klassifikation
Hütehunde und Treibhunde, Sektion Schäferhunde
Größe
groß, Widerristhöhe 56 bis 66 Zentimeter
Gewicht
20 bis 30 Kilogramm
Körperbau
sportlich, gut bemuskelt aber schlank, mit stolzer Haltung
Augen
schwarz, groß und aufmerksam
Ohren
dunkle Stehohren
Fell und Farbe
hellbraunes, kurzes Fell, mit dunkler Maske
Besonderheiten
hohes Aktivitätslevel, benötigt rassegerechte Auslastung und Erziehung
Charakter
gelehrig, wachsam, anhänglich, selbstbewusst und lebhaft
Gesundheit
robuste, ursprüngliche Rasse, allerdings mit Anfälligkeit für Gelenkserkrankungen (z. B. Dysplasie an Hüftgelenk und Ellenbogen sowie Spondylose)

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Für wen ist ein Malinois geeignet?

Der Malinois eignet sich aufgrund seines selbstbewussten und dynamischen Wesens eher nicht als Anfängerhund. Hundeerfahrung ist für die Halter unbedingt empfehlenswert, denn der smarte Belgier neigt dazu, selbstständig nach Lösungen zu suchen und dabei schneller zu denken als seine Menschen. Sein Selbstbewusstsein und die Tendenz, bei Unsicherheit nach vorne zu gehen, können sogar bei erfahrenen Hundehaltern zu Überraschungen führen. Für Ersthundehalter ist der Malinois deshalb kaum die richtige Wahl.

Ist ein Malinois als Familienhund geeignet?

Auch als klassischer Familienhund ist der Malinois aufgrund seines ausgeprägten Arbeitswillen eher nicht geeignet. Um den Malinois richtig auszulasten reichen gemütliche Spaziergänge nicht aus. Der Malinois braucht eine Aufgabe und wird sich trotz der engen Verbundenheit zu seinen Menschen als reiner Familienhund nicht genug gefordert fühlen. Im Umgang mit Kindern kann er zwar sehr liebevoll sein, allerdings solltest du Katzen und andere Kleintiere besser nicht mit einem Mali allein lassen, da sein Jagdtrieb nicht zu unterschätzen ist.

Ist ein Malinois schwer zu erziehen?

Der Malinois benötigt eine klare Führung mit einer konsequenten und zugleich freundlich-fairen Hand. Der intelligente Hund ist gar nicht schwer zu erziehen, denn er möchte ja gefallen. Lege besonderes Augenmerk auf eine optimale Sozialisierung und klare Regeln im Umgang mit fremden Hunden und Menschen! Für die in Städten oft beliebte Hundewiese ist diese Rasse nicht geeignet.

Ein hohes Maß an Auslastung und echter Arbeit ist ein Muss für den belgischen Malinois. Er ist ein ernsthafter Hund, der sich eng an seinen Menschen bindet, und mit ihm am liebsten den kompletten Alltag verbringt. Im Schutzhunde-, Militär- oder Polizeidienst sowie mit anderen anspruchsvollen Aufgaben beschäftigt, blühen die energischen Gebrauchshunde so richtig auf. Hunde-Freizeitsport wie Agility oder Mantrailing ersetzen diese Arbeit nicht vollständig, können aber ausreichen, um den Arbeitswillen der smarten Schäferhunde zu befriedigen. In ihrer Freizeit sind gut ausgelastete Malinois meist ausgeglichene und liebevolle Familienmitglieder, die auch mit den kleinsten Zweibeinern der Familie rücksichtsvoll umgehen. Die Größe der Wohnung selbst und die Frage, ob ein Garten vorhanden ist oder nicht, ist bei einer optimalen Beschäftigung des belgischen Malinois zweitrangig. Zu Hause sollte in jedem Fall Ruhe herrschen und zum Schlafen braucht der sympathische Belgier nur seine Decke.

Pflege des Malinois

Als typische Arbeitshunderasse hat der Mali ein kurzes, robustes und pflegeleichtes Fell. Es genügt, wenn du ihn einmal wöchentlich bürstest. Kontrolliere zudem regelmäßig Augen, Ohren und Krallen, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Das ist wichtig, denn der belgische Malinois ist hart im Nehmen und zeigt mögliche Verletzungen oder Schwächen oft nicht durch sein Verhalten.

Malinois: Besonderheiten und Gesundheit

Anders als bei anderen Hunderassen hat das Äußere des Malinois in der Zucht nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Seine Gebrauchstüchtigkeit – und damit auch seine körperliche Gesundheit, Sportlichkeit und Härte – standen neben dem Charakter stets im Vordergrund bei der Zuchtauswahl. Die belgische Hunderasse Malinois gilt deshalb als sehr robust.

Wie alle Schäferhund-Rassen ist allerdings auch der Mali anfällig für Gelenkserkrankungen – unter anderem Dysplasie an Hüftgelenk und Ellenbogen sowie Spondylose. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) sowie ihm untergeordnete Zuchtvereine sind gute Anlaufstellen für Informationen und Adressen von seriösen Züchtern. Das ist besonders wichtig, damit du einen wesensfesten und zuverlässigen Belgischen-Schäferhund-Welpen erhältst. Aus zweifelhafter Zucht bringen Tiere dieser Rasse oft eine übersteigerte Aggressivität mit und sind schwer zu sozialisieren und zu führen.

Lebenserwartung: Wie alt werden Malinois?

Der Malinois sollte schlank und sportlich sein. Bei einer bedarfsgerechten Ernährung und gesunder, altersgerechter Auslastung kann der sportliche Gebrauchshund bis zu zwölf Jahre alt werden.

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