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Fellwechsel beim Hund – so kannst du deinen Vierbeiner unterstützen

23.10.2023 - Lesedauer: 9 Minuten

Ein langhaariger Hund hält sein Gesicht gegen den Wind

Zweimal im Jahr passiert der Fellwechsel bei deinem Hund

Zweimal im Jahr wird es haarig: Dein Hund kommt in den Fellwechsel. Doch warum wechselt dein Vierbeiner eigentlich sein Fell und kann der Fellverlust auch andere Ursachen haben? Was sind normale Begleiterscheinungen des Fellwechsels und wie kannst du deinen Liebling in dieser Zeit am besten unterstützen? Alles, was du über den Fellwechsel wissen musst und wie ihr ihn gemeinsam durchsteht, ohne euch die Haare zu raufen, haben wir in diesem Ratgeber für dich zusammengestellt.

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Was löst den Fellwechsel beim Hund aus?

Der Auslöser des Fellwechsels ist vor allen Dingen die jahresszeitlich bedingte Veränderung der Tageslichtlänge: Wenn im Frühling die Tage länger werden produziert die Zirbeldrüse (Epiphyse) im Gehirn weniger Melatonin. Hauptsächlich steuert dieses Hormon den Schlaf-Wach-Rhythmus, stößt aber unter anderem auch den Fellwechsel an. So entwickelt dein Hund sein Sommerfell. Werden die Tage im Herbst dann wieder kürzer, wird die Melatoninproduktion angekurbelt, was wiederum ein Signal an den Körper ist – diesmal, das Winterfell mit der dichten Unterwolle auszuprägen.

Die meisten Hunderassen verlieren das ganz Jahr über Fell. Ist ein Haar ausgewachsen, löst es sich und macht Platz für ein neues. In der Zeit des Fellwechsels haaren Hunde besonders stark. Wie stark ist von Alter, Rasse und Hormonstatus abhängig: Ältere Tiere haaren häufig mehr als junge, kastrierte haaren mehr als unkastrierte und Hündinnen verlieren besonders vor der Läufigkeit viel Fell. Fast alle Säugetiere passen die Struktur ihres Fells den jahreszeitlichen Bedingungen an. In der Wildnis schützen sich so viele Tiere nicht nur vor der Kälte, sondern tarnen sich auch gegenüber Fressfeinen und Beutetieren, indem sie zum Beispiel ein weißes Fell entwickeln, das sie im Schnee quasi unsichtbar macht.

In welchem Monat findet der Fellwechsel beim Hund statt?

Die meisten Hunde wechseln im April und Mai und im September und Oktober ihr Fell. In der Regel dauert der Fellwechsel etwa sechs bis acht Wochen. Haart dein Hund in diesen Monaten vermehrt und zeigt keine anderen Symptome, kannst du davon ausgehen, dass es sich um den ganz normalen jahreszeitlich bedingten Fellwechsel handelt.

Treten mit dem Fellverlust andere Begleiterscheinungen auf, solltest du im Zweifel tierärztlichen Rat einholen. Nicht wenige Erkrankungen gehen mit Fellverlust oder Anomalien der Haut und des Fells einher. Nicht umsonst sagt man, dass ein gesundes glänzendes Fell auf einen gesunden Hund schließen lässt. Parasitenbefall,
bakterielle Infektionen, Allergien, Hautpilz, Autoimmunerkrankungen, hormonelle Störungen oder psychische Belastungen gilt es bei plötzlich auftretendem Haarausfall außerhalb der Fellwechselzeiten differenzialdiagnostisch in der Tierarztpraxis abzuklären.

Der Fellwechsel im Überblick:

  • Wenn die Temperaturen steigen und die Tage im Frühjahr länger werden, verliert dein Hund langsam sein Winterfell und bekommt sein leichteres Sommerfell.
  • Der Fellwechsel im Frühling findet meist in den Monaten April und Mai statt.
  • Im Herbst wächst dann nicht nur zusätzliches Winterfell nach: Es findet abermals eine Rundum-Erneuerung statt. Und das heißt: Die Haare fallen wieder aus, wenn auch weniger als im Frühjahr. Das Winterfell bildet sich mit einer meist dickeren Unterwolle (je nach Rasse), die deinen Hund vor Kälte schützt.
  • Der Fellwechsel im Herbst findet meist in den Monaten September und Oktober statt.

Was hilft meinem Hund beim Fellwechsel?

Der Fellwechsel ist für deinen Hund nicht immer angenehm. Insbesondere bei Rassen mit starkem Unterfell kann während des Fellwechsels Juckreiz auftreten. Denn wenn ausgefallene Haare im Fell verbleiben, können sie pieken. Manche Hunde kratzen sich dann ständig. Bei anderen ist die Unterwolle so dicht, dass sie keine Luft mehr an die Haut lässt. Die toten Haare schieben sich in Platten durch das Deckhaar und verleihen dem Fell einen räudigen Look. Weil totes Haar von Bakterien besiedelt wird, die es zersetzen, entsteht auch der typisch muffige Fellgeruch.

Die gute Nachricht ist: Es gibt eine Menge, was du tun kannst, um deinen Hund zu unterstützen und den Fellwechsel zu beschleunigen. Am einfachsten und effektivsten ist der regelmäßige Griff zur Bürste. So entfernst du abgestorbenes Haar, erhöhst die Luftzirkulation im Fell und linderst den Juckreiz. Zwei weitere Effekte hat das regelmäßige Bürsten: Zum einen wird die Haut durch die Massagewirkung besser durchblutet. Sie wird geschmeidiger und gleichzeitig gestärkt. Ihr Schutzfilm kann sich besser regenerieren. Zum anderen entdeckst du bei der routinemäßigen Pflege Zecken, Flöhe oder Hautekzeme und kannst deinen Hund sofort behandeln (lassen).

Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Ernährung: Haare bestehen zum Großteil aus Keratin, also Eiweiß. Daher steigt im Fellwechsel der Bedarf an hochwertigem Eiweiß. Ein proteinreiches Futter ist die perfekte Grundlage. Angereichert mit Vitaminen und hochwertigen ungesättigten Fettsäuren, beschleunigt ihr den Fellwechsel von innen. Besonders die Vitamine des B-Komplexes – allen voran Biotin (Vitamin-B7) – unterstützen Haut und Fell in ihrer Funktion. Eine gute Quelle für B-Vitamine ist zum Beispiel Bierhefe, die über das Futter gegeben werden kann. Aber auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren wie zum Beispiel in Lachsöl, Leinöl oder Borretschöl unterstützen deinen Vierbeiner jetzt optimal. Es sind zwar nur geringe Mengen erforderlich, doch für den Hautstoffwechsel sind die Spurenelemente Kupfer und Zink wichtig. Ganz ohne Kupfer wäre dein Hund ein recht farbloses Wesen: Es trägt zur Bildung des Pigments Melanin bei, das Haut und Fell erst Farbe verleiht. Für ein leuchtendes, glänzendes Fell sind die beiden Spurenelemente wichtig.
Lass dich zum Thema Ernährung beim Fellwechsel unbedingt in deiner Tierarztpraxis beraten, bevor du den Fellwechsel eigenmächtig mit Nahrungsergänzungsmitteln begleitest.

Du brauchst professionelle Unterstützung bei der Fellpflege oder hast Fragen, welche Pflegeprodukte für den Felltyp deines Hundes die richtigen sind? Dann sprich uns im Fressnapf Salon an oder vereinbare gleich online deinen Termin bei uns.

Wie oft sollte ich meinen Hund beim Fellwechsel bürsten?

Die einfache Antwort lautet: am besten täglich. Vielleicht könnt ihr ja ein kleines Pflegeritual einführen – zum Beispiel direkt nach der Gassirunde? So fallen dir auch gleich unliebsame Gäste wie Zecken ins Auge und Blätter, Kletten und Grannen können einfach mit entfernt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass so auch weniger Haare, Ungeziefer und Pflanzenteile in deiner Wohnung landen.

Welche Fellpflegeprodukte brauche ich, wenn mein Hund im Fellwechsel ist?

Vor allen Dingen brauchst du die richtige Bürste für den Felltyp deines Hundes: Eine Zupfbürste mit dichten Pins und gewölbten Bürstenfeld eignet sich hervorragend zum Ausbürsten der Unterwolle bei Langhaarrassen wie zum Beispiel Tibet Terriern oder Bearded Collies. Ein Entfilzer und ein Entwirrungsspray helfen dir dichtes, langes Fell schmerzfrei wieder kämmbar zu bekommen. Bei kurzhaarigen Hunden wie Jack Russel Terriern lösen Bürsten mit weichen Noppen aus Gummi Schmutz und abgestorbenes Haar aus dem Fell, ohne die empfindliche Haut zu verletzen. Bei trockner, schuppiger Haut leisten Haut- oder Fellpflegesprays und Abhilfe und machen das Fell duftig und leicht kämmbar. Oft enthalten sie Aloe-Vera, Vitamin E oder Pro-Vitamin B5 und unterstützen so den natürlichen Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Baden solltest du deinen Liebling nur im Notfall: Es schwächt den Säureschutzmantel der Haut und ist daher im Fellwechsel kontraproduktiv.

Werkzeuge für die Fellpflege

  • Zupfbürste: eine perfekte Bürste, um lose Haare und Schmutzpartikel zu entfernen. Sie ist ideal, um Filz zu lösen.
  • Borstenbürste: bestens geeignet für Rassen mit kurzen oder borstigen Haaren.
  • Entfilzer
  • Gummistriegel: zur Hautmassage und zur Gewöhnung von Welpen ans Bürsten und Kämmen.
  • Furminator: Mit dem Furminator bürstest du die lose Unterwolle aus dem Fell.
  • Trimmer: eine Spezialschere mit stumpfen Kanten, um totes langes Haar, beispielsweise beim Rauhaardackel, zu entfernen.
  • Haut- und Fellpflegesprays: beugen Hautirritationen vor, pflegen trockene, schuppige Haut, neutralisieren Gerüche und sorgen für eine gute Kämmbarkeit

Was hilft meinem Hund gegen Juckreiz im Fellwechsel?

Juckreiz entsteht im Fellwechsel meistens durch abgestorbenes Haar, das dem nachwachsenden Fell im Weg ist und die Luftzirkulation im Fell verhindert. Durch das tote Haar kommt keine Luft an die Haut und so kann es zu trockener Haut, Schuppenbildung oder Hautirritationen kommen. Da das tote Haar von Bakterien besiedelt wird, kann sich so auch ein Klima entwickeln, in dem Parasiten sich wohlfühlen oder ein Nährboden für Pilzinfektionen entsteht.

Die beste Hilfe ist, die Unterwolle auszubürsten und so das Fell zu belüften. Durch die Massage der Haut beim Bürsten regst du die Produktion der Talgdrüsen an und die Haut reguliert ihren Feuchtigkeitsgehalt. Ist die Haut schon schuppig, gerötet oder gereizt, kann ein Hautpflegeprodukt die Regeneration und Neubildung von Hautzellen effektiv unterstützen. Besonders im Herbst, wenn trockene Heizungsluft zum Fellwechsel hinzukommt, kann eine höhere Luftfeuchtigkeit in der Wohnung dazu beitragen, dass es deinen Liebling weniger zwickt und juckt. Dafür reichen einige Schalen mit Wasser, die du zum Beispiel auf den Heizkörpern positionierst.

Bleibt der Juckreiz bestehen, solltest du tierärztlichen Rat einholen, damit Erkrankungen wie Allergien, Pilzinfektionen oder Parasitenbefall ausgeschlossen werden können.

Hund juckt sich

Was tun, wenn mein Hund im Fellwechsel kahle Stellen hat?

Regelrechte kahle Stellen sind für den Fellwechsel bei einem gesunden Hund eher ungewöhnlich. Oft spielen in diesem Fall andere Faktoren eine Rolle wie Ektoparasiten (zum Beispiel Milben oder Flöhe) oder Endoparasiten wie zum Beispiel Leishmanien, die insbesondere nach Reisen in südliche Regionen vorkommen können. Auch allergische Reaktionen oder Hauterkrankungen wie beispielsweise eine Pilzerkrankung kommen als Auslöser in Betracht. Aber auch Stoffwechsel- oder Organerkrankungen wie etwa der Nieren oder Störungen im Hormonhaushalt wie Schilddrüsenerkrankungen können sich auf die Qualität des Fells auswirken. Kahle Stellen solltest du tierärztlich abklären lassen, um auf der sicheren Seite zu sein. Möchtest du einen unnötigen Praxisbesuch vermeiden, ist unser Team von Dr. Fressnapf gern für dich da. Per Video-Chat kannst du die kahlen Stellen begutachten lassen und bekommst schnell die Hilfe, die du brauchst.

Fellwechsel bei Welpen

Welpen haben ein besonders weiches und kuscheliges Fell. Doch das bleibt nicht immer so. Irgendwann ist es so weit: Bei deinem jungen Vierbeiner steht der erste Fellwechsel an. Er verliert sein „Babyfell“ und bekommt das erste Haarkleid als erwachsener Hund.

Das neue Fell sieht anders aus und hat eine andere Beschaffenheit. Es ist in der Regel robuster und fester. Dieser erste Fellwechsel dauert deutlich länger als der spätere turnusmäßige Fellwechsel: manchmal mehrere Wochen, mitunter ein paar Monate. Auch hier fällt der Zeitraum je nach Individuum und Rasse ganz unterschiedlich aus.

In dieser Zeit kannst du deinen Liebling an das Kämmen und Bürsten gewöhnen. So lernt er das Prozedere als eine angenehme Sache kennen. Wahrscheinlich findet dein Welpe das zunächst langweilig und will lieber mit der Bürste spielen. Versuche ihn zu beruhigen und belohne ihn anschließend mit einem Leckerli und einer zusätzlichen Spielrunde. Unser Tipp: Unternimm die ersten Bürstversuche, wenn dein Welpe müde ist. Am besten machst du deinen kleinen Vierbeiner schon früh mit der Bürste vertraut, das erleichtert euch den Umgang mit dem ersten Fellwechsel.

Welche unterschiedlichen Felltypen gibt es bei Hunden?

Wenn du nicht einen mexikanischen Xoloitzcuintle oder einen Peruanischen Inka-Hund ganz ohne Fell zum Begleiter hast, lässt sich das Fell deines Tieres einem der folgenden Felltypen zuweisen:

Kurzes Fell ohne oder mit nur wenig Unterwolle
Das sind zum Beispiel Kurzhaardackel, Deutsche Doggen und Dalmatiner. Bei diesen Rassen reicht meist die wöchentliche Fellpflege mit einer Noppenbürste oder einem Pflegehandschuh.

Langes Haar ohne oder mit nur wenig Unterwolle
Pudel beispielsweise verlieren oft keine Haare. Doch ihr Haarkleid neigt zum Verfilzen. Du solltest deshalb von Zeit zu Zeit zum Hundefriseur gehen und/oder selbst regelmäßig bürsten.

Rauhaarige Hunde
Rauhaarige Hunde sind in Bezug auf ihr Fell etwas Besonderes. Rassen wie Rauhaardackel oder Schnauzer haaren sehr unterschiedlich und individuell. Lass dir die Pflege der Haare von einem Hundefriseur zeigen.

Kurzes Fell mit Unterwolle
Dazu zählen Rottweiler und Labrador Retriever. Hier solltest du schon zwei- bis dreimal pro Woche zur Fellbürste greifen.

Langes Haarkleid mit viel Unterwolle
Husky, Australian Shepherd, Berner Sennenhunde und Schäferhunde sollten zwei- bis dreimal pro Woche und während der Zeit des Fellwechsels täglich gebürstet werden.

Video: Fellwechsel und Fellpflege beim Hund

Icon Hund pflege

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