Versandkostenfrei  ab 29 €  erreicht
Kostenlose  Rücksendung
Mehr als  13.000 Artikel
Die Bestellung ist jetzt versandkostenfrei.
17-Hund-knabbert_stage.jpg

Hund knabbert alles an: So gewöhnen Sie es ihm ab!

Ist in Ihrem Haushalt nichts mehr vor Ihrem Hund sicher? Ihr Hund knabbert alles an, zerstört Kissen, Stuhlbeine sehen wie nach einer Bieberinvasion aus, Filzstifte werden verputzt und Mülltüten geplündert. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann Ihrem Hund schwer auf den Magen schlagen oder ihn sogar in Lebensgefahr bringen. Für Sie heißt es aber zunächst: Ruhe bewahren und auf Ursachenforschung gehen. Lesen Sie in diesem Ratgeber, wie Sie an die Sache herangehen und das Zerstören von Gegenständen ohne Bestrafung abgewöhnen.

Warum knabbern einige Hunde an Gegenständen?

So wie oben beschrieben sieht es in vielen Hundehaushalten aus. Doch hinter dieser vermeintlichen „Zerstörungswut“ steckt meist eine klare Ursache, die es herauszufinden gilt. Zunächst aber gehört das Anknabbern von Dingen zum normalen Hundeverhalten dazu. Wenn es sich dabei um Welpen und Junghunde handelt, ist ein Zahnwechsel häufig die Ursache des Nagens. Gleichwohl müssen auch Welpen lernen, was sie anknabbern dürfen und was nicht.

Bei erwachsenen Hunden zeugt die ungehemmte Anknabberei jedoch häufig von anderen bestehenden Problemen. Das Symptom „Zerstörungswut“ kann psychologische Ursachen wie Stress, Wut oder Angst haben. Das Anknabbern ist dann eine sogenannte Übersprunghandlung. In seltenen Fällen kann es auch auf eine organische Erkrankung des Hundes hinweisen, die mit einer Wesensveränderung einhergeht.

Gehen Sie auf Ursachenforschung

Der erste Schritt ist, herauszufinden, warum Ihr vierbeiniger Rabauke sich an Ihren Sachen zu schaffen macht. Denn nur wenn Sie die Ursache kennen, lässt sich auch die passende Maßnahme ergreifen. Die Symptome zu bekämpfen und den Hund auszuschimpfen führen nie zum erhofften Erfolg. Folgende Gründe für das auffällige Verhalten des Hundes kommen infrage und sollten von Ihnen ins Auge gefasst werden:

Ursachen für das Knabbern:
  • Trennungsstress bzw. Trennungsangst
  • Zahnwechsel
  • jugendliche Erkundungslust und Pubertät
  • Unterforderung
  • Stress aufgrund Überforderung
  • Psychische Veränderungen aufgrund einer organischen Erkrankung (bspw. Hirntumor)

Ihr Hund knabbert alles an, nur wenn er alleine ist? Dann ist ihm vielleicht langweilig oder er handelt aus Trennungsangst beziehungsweise Trennungsstress. Lesen Sie dazu im Fressnapf Ratgeber „ Hunde alleine lassen “ weiter.

Wenn Sie es nicht selbst einschätzen können, warum Ihr Hund Dinge zerstört, besteht die Möglichkeit, sich an einen professionellen Hundetrainer zu wenden, der aus tierpsychologischer Sicht die Situation besser in Augenschein nehmen und beurteilen kann. Beim Verdacht auf organische Erkrankungen des Hundes sollten Sie so schnell wie möglich mit Ihrem Hund beim Tierarzt vorstellig werden.

Halbstarke Rabauken – Welpen und Hunde in der Pubertät

Das Anknabbern von Gegenständen gehört im Welpenalter zum normalen Verhalten der Hunde dazu. Auf diese Weise erkunden sie ihre Welt und leiten gegebenenfalls auch das Zahnen ein. Sie dürfen es Ihrem kleinen Liebling also nicht verübeln. Doch auch Welpen müssen lernen, was sie dürfen und was nicht.

Bringen Sie bei Welpen und Junghunden zunächst alles in Sicherheit, was sie anknabbern könnten. Wichtig sind nicht nur Ihre Lieblingsschuhe, sondern vor allem Stromkabel, Putzmittel und die eventuell für Hunde giftigen Zimmerpflanzen. Wenn Sie den Welpen beim Zerkauen erwischen, so sprechen Sie deutlich das Kommando „Aus!“ oder „Lass es“ und nehmen Sie ihm den verbotenen Gegenstand aus dem Maul. Bieten sie ihm stattdessen sofort eine Alternative wie Spielzeug oder Kauknochen an. Achten Sie aber darauf, ihn nicht gleichzeitig mit Gesten oder Worten zu loben. Denn er soll diese nicht als Belohnung auffassen.

In der Pubertät kann es auch noch einmal dazu kommen, dass Ihr Hund übermütig wird, und sich an allen möglichen Sachen zu schaffen macht. Hierbei testet er seine Grenzen aus. Auch hier sind wieder Geduld und gezielte Erziehungsmaßnahmen gefragt, die Sie bereits im Welpenalter mit ihm geübt haben. Und denken Sie dabei gelassen: Die Pubertät geht vorbei.

Unterforderung – Hunde wollen Beschäftigung

Unterforderung für das Anknabbern und Zerstören von Gegenständen kommt leider recht häufig vor. Ihr Hund bekommt während des Tages nicht genug Auslastung und geistige Aktivität. Dieser Punkt wird von Hundehaltern sehr häufig unterschätzt, insbesondere wenn sie sich besondere Rassen anschaffen. Dazu zählen alle sogenannten Arbeitshunde wie Husky, Border Colli oder Australian Shepherd. Wenn Sie einen dieser Rassenhunde oder ihre Mischung haben, dann ist auslastende Arbeit zusammen mit Ihrem Hund ein Muss. Fressnapf Ratgeber hat zu den Themen „ Hunde Agility “ und „ Degility “ viele schöne Aufgaben für Sie zusammengestellt.

Doch auch alle anderen Hunde brauchen nicht nur Zuneigung und Streicheleinheiten, sondern auch ernste Arbeitsaufgaben, die auf sie artgerecht abgestimmt sind. Bei vielen – insbesondere kleinen Rassen – reicht es, den täglichen Auslauf mit artgerechten Spielaufgaben zu kombinieren. Probieren Sie aus, mit Ihrem Hund Spiele zu trainieren, die sie geistig und körperlich fordern. Suchspiele oder Nasenarbeit gehört dazu. Beobachten Sie gleichzeitig, ob mit diesen konsequenten Maßnahmen die Knabberneigung Ihres Hundes abnimmt.

Zahnwechsel beim Hund

Zwischen dem vierten und siebten Monat findet bei jungen Hunden der Zahnwechsel statt. Bei kleineren Hunden kann er eher später und bei großen Rassen früher stattfinden. Bieten Sie Ihrem Hund während dieser Zeit spezielle Kauartikel an, um die Milchzähne loszuwerden und das Jucken des Zahnfleisches abzumildern, während die neuen Zähne nachwachsen. Das Kauen massiert nämlich auch das Zahnfleisch.

Stress haben auch Hunde

Stress als Grund für auffälliges oder gar krankhaftes Verhalten, wenn sich Ihr Hund zum Beispiel selber die Pfoten anknabbert oder manisch beleckt, wird häufig nicht erkannt oder sogar banalisiert. Stresssymptome können eine Überflutung von Umweltreizen als Ursache haben. Sie können auch eine Reaktion auf zu intensives, „forderndes“ Training und körperliche Überforderung, zum Beispiel nicht artgerechtes Joggen oder Fahrradfahren mit dem Hund sein. Auch tiefsitzende Trauer oder unklare Beziehungen im Familienverband sowie Mobbing unter Hunden können zum zerstörerischen Verhalten Ihres Vierbeiners führen. In diesen Fällen sollten Sie professionelle Hilfe von einem Hundetrainer oder gar von geschulten Tierpsychologen einholen.

WEITERE BEITRÄGE, DIE SIE AUCH INTERESSIEREN KÖNNTEN

Effektives Schleppleinentraining mit Ihrem Hund: So geht’s!

Richtiges Schleppleinentraining mit jungen Hunden führt schnell zum Erfolg. Ziel der Übung ist es, die Schleppleine irgendwann überflüssig zu machen. Durch das Training mit der Sch…

Obedience-Training: Gehorsam des Hundes – und zwar als Team!

Obedience – das ist die Königsdisziplin unter den Hundesportarten. Hier dreht sich alles um den Gehorsam des Hundes bei der Ausführung von Kommandos. Teamarbeit zwischen Hund und M…

Den Hund alleine lassen – Trennungsangst und Kontrollverlust überwinden

Hunde sind Rudeltiere. Sie bleiben nicht gerne alleine. Die Angst, zurückgelassen zu werden, liegt in ihrer Natur und ist bei einigen mehr, bei anderen weniger stark ausgeprägt. Do…

Suchen Sie mehr Informationen rund um das Thema Hund?