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Labrador spielt mit blauem Ball

Hundespiele für zuhause und unterwegs

Welpen und Junghunde spielen für ihr Leben gern. Spielerisch trainieren sie motorische Fähigkeiten und erlernen die Verhaltensregeln im Rudel. Warum Spielen aber für Hunde bis ins hohe Alter wichtig bleibt, wie Sie damit die Bindung zu Ihrem Vierbeiner stärken und wie Sie die besten Hundespiele für drinnen und draußen in Ihren Alltag integrieren, lesen Sie hier.

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Warum spielen Hunde?

Spielen festigt die soziale Bindung und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl im Rudel. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Rudel ausschließlich aus Tieren besteht. Hunde pflegen lebenslang im Spiel ihre Sozialkontakte und bauen Aggressionen ab. Es fördert die Toleranz und Kommunikation untereinander aber auch die Intelligenz der Tiere: Ganz nebenbei werden Lösungen gefunden und das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Wie der Meeresbiologe Jaques Cousteau einmal sagte: „Das Spiel ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann.“

Unser Tipp:
Kommunikation und Interaktion sind wichtiger als Besitzansprüche: Hundeforscher haben herausgefunden, dass Hunde das Spielzeug bevorzugen, dem ihr Halter Beachtung schenkt, und nicht etwa ein Spielzeug, das sich im Besitz eines Artgenossen befindet.

Hunderassen spielen unterschiedlich

Hunde haben nicht nur individuelle Vorlieben, sondern auch rassetypische: Labradore wurden auf die Kooperation mit dem Menschen hin gezüchtet. Ihr Spielverhalten ist von sozialem Miteinander und gutem Zusammenwirken geprägt. Dackel hingegen sollten selbständig im Dachsbau agieren und Terrier sollten Ratten fangen. Ihre Spiele sind eigenständiger, rauer und aggressiver. Windhunde bevorzugen Rennspiele zum Auspowern und Herdenhunde haben das Managen einer Tierherde im Blut – mit einfachen Ballspielen beleidigen Sie ihre Intelligenz. Finden Sie heraus, was Ihr Vierbeiner gerne spielt und passen Sie das Aktivitätslevel seinem Alter und Gesundheitszustand an.

 

Hier erfahren Sie mehr zu den Hunderassen.

 

Grundlegend kann man Spiele für Hunde in vier Kategorien untereilen:

  • Bewegungsspiele
  • Intelligenzspiele
  • Schnüffelspiele
  • Beutespiele

Outdoor: Hundespiele im Garten und unterwegs

Machen Sie es sich leicht! Spielen soll ein fester Bestandteil des Alltags Ihres Hundes sein. Integrieren Sie die Spielzeiten in alltägliche Abläufe wie das Gießen des Gartens oder die Gassirunde. So durchbrechen Sie den alten Trott und machen sich als Führungsperson attraktiver. Ihr Hund wird sich mehr an Ihnen orientieren – Ihre Bindung festigt sich. Nehmen Sie einfach ein Spielzeug mit auf die Gassirunde: Verstecken Sie es, legen sie es an Orte, die erklettert werden müssen oder lassen sie es Ihren Hund apportieren, fangen oder tragen. Für den einen muss es quietschen, der andere liebt Hundebälle oder Frisbees für Hunde, und wieder andere zerkauen gerne Taue und Seile. Übrigens: Dass Zerrspiele das Dominanzbestreben des Hundes fördern, ist widerlegt. Nichts spricht gegen ein Kräftemessen, aber seien Sie kein Spielverderber und lassen Sie Ihren Vierbeiner gewinnen. Im Sommer kann auch ein Wasserspielzeug zum Sprung ins kühle Nasse verleiten oder der Gartenschlauch für Spaß und Abkühlung sorgen. Bieten Sie Ihrem Liebling Abwechslung. Monotones Ballwerfen zum Beispiel überlastet die Gelenke und kann Suchtsymptome auslösen.

Suchspiele sind Bewegung und Kopfarbeit in einem

Suchspiele eignen sich auch für ein Hundespiel im Haus, aber sind auch unterwegs ganz einfach durchzuführen. Lassen Sie Ihren Hund im Park oder Garten absitzen. So üben sie gleichzeitig die Grundkommandos „Sitz“ und „Bleib“. Zeigen Sie ihm ein Leckerli und verstecken Sie es anschließend. Nun folgt das Kommando „Such“. Wiederholen Sie es, bis Ihr Hund das Leckerli gefunden hat. Da der Schwierigkeitsgrad sich hervorragend steigern lässt anhand des Verstecks, bleibt das Spiel für Ihren Hund lange spannend.

Unser Tipp:
Ziehen Sie Leckerlis, die Sie im Spiel verfüttern, immer von der Tagesration ab, damit Ihr Hund sein Gewicht hält. Alternativ können Sie auch ein Spielzeug verstecken.

Versteckspiele stärken die Bindung

Hat Ihr Vierbeiner einen Hang zum Eigensinn und läuft gern voraus? Dann verstecken Sie sich in einen unbemerkten Moment hinter einem Baum. Ihr Hund wird Augen machen! Lassen Sie sich jedoch finden, sobald er nach Ihnen sucht. Schließen Sie die Spielphase mit einem Suchspiel nach einem Leckerli oder Spielzeug ab. So merkt er schnell, dass es sich lohnt, in Ihrer Nähe zu bleiben. Steigern Sie auch hier den Schwierigkeitsgrad, behalten Sie aber Ihren suchenden Begleiter immer im Auge.

Gelände Agility-Parcours

Kreieren Sie Ihren eigenen Agility-Parcours im Wald oder Park. Frei nach dem Motto: Drunter, drüber und außenherum! Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, aber lassen Sie Ihren Hund nur Übungen absolvieren, zu denen er körperlich in der Lage ist und achten Sie Verletzungsgefahren.

Was Sie alles für einen Parcours nutzen können:

• Baumstämme zum Balancieren
• Äste für eine Cavaletti-Reihe
• Parkbänke zum Durchkriechen
• Bäume für eine Runde Slalom
• Baumstümpfe zum Draufspringen
• Graben oder Bäche als Sprunghindernis

Unser Tipp:
Im Garten finden sich meist ähnliche viele Gegenstände, die sich umfunktionieren lassen. Auch Keller und Garagen sind wahre Schatzgruben. Ein alter Satz Autoreifen lässt sich zum Beispiel hervorragend nutzen. Agility-Sets sind aber auch zum kleinen Preis im Fachhandel erhältlich.

Indoor: Hundespiele im Haus mit Köpfchen

Hunde-Intelligenzspiele sind willkommene Abwechslung – nicht nur bei Hundewetter. Unsere Vierbeiner brauchen Denkspiele, um nicht mental zu verkümmern. Auch für Senioren ist die Kopfarbeit wichtig. Generell bieten sich Such- und Schnüffelspiele an. Aber auch bei der Hausarbeit kann Ihr Vierbeiner Sie unterstützen. Lassen Sie ihn doch einmal die Socken in den Wäschekorb tragen, oder das Netz mit den Kartoffeln in die Küche. Für eine entsprechende Belohnung tut er das sicher gern!

Intelligenzspiele für Hunde: Das Muffinspiel

Für dieses Spiel brauchen Sie ein Muffinblech, einige Bälle, die groß genug sind, die Vertiefungen abzudecken und Leckerchen, die Sie darunter verstecken. Lassen Sie Ihren Hund ruhig dabei zusehen, wie Sie das Blech bestücken. Dann geben Sie das Kommando „Such“. Ihr Liebling schnüffelt sich nun von Leckerli zu Leckerli. Schwieriger wird das Spiel, je weniger Leckerbissen Sie verstecken. Futterspiele und Spielbretter verschiedener Schwierigkeitsstufen sowie Schnüffelteppich gibt es natürlich auch fertig zu kaufen.

Apportieren üben mit dem Snack-Dummy

Apportieren ist ein wunderbares Beutespiel, das Ihr Hund lieben wird. Machen Sie den Snack-Dummy so richtig interessant: Lassen Sie Ihren Hund beim Befüllen zusehen. Die reizarme Umgebung im Haus ist perfekt für das Training. Werfen Sie nun den Dummy und lassen Sie ihn apportieren. Die köstliche Füllung bekommt Ihr Hund nur, wenn er Ihnen den Dummy in die Hand legt. Das stärkt die Bindung und festigt den Grundgehorsam. Später können Sie den Dummy auch verstecken: Lassen Sie Ihren Hund absitzen und geben Sie das Kommando „Bleib“. Wenn es losgehen kann, schicken Sie ihn mit „Such“ auf Schnüffeltour.

Das Aufräumspiel – so lernt Ihr Hund das Aufräumen

Eine echte Win-win-Situation: Ordnung und geistige Auslastung in einem! Die Infografik erklärt, wie es geht!

 

 

Altersgerecht spielen

Eine Grauschnauze hat ein anderes Spielbedürfnis als ein Jungspund. Toben steht nicht mehr im Vordergrund. Schnüffel- und Intelligenzspiele rücken auf der Liste nach oben. Welpen hingegen haben den Hang, sich völlig zu verausgaben. Hier müssen Sie als Rudelchef einschreiten. Verteilen Sie kleine Spieleinheiten mit viel Körperkontakt über den ganzen Tag und überlegen Sie, welches Spiel Sinn macht. Zerrspiele sind beispielsweise für Hunde im Zahnwechsel weniger geeignet.

Wenn Sie so früh den Grundstein zum gemeinsamen Spiel legen, werden Sie und Ihr Vierbeiner ein Leben lang Freude daran haben.

 

Wurfspiele sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Sie empfehlen sich nur für ausgewachsene, gesunde und kräftige Hunde, die sich beim Bälle jagen auspowern möchten. Aber:  Übertreiben Sie es nicht! Schnell hat man sich einen „Balljunkie“ herangezogen. Das schnelle Rennen und Stoppen kann zudem die Gelenke belasten. Außerdem unterstützen Sie damit den Jagdtrieb Ihres Vierbeiners; ein Verhalten, das nicht unbedingt erwünscht ist.

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