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Australian Shepherd Hund rennt über eine grüne Wiese einem Spielzeug hinterher.

Den Hund richtig auslasten – geistig und körperlich

Immer wist die Rede davon, dass der Hund ausgelastet werden muss und viele Menschen denken, dass regelmäßige Spaziergänge und das Spielen völlig ausreichen, um den Hund auszulasten. Klar, beides ist wichtig, aber um ihn optimal auszulasten, benötigt es ein wenig mehr. Im Grunde sollte ein Hund auf vier Ebenen ausgelastet werden, die seinem artspezifischen Verhalten und seinen sozialen Bedürfnissen entsprechen. Es geht bei der Auslastung also darum, dass Ihr Hund seine angeborenen und rassetypischen Fähigkeiten und Bedürfnisse so gut wie möglich anwenden und erfüllen kann.

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Die geistige Auslastung des Hundes

Die geistige Auslastung des Hundes ist diejenige, für die Intelligenz-Hundespielzeug entwickelt wird. Spielen fördert die Konzentration und das Denkvermögen des Vierbeiners. Geschicklichkeitsspiele, Nasenarbeit oder das Apportieren sind klassische Trainingsmethoden, die den Hund geistig fordern. Aber auch die Erziehung des Hundes ist ein Teil der geistigen Auslastung. Wenn Sie Ihrem Hund beibringen, die Zeitung zu holen oder das Lieblingsspielzeug unter dem Schrank zu suchen, lasten Sie ihn ebenfalls geistig aus. Bei der geistigen Auslastung ist der Ideenreichtum des Halters gefragt, der immer wieder neue spannende Aufgaben für den Hund hervorbringt und zudem Mensch und Hund gleichermaßen Spaß macht.

 

Für die geistige Beschäftigung des Hundes benötigen Sie nicht einmal viel Zeit. Wenn Sie Ihren Hund rund eine halbe Stunde am Tag beschäftigen, reicht dies in der Regel aus. Das kann auch während der Gassirunde sein.

Den Hund körperlich auslasten

Die körperliche Auslastung Ihres Vierbeiners ist natürlich das Gassigehen. Dabei richtet sich der Anspruch an die Bewegungsintensität, neben Alter und Gesundheitszustand, vor allem nach den rassespezifischen Bedürfnissen des Hundes. So benötigt ein Windhund vor allem die Möglichkeit sich frei zu bewegen und zu rennen, dabei braucht er aber keine besonders lange Zeit laufen. Ein Jagdhund wiederum benötigt mehr Bewegung als ein Hütehund.

 

Allgemein lässt sich sagen, dass ein ausgiebiger Spaziergang, bei dem der Hund an der langen Leine oder im Idealfall frei laufen und in Ruhe schnüffeln kann, neben den nötigen Gassirunden ausreicht.

Kontakte mit Artgenossen für die soziale Auslastung Ihres Hundes

Für die soziale Auslastung benötigt Ihr Hund Kontakt zu Artgenossen. Durch den Umgang mit anderen Hunden lernt Ihr Hund alle notwendigen sozialen Verhaltensweisen kennen und hat die Gelegenheit, sie anzuwenden. Dazu gehört, dass er vielen verschiedenen Hunden begegnet, mit ihnen kommuniziert und lernt, sich ihnen gegenüber richtig zu verhalten. Er muss andere Hunde richtig einschätzen können: Manchmal muss sich Ihr Vierbeiner dabei unterordnen, ein anderes Mal Dominanz zeigen und zudem auch mit ungewohnten Kommunikationsformen anderer Artgenossen zurechtkommen.

 

Lassen Sie Ihren Hund also beim Spaziergang in Ruhe mit anderen Hunden Kontakt aufnehmen und gehen Sie mit ihm auch zu Plätzen, wo er mit Artgenossen frei laufen kann.

Die passende Aufgabe für die rassespezifische Auslastung des Hundes

Die rassespezifische Auslastung des Hundes bedeutet, dass der Hund seinen besonderen Fähigkeiten beziehungsweise der Aufgabe, für die er gezüchtet wurde, weitestgehend nachgehen kann. Die rassespezifische Auslastung stellt dabei eine Mischform aus den anderen Arten dar. Nun müssen Sie nicht zwangsläufig mit Ihrem Jagdhund auf die Hasenjagd gehen oder mit einem Hütehund Schafe hüten, aber Sie sollten nach einer Ersatzbeschäftigung suchen, die den Hund diesbezüglich zufriedenstellt. Den Jagdinstinkt eines Retrievers können Sie beispielsweise durch ein Dummytraining ersetzen und ein Hütehund findet im Spiel mit dem Treibball eine befriedigende Aufgabe. Bei einigen Hunderassen wie dem Boarder Collie kann die eigentliche Aufgabe des Hütens allerdings nicht vollständig ersetzt werden. Auch die Selbstständigkeit der Herdenhunde und die damit verbundene Aufgabe, das Territorium zu sichern, lässt sich nur schwer durch eine passende Ersatzhandlung kompensieren.

 

Grundsätzlich gilt: Informieren Sie sich ausführlich über die rassespezifischen Besonderheiten Ihres Hundes und mögliche Ersatzbeschäftigungen zur Auslastung Ihres Tieres.

Icon Hund adult rassen

 

Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Hunderassen

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Den Hund artgerecht auslasten: ein Fulltimejob?

Natürlich ist es ideal, wenn Ihr Hund in allen ausgeführten vier Ebenen voll ausgelastet ist. In der Praxis ist dies jedoch nur selten zu schaffen. Deshalb sollten Sie Ihren Hund gut beobachten und versuchen, ihn so gut wie möglich so zu beschäftigen, dass er ausgeglichen ist. Dabei sollte immer der Spaß für Hund und Mensch im Vordergrund stehen. So gesehen ist der Sport oder die Beschäftigung, der Sie mit Ihrem Hund gemeinsam nachgehen, ein Hobby, das Freude bereitet und die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund fördert und festigt.

 

Wenn Sie darüber nachdenken sich einen Hund anzuschaffen, lohnt es sich, zuvor darüber informieren, welche Ansprüche er rassebedingt hat. Sollten Sie diese nur schwer erfüllen können, ist es empfehlenswert eine andere Rasse auszuwählen.

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