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Rüde oder Hündin? So entscheiden Sie richtig!

Es ist für einen echten Hundeliebhaber nicht immer einfach, sich zwischen den Geschlechtern zu entscheiden: Lieber einen Rüden oder eine Hündin? Mehrhundehalter fragen sich vielleicht: Rüde und Hündin? Finden Sie hier hilfreiche Informationen, die Ihnen die Entscheidung einfacher machen, und erfahren Sie mehr über das Pro und Kontra für einen Rüden oder eine Hündin!

Geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Rüden und Hündin

Ein tiefsitzendes Urteil lässt viele Menschen glauben, dass Rüden rüpelhafter, schnell erregbar und problematischer in der Erziehung seien als Hündinnen. Sie gelten als verschmuster, gelehriger und folgsamer in der Führung. Doch stimmt das wirklich?

Fakt ist, dass Hunde vor allem Individualisten sind und je nach Rasse unterschiedlich ausgeprägte Charaktereigenschaften zeigen. So wird eine Dobermann-Hündin höchstwahrscheinlich viel dominanter und durchaus „makierfreudiger“ sein als beispielsweise ein Windhund-Rüde. Ob eine Hündin einfach in der Erziehung ist und ein Rüde rüpelhaft, ist demnach ganz unabhängig vom Geschlecht – wie bei uns Menschen eben auch. Dennoch gibt es ein paar geschlechterspezifische Merkmale, über die Sie sich im Klaren sein sollten.

Rüde und Hündin – geschlechtsspezifische Aufgaben der Urahnen

Obwohl unsere „Sofahunde“ sich schon lange von ihren Vorfahren, den Wölfen, emanzipiert haben, ist es dennoch hilfreich, sich vor Augen zu führen, wie die geschlechtlichen Unterschiede zwischen einem Rüden und einer Hündin ursprünglich motiviert waren.

Die stressigen Aufgaben eines Rüden

Rüden in einem frei lebenden Wolfsrudel sind dafür verantwortlich, die Grenzen des Reviers zu markieren und vor Feinden zu verteidigen, das Rudel zusammenzuhalten, für die Nahrung und die Reproduktion zu sorgen und bei der Erziehung der Welpen mitzuhelfen. Sie müssen sich im Rudel gegenüber anderen Rüden behaupten und im besten Fall durchzusetzen wissen.

Einige dieser Verhaltensweisen sind auf unsere Haushunde überkommen und gehören zu ihrem genetisch bedingten Verhaltensmuster. Daher markieren Rüden „ihr“ Revier, das in den meisten Fällen eben nicht ihr Revier ist, sondern eine Straße oder Parkanlage, immer wieder neu.

Auch müssen Rüden, insbesondere wenn sie noch jung sind, ihre Kräfte mit anderen messen, um die Möglichkeit ihrer Dominanzfähigkeiten auszuloten und ihren Anspruch auf Hündinnen zu markieren. Ihre genetische Disposition sagt jedoch nichts darüber aus, ob sie grundsätzlich starrköpfig, unbelehrbar oder aggressiv sind.

Wenn die Hündin nur dem Rüden folgt ...

Die Aufgabe einer Hündin im frei lebenden Hunderudel besteht darin, bei der Nahrungsbeschaffung behilflich zu sein, Welpen auf die Welt zu bringen und für sie zu sorgen. In der Regel paart sich die Leithündin mit dem Leitrüden, für die Erziehung des Nachwuchses sorgen alle Hündinnen im Rudel sowie der Vater der Welpen.

Zwischen dem sechsten und zehnten Monat setzen die Geschlechtsreife der Hündin und damit ihre erste Läufigkeit ein, die je nach Größe und Rasse etwa drei bis vier Wochen andauert. In den ersten sieben bis zehn Tagen reifen die Eier, die Hündin markiert und signalisiert damit ihren Zustand. In dieser Zeit sind Hündinnen häufig unkonzentrierter, nervöser und gereizter als sonst. Danach beginnt mit dem Eisprung die Paarungsbereitschaft, die eigentliche Hitze, in der die Hündin trächtig werden kann. Circa sechs bis zehn Tage lang dreht sich bei der Hundedame alles nur um Rüden.

In dieser Zeit kann eine noch so folgsame Hündin die anerzogenen Verhaltensregeln nur zu gerne vergessen und auf „Wanderschaft“ gehen. Gleichzeitig kann sie ihren Geschlechtsgenossinnen besonders rüde und bissig gegenüber auftreten. Einige dominante Hündinnen markieren in dieser Zeit auch mit erhobenem Bein, um auf diese Weise ihre Stärke und Attraktivität für die paarungswilligen Rüden zu demonstrieren.

Einige Wochen nach der Hitze wird die Hündin scheinträchtig – vorausgesetzt, sie ist nicht trächtig. Das haben sie von ihrer Vorfahrin, der Wölfin geerbt. Denn in einem Rudel kümmern sich alle weiblichen Wölfe um den Nachwuchs der Leitwölfin und können die Welpen säugen. Diese Scheinträchtigkeit der Hündin ist nicht immer so ausgeprägt, dass der Hundehalter sie bemerken muss. Doch bei einigen Hündinnen kann die Scheinträchtigkeit ein Problem für das Tier werden, da sie keine sinnvolle Erfüllung findet. Sie kann dann unruhig, gereizt, bissig und appetitlos sein. Auch körperlich können sich Symptome wie Milchproduktion, Wehen und sogar eine Scheingeburt zeigen. Als Welpenersatz kann sie ihr Spielzeug beschützen.

Je nach Rasse und Disposition wird eine Hündin in der Regel zwei oder nur einmal im Jahr läufig. In dieser Zeit blutet die Hündin unterschiedlich stark, und in Abhängigkeit von ihrer individuellen Reinlichkeit hinterlässt sie Bluttröpfchen in der Wohnung. In einigen speziellen Fällen kann ein Läufigkeitshöschen hilfreich sein, allerdings lernt die Hündin damit nie, ihre natürliche Sauberkeit zu halten.

Kastration als Mittel für den gehorsamen Rüden oder eine treue Hündin?

Wenn Sie sich für einen Rüden oder für eine Hündin entscheiden, dann sollten Sie es nicht mit dem Hintergedanken tun, ihre oder seine genetische Prädisposition durch eine Kastration nach Wunsch zu „korrigieren“. Für die Hündin bedeutet sie einen tief gehenden Eingriff unter Vollnarkose – für den Rüden kann sie zu einer hormonell bedingten (Wesens- und Gewichts-) Veränderung führen.

In einem sind sich die Hundepsychologen und Tierärzte einig: Eine Kastration führt niemals automatisch zu einem gehorsamen oder unterwürfigen Hund. Ob eine Kastration der Hündin oder des Rüden sinnvoll ist, besprechen Sie bitte mit Ihrem Tierarzt.

Welches Geschlecht passt denn nun zu mir?

Ob ein Rüde oder eine Hündin für Sie infrage kommt, ist also tatsächlich eine Entscheidung, die Sie unabhängig von den gängigen Vorurteilen treffen sollten. Natürlich gibt es kleine, aber feine Unterschiede, die biologisch und genetisch bedingt sind. So sind Hündinnen in der Regel kleiner als ihre rassegleichen männlichen Artgenossen und haben häufig weniger oder kürzeres Fell. Das führt dazu, dass sie auch leichter sind. Verhaltensweisen sind außerdem auch rassetypisch: Sie können davon ausgehen, dass zu Dominanz neigende Rassen, wie etwa Dobermänner oder Huskys, auch dominante Hündinnen hervorbringen. Der Großteil der tierischen Verhaltensmuster resultiert aber aus der Bindung zwischen Hund und Halter sowie aus der Erziehung der Fellnasen.

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